0:3 beim verunsicherten TSV Neustadt

Putlos zu schwach auf der Brust

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Olaf Schlüter (r.) machte eine gute Partie als Abwehrorganisator der SpVgg. Putlos, doch die 1:0-Führung durch Jan Peter (l.) konnte auch er nicht verhindern.

DANNAU (hö) · Die SpVgg. Putlos muss nach dem 0:3 (0:1) bei Kreisliga-Spitzenreiter TSV Neustadt weiterhin um den Klassenerhalt bangen. Nach zuletzt nicht unbedingt erwarteten Siegen in Hansühn und gegen Ratekau waren nicht überzeugende Neustädter eine Nummer zu groß für die Zorndt-Elf, die weiterhin auf dem Platz in der Tabelle verharrt, der gerade noch zum Klassenerhalt genügt – Platz 14.

Die personellen Voraussetzungen, um auch beim Spitzenreiter für eine Überraschung zu sorgen, waren von vornherein nicht gegeben. Verletzungs- und berufsbedingt konnten die Gäste am Sonnabendnachmittag zum Anpfiff gerade einmal elf Mann aufbieten, Michael Kuhlmann gesellte sich als einziger Ergänzungsspieler in der Halbzeitpause hinzu, sodass die Auswechselbank nicht völlig ungenutzt blieb. In einer Top-Besetzung hätten die Putloser einem über weite Strecken verunsichert agierenden TSV Neustadt, dem die Unruhen (Trainerwechsel) und Niederlagen der letzten Wochen deutlich anzumerken waren, sicherlich mehr zusetzen können. So aber blieb die SpVgg. chancenlos.

Hinzu kam ein unglücklicher Start der Zorndt-Truppe, die bereits in der 12. Minute einem Rückstand nachlaufen musste. Nach einem Flankenball kam nach einem Missverständnis zwischen Keeper Denis Crone und seinen Voderleuten der Ball zu Jan Peter, der trocken zur 1:0-Führung des Gastgebers einschoss. Wer nun gedacht hatte, mit dem 1:0 im Rücken würde der Spitzenreiter so richtig loslegen, sah sich getäuscht. Ein einziger gefährlicher Schuss aufs Putloser Tor in Halbzeit eins war die magere Ausbeute der Neustädter Angriffsbemühungen. Beim platziert von Christian Weiss (18.) getretenen Freistoß tauchte Denis Crone jedoch blitzschnell in die untere linke Ecke ab und lenkte den Ball gerade noch um den Pfosten. Viel mehr kam aber nicht von den Platzherren.

Auf der anderen Seite kamen die Gäste aber auch kaum über Ansätze bei ihren Angriffsbemühungen hinaus. Den beiden Spitzen Oliver Liebe und Sven Reis fehlte es an Durchschlagskraft, während das Mittelfeld meist mit Defensivaufgaben beschäftigt war.

Trotzdem besaß die Zorndt-Elf die große Möglichkeit zum Ausgleich, als Sven Prieß einen Freistoß blitzschnell ausführte und Oliver Liebe (36.) aus 14 Metern unbedrängt zum Abschluss kam. Überhastet setzte er die Lederkugel jedoch zwei Meter über den Kasten.

Im zweiten Spielabschnitt wurden die Gastgeber mit Unterstützung des böigen Windes noch überlegener, doch große Einschussgelegenheiten, sieht man einmal von Jan Peter (52., 68.) ab, blieben Mangelware. Nach einem Eckball war es schließlich TSV-Kapitän Marek Thomsen (69.), der zum verdienten und vorentscheidenden 2:0 einköpfte.

Mit dem Mute der Verzweiflung war die Zorndt-Elf noch einmal um eine Resultatsverbesserung bemüht, doch große Gefahr kam für das TSV-Tor durch Freistöße von Olaf Schlüter (65.) und Andreas Büttner (77.) nicht mehr auf. Stattdessen verpasste Markus Viöl (83.) das fast sichere 3:0, ehe Christian Weiss (86.) per Strafstoß dann doch noch der dritte Neustädter Treffer glückte.

Den Schlusspunkt dieser eher mäßigen Partie setzte mit Robin Ruge (92.) dann noch ein Putloser. In der Nachspielzeit ließ er sich zu einer unfeinen Bemerkung in Richtung Zuschauer hinreißen, für die ihn der Unparteiische den roten Karton zeigte. Unmittelbar danach war Schluss. „Völlig unnötig“, haderte Zorndt nach Spielschluss über Ruges Aussetzer. Einige der noch ausstehenden sieben Endspiele, darunter gegen die unmittelbare Konkurrenz (Cismar, Scharbeutz, Pönitz, OSV II), wird er den Putlosern nun fehlen.

SpVgg: Crone – Schlüter – Amine, Reise – Prieß, Ruge, Roski, Jaekel, Büttner – Liebe (80. Kuhlmann), Reis.

Beste Spieler: Schlüter, Büttner, Crone.

Rote Karte: (92.) Ruge (Putlos), nach Zuschauerbeleidigung.

Schiedsrichter: Kermer (TSV Malente), gut.

Tore: 1:0 (12.) Peter, 2:0 (69.) Thomsen, 3:0 (86./FE) Weiss.

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