Beim 1:4 in Malente kann die Spielvereinigung nur eine Hälfte mithalten / Wohlert wechselt sich ein

Putloser Rumpfelf überfordert

Die Angriffsbemühungen der SpVgg. Putlos, hier mit Benni Roski, der unsanft vom Ball getrennt wird, hatten in der zweiten Hälfte Seltenheitswert. Foto: Höppner

DANNAU (hö)  • Die SpVgg. Putlos verlor ihre Partie im Niemandsland der Kreisliga beim TSV Malente mit 1:4 (0:1). Für die Schwarz-Weißen war es eine bittere Niederlage, denn den nach der Winterpause gezeigten Aufwärtstrend konnte die Wohlert-Truppe nicht bestätigen, geschweige denn fortsetzen.

Die personellen Möglichkeiten waren am Sonnabend mehr als beschränkt, schließlich sorgten lediglich Akteure aus der Zweiten und Dritten sowie Trainer Heinz Wohlert selbst dafür, dass man überhaupt antreten konnte.

„Dass die jetzt schon Leute aus der Dritten nehmen müssen“, rieben sich einige Fans verwundert die Augen, als sie Sturmspitze Jan-Erik Hoffmann in der Startaufstellung sahen. Jan-Ulrich Hartwig und auch Michael Colari aus der Zweiten halfen ebenfalls aus und machten ihre Sache ordentlich. Sauer war Wohlert darüber, dass zwei Spieler das Team im Stich gelassen hätten, darunter Marcus Femerling, der laut Wohlert gar nicht aufgetaucht war.

Umso erstaunlicher war es, dass die Putloser Rumpf-Truppe die insgesamt niveauarme Partie in den ersten 40 Minuten ausgeglichen gestalten konnte.

Die von Jens Reise organisierte Abwehr war zunächst kaum vor Schwierigkeiten gestellt, da die Gastgeber nicht in der Lage waren Druck aufzubauen. Auf der Gegenseite waren die Angriffsbemühungen der Gäste ebenfalls nicht zielstrebig genug, sodass in der ersten halben Stunde hüben wie drüben gar nichts passierte – ein trostloser Kick bei miesem Dauerregen.

Die erste echte Torraumszene hatte auf Malenter Seite Dennis Kardell (30.), der nach einer Schwatlo-Flanke nur den Außenpfosten des Putloser Tores traf. Wenig später die beste Gästechance, als Sven Friske (33.) nach einem von Benni Roski eingeleiteten Konter an Malentes Torwart Dennis Werner scheiterte.

Fast schien es so, als sollte die Partie zur Pause torlos enden, was auch zum Spielverlauf gepasst hätte, doch eine zweiminütige Konfusion in der Putloser Hintermannschaft nutzten die Gastgeber schließlich noch zur schmeichelhaften Pausenführung. Zunächst rettete Torwart Oliver Zander (44.) reaktionsschnell gegen Tobias Junge, ehe TSV-Kapitän Benjamin Tews (45.) im Fünfer zur 1:0-Führung einschoss.

Im zweiten Spielabschnitt konnten sich die Putloser dem Malenter Übergewicht aber nicht mehr erwehren. Erst setzte Julian Puls (48.) einen Flugkopfball noch vorbei, nach Zuspiel von Junge stand er jedoch völlig frei im Strafraum und vollendete zum 2:0 (53.) – die Entscheidung. Die Wohlert-Elf konnte sich fortan kaum noch kontrolliert befreien, sodass die nächsten Gegentreffer nur noch eine Frage der Zeit zu sein schienen. Nachdem Olli Zander gegen Junge (56.) hielt und Puls (64.) den Pfosten traf, war es schließlich Dennis Kardell (69.), der zum 3:0 abschloss. Puls (80.) war es dann, der nach einem schnell ausgeführten Freistoß auf 4:0 erhöhte.

In der Schlussphase ließen es die Platzherren ruhiger angehen. Putlos konnte sich befreien und der für den stark lahmenden Jens Reise eingewechselte Coach Heinz Wohlert konnte vom Spielfeld aus mit ansehen, wie mit Michael Schmitz (92.) aus der Dritten der zweite Einwechsler mit einem verwandelten Strafstoß immerhin noch den Putloser Ehrentreffer erzielte. Rune Jäkel war zuvor zu Fall gebracht worden. Irgendwie passte es zum tristen Spiel, dass Schmitz den Elfer erst im zweiten Anlauf im TSV-Tor unterbringen konnte. Der Unparteiische hatte wiederholen lassen, da sich Werner zu früh bewegt haben soll.

Für Malentes Coach Jörg Barenscheer ist die Saison nach diesem Sieg praktisch gelaufen. Man sei nun im gesicherten Mittelfeld, man könne jetzt in Ruhe die neue Saison planen und weiter verjüngen.

Der SpVgg. Putlos würden hingegen noch einige Punkte gut zu Gesicht stehen, aber die nächsten Spiele gegen Neustadt und Ostern in Ahrensbök und gegen Sarau haben es in sich. Mit einer besseren personellen Ausstattung und möglicherweise wieder mit den in Malente fehlenden Stefan Brassat, Andreas Büttner, Oliver Liebe und Marcus Femerling wäre der eine oder andere Punkt durchaus möglich.

Putlos: Zander – Reise (85. Wohlert) – Jäkel, Colari – Mess, Hartwig, Prieß, Rack, Roski – Friske, Hoffmann (65. Schmitz).

Beste Spieler: Zander, Mess.

Schiedsrichter: Sarau (Lensahn), durchschnittlich.

Tore: 1:0 (45.) Tews, 2:0 (53.) Puls, 3:0 (69.) Kardell, 4:0 (80.) Puls, 4:1 (92./FE) Schmitz.

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