TSV Gremersdorf 2:3 gegen RSV Landkirchen / Christian Donath von Ron Kruse nicht auszuschalten

Rathje-Elf nach vorn zu hektisch

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Torben Müller (m.) versetzt Hannes Klemp (l.) und lässt auch Jörg Piegenschke (r.) ins Leere grätschen. Im Abschluss zeigte sich der RSV-Stürmer in vielen Szenen aber nicht zielstrebig genug.

GREMERSDORF (hö) · Kreisliga-Spiele mit Beteiligung des TSV Gremersdorf enden in jüngster Vergangenheit zumeist torreich. Auch gestern gegen den RSV Landkirchen bekamen die Fans in einer rassigen Auseinandersetzung fünf Treffer zu sehen, doch beim 2:3 (1:3) hatten nach dem Schlusspfiff lediglich die Gäste Grund zum Jubeln.

Die Gastgeber mussten ihrer Jugend Tribut zollen, denn obwohl die Rathje-Elf nach der Pause deutlich mehr Luft hatte, fehlte am Ende die ordnende, ruhige Hand und der nötige Überblick in entscheidenden Szenen. So setzte sich der RSV Landkirchen letztendlich verdient durch, wenngleich sich Ehmann-Vertreter Karl Maas ruhigere Schlussminuten gewünscht hätte. Wäre die Chancenverwertung seiner Elf nur etwas besser ausgefallen, dann hätte Maas schon vorzeitig den vierten Sieg in Folge feiern können, doch Torben Müller (58., 76.), Lasse Jahn (68.) und auch Christian Donath (90.) ließen gegen eine aufgerückte TSV-Abwehr selbst die klarsten Einschussgelegenheiten aus.

Das hatte der RSV in der ersten Hälfte wesentlich besser gemacht, denn Christian Höft und Matthias Jährig nutzten ihre Freiräume im Mittelfeld, um immer wieder Christian Donath, der von Ron Kruse nicht auszuschalten war, in Szene zu setzen. Selbst durch die frühe Gremersdorfer Führung von Johann Liebrecht (4.), der RSV-Keeper Julian Ahrens mit einem Flachschuss überwand, ließ sich der RSV nicht aus dem Konzept bringen.

So hatte der von Christian Donath freigespielte Torben Müller (10.) keine Mühe, zum 1:1 einzuschieben. Nachdem Müller (30.) die Führung verpasst hatte, war es schließlich Christian Donath aus spitzem Winkel (33.) und im Nachsetzen (36.), der den Platzherren den letztendlich vorentscheidenden Doppelschlag versetzte.

Der RSV konnte sich gegen einen stetig zur Wehr setzenden Aufsteiger aber nie seiner Führung wirklich sicher sein. So verpasste Timo Schulz (38.) nach einer Flanke von Thomas Berntien den vor der Pause möglichen 2:3-Anschluss. Selbst einen zweifelhaften Strafstoß (Foul an Berntien) brachte der TSV nicht im Gästetor unter – Timo Schulz (41.) scheiterte an RSV-Torhüter Julian Ahrens.

Im zweiten Spielabschnitt machten die Gastgeber dann richtig Druck, aber die durchaus einige Schwächen verratende RSV-Hintermannschaft kam erst ganz zum Schluss in Verlegenheit, als Toni Durante einen Kopfball von Christian Petyrek (86.) auf der Torlinie per Flugkopfball klären und Julian Ahrens einen tollen Volleyschuss von Sönke Harms (88.) ebenso glänzend parieren konnte.

Während der urlaubsbedingten Abwesenheit von RSV-Coach Dieter Ehmann holte ein nach Spielschluss zufrieden und erleichtert wirkender Karl Maas die volle Punktzahl aus drei Spielen. Den Gremersdorfern zollte er Respekt für ihren Power-Fußball, während TSV-Coach Peter Rathje zwar vom Ergebnis, aber nicht von der Einstellung seiner Elf enttäuscht war.

TSV: Stich – Harms – R. Kruse, Piegenschke – A. Kruse, Petyrek, Liebrecht, Berntien (57. Carbuhn), Eichholz – Schulz, Klemp.

Beste Spieler: Petyrek, Harms.

RSV: Ahrens – Schulz – Durante, Rahlf – Wagener-Niemann (46. Brandt), Navers, Jährig (59. Maas), Jahn, Höft – Müller, C. Donath.

Beste Spieler: C. Donath, Ahrens, Durante.

Schiedsrichter: Lange (Griebeler SV), durchschnittlich.

Tore: 1:0 (4.) Liebrecht, 1:1 (10.) Müller, 1:2 (33.) und 1:3 (36.) C. Donath, 2:3 (79.) Schulz.

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