1:1 zwischen TSV Gremersdorf und Aufsteiger TSV Pansdorf II leistungsgerecht / Antunes zur Führung

Ratlosigkeit auf beiden Seiten

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Patrick Eichholz (r.), hier verfolgt vom Pansdorfer Torschützen Marcel Höft, war unermüdlicher Antreiber seiner Elf in der zweiten Halbzeit.

GREMERSDORF (hö) · In einem wirklich engen Match, in dem beide Teams über weite Strecken geordnet standen, trennten sich der TSV Gremersdorf und Kreisliga-Aufsteiger TSV Pansdorf II mit einem leistungsgerechten 1:1 (1:0).

Beide Trainer wirkten nach dem Spiel etwas ratlos. Während Peter Rathje sich den Leistungseinbruch nach der Pause nicht erklären konnte, wusste Gästecoach Helge Thomsen nicht so recht, wie er das Resultat einschätzen sollte: „Wir werden wohl erst am Ende sehen, ob wir hier einen Punkt geholt oder zwei Zähler verloren haben.“

Zunächst einmal hatten die Gäste Glück, als Sebastian Schumacher vorm eigenen Strafraum gegen Patrick Eichholz die Notbremse zog, sie vom Unparteiischen aber nicht mal mit Gelb geahndet wurde. Den Freistoß setzte Timo Schulz (2.) etwas überhastet neben das Tor. „Wenn‘s ein Foul war und er pfeift, hätte es Rot geben müssen“, meinte auch Thomsen. So ging‘s personell aber ausgeglichen weiter und der Aufsteiger setzte durch Max Bierhals (5.) und Nils Reimann (8.) durchaus gefährliche Akzente im Gremersdorfer Strafraum.

Die Platzherren kamen hingegen schwer in die Partie, es fehlten die Durchschlagskraft und die Überraschungsmomente. Americo Antunes war im Mittelfeld abgetaucht, um nach einer halben Stunde aber urplötzlich wieder aufzutauchen. Nach einer Rechtsflanke von Timo Schulz köpfte er im Fünfer freistehend zur Führung der Gastgeber ein. Der Aufsteiger antwortete postwendend durch Marcel Höft (31.), aber Patrick Eichholz klärte auf der Linie. Kurz vor der Pause beinahe das 2:0, doch Christian Petyrek (43.), der als „Sechser“ einen starken Part spielte, zeigte sich abschlussschwach.

Im zweiten Spielabschnitt machten die Gäste dann mehr Druck. Sie drängten auf den Ausgleich, der Marcel Höft (51.) frühzeitig gelang. Nach einem langen Flankenschlag stand er allein vor Torwart Timo Stich, dem er keine Abwehrchance ließ. Die Abwehr der Rathje-Elf wirkte nun doch reichlich verunsichert. Ein gezielter Pass in die Tiefe – und schon war ein Gästespieler frei. So verzog zunächst Eike Krüger (56.) knapp, während Nils Reimann (61.) das dickste Ding des gesamten Spiels versiebte.

In der letzten halben Stunde fingen sich die Gastgeber wieder, wenngleich sie es im Angriff weiter an Gefährlichkeit vermissen ließen. Aber auch der Aufsteiger hatte im Vorwärtsgang nicht mehr wirklich Gefährliches zu bieten. In der Schlussphase drängte die Rathje-Elf vor allem über den nie aufsteckenden Patrick Eichholz noch einmal auf den Sieg, doch Eichholz selbst (81.) konnte ein Solo nicht zum Abschluss bringen und auch der kurz zuvor eingewechselte Artem Kruse (92.) ließ Abschlussqualitäten vermissen, als er im Gästestrafraum an den Ball kam, offenbar aber so überrascht war, dass er die Lederkugel fünf Meter neben das Tor setzte.

So blieb es schließlich bei der Punkteteilung, mit der beide Trainer leben konnten.

TSV: Stich – Klemp (80. Oeverdieck), Höppner, Berntien, P. Eichholz – Petyrek, Steinfeld, Antunes, Kunkel – Schulz (85. A. Kruse), Deutsch (74. S. Bedei).

Beste Spieler: Petyrek, P. Eichholz.

Schiedsrichter: Lebedew (SpVgg. Putlos), mit einigen umstrittenen Entscheidungen.

Tore: 1:0 (30.) Antunes, 1:1 (51.) Höft.

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