Oldenburger SV 4:1 über TSV Malente

Rosenthal an allen Toren beteiligt

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Marcel Schröder (l.), hier im Zweikampf gegen Evren Kahveci, agiert mit seinen 19 Jahren ziemlich abgeklärt und kommt in der Viererkette meist ohne Foulspiel aus.

OLDENBURG (hö) · Der Oldenburger SV entledigte sich in der Verbandsliga Südost seiner Pflichtaufgabe gegen den designierten Absteiger TSV Malente mit einem ungefährdeten 4:1 (3:1)-Erfolg. Dabei genügten der Brunner-Elf starke erste 20 Minuten, in denen sie eine beruhigende 3:0-Führung herausschoss.

Allerdings stellte sich ganz schnell heraus, dass die drei schnellen Tore den Charakter von Beruhigungspillen in sich trugen. So agierte der OSV in der Folgezeit etwas zu sorglos und unkonzentriert. Das bestraften die in vielen Bereichen limitierten Gäste durch einen wirklich schönen Spielzug über Sebastian Lesch, der Steffen Paulsen (22.) bediente und dieser recht ungehindert zum 3:1-Anschluss einschießen konnte.

Sieht man einmal von einem Freistoß ab, den Kevin Förster (36.) an den Querbalken des OSV-Gehäuses zimmerte, blieb Torwart Marcel Heisler an diesem Nachmittag nahezu beschäftigungslos. In der zweiten Halbzeit konnte er praktisch tatenlos und „strandkorbgefährdet“ die Frühlingssonne genießen.

Der TSV Malente war an diesem Nachmittag vor 70 zahlenden Zuschauern einfach zu harmlos, den OSV ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. Dieser brauchte spielerisch keine Bäume ausreißen, um den sechsten Heimerfolg einzufahren.

▪ OSV bei Standards effektiv

Die Platzherren stellten dabei einmal mehr ihre Effektivität bei Standardsituationen unter Beweis. Und immer wieder an den entscheidenden Szenen beteiligt war Timo Rosenthal. Zunächst setzte er – ähnlich wie unter der Woche beim 1:1 in Siems – aus gut 20 Metern einen Freistoß über die Mauer hinweg ins kurze Eck (7.). Dann zirkelte er einen Freistoß auf den Kopf von Philip Nielsen (13.), der am Fünfer zum 2:0 vollendete, ehe er einen Eckball für Felix Wenn (18.) servierte, den dieser mit einer feinen Einzelleistung zum vorentscheidenden 3:0 abschloss.

Zu diesem Zeitpunkt dürfte Gästetrainer Holger Drews, der den ortsabwesenden Jörg Barenscheer vertrat, doch ein wenig mulmig zumute gewesen sein, denn man wollte unbedingt ein Debakel wie beim 1:8 im Hinspiel vermeiden. Das glückte dem Schlusslicht schließlich doch noch, das war aber in erster Linie den wenig zwingenden Aktionen der Platzherren und deren stumpfen Spitzen Sven Friske und Artur Lammert geschuldet. Schließlich begnügten sich die Oldenburger damit, noch eine Standardsituation erfolgreich abzuschließen. So bediente Felix Wenn den ungedeckt am Fünfer stehenden Timo Rosenthal (69.), der mit der linken Fußspitze den Ball zum 4:1 über die Torlinie drückte.

OSV: Heisler – Schön, Schröder, Sager (79. Lindhorst), Brandt – Rosenthal (83. Hay), Nielsen, Wenn, Kowski – Lammert, Friske (70. Petyrek).

Beste Spieler: Rosenthal, Schröder.

Schiedsrichter: Rabe (SVg. Pönitz), in Ordnung.

Tore: 1:0 (7.) Rosenthal, 2:0 (13.) Nielsen, 3:0 (18.) Wenn, 3:1 (22.) Paulsen, 4:1 (69.) Rosenthal.

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