Heringsdorf schöpft nach 2:1 über Siebenbäumen wieder Hoffnung / Gebert und Ruske treffen

Ruge-Debüt mit dem Heimsieg

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Sascha Meyer (m.) war Sonntag nicht zu halten. Hier setzt er sich gegen Kutla (l.) und Schlichting (r.) durch.

HERINGSDORF (hö) · Der SV Heringsdorf hat sich noch nicht aufgegeben, Neu-Coach Wolfgang Ruge hat den Blau-Weißen neues Leben eingehaucht. Im Verbandsliga-Kellerduell gegen GW Siebenbäumen gewann der SVH letztendlich verdient mit 2:1 (1:0). Für den Aufsteiger war es der erste Heimsieg der Saison.

„Der Sieg war lebenswichtig“, atmete Wolfgang Ruge nach 92 Minuten, in denen er an der Seitenlinie Auf und Ab gegangen war und lautstark seine Elf dirigiert hatte, tief durch. Es hatte Nerven gekostet, denn in den Schlussminuten gerieten die Platzherren noch einmal mächtig unter Druck. Zum Glück war Keeper Christian Duborg trotz einer dicken Erkältung immer noch so gut drauf, dass er gegen Ostati (75., 77. und 87.) gleich drei Mal prächtig parieren und drei Zähler festhalten konnte. Unterm Strich kam von den Gästen aber viel zu wenig. Ihnen fehlte ohne den verletzten Konan im Angriff die Durchschlagskraft. So hatte die SVH-Deckung meist leichtes Spiel.

In der ersten halben Stunde brachten beide Teams kaum Produktives zustande. Ihre Bemühungen waren ein Spiegelbild des Tabellenstandes. In der Schlussviertelstunde der ersten Hälfte bekam die Ruge-Elf aber Oberwasser und nach einem Meyer-Eckball beinahe die Führung, doch einem Kopfball von Marcel Gebert (32.) fehlte der nötige Druck. Einen Distanzschuss von Mathias Ruske (34.) konnte Gästetorwart Braun noch abwehren, unmittelbar vor dem Pausenpfiff war er aber machtlos, als Marcel Gebert (44.) eine Hereingabe des von Florian Albrecht gut bedienten Enis Gashi zur verdienten Führung einköpfte.

Der zweite Spielabschnitt begann für die Platzherren mit einer kalten Dusche, denn nach einem zu kurz abgewehrten Eckstoß fiel Schlichting (47.) die Lederkugel an der Strafraumgrenze vor die Füße. Dieser zog trocken ab und das Spielgerät schlug zum 1:1 im Heringsdorfer Netz ein.

Sollte es wieder nichts werden mit dem ersten Heimsieg? Der SVH war nur kurzzeitig geschockt. Angetrieben vom starken Sascha Meyer und dem nimmermüden Mathias Ruske drängte man auf den zweiten Treffer – es zählte gegen diesen Gegner eben nur ein Sieg. Zunächst scheiterte Enis Gashi (52.) am Gästetorwart, dann setzte Mathias Ruske (60.) den Ball aus 17 Metern knapp drüber, ehe Kutla im letzten Moment vor dem einschussbereiten Enis Gashi (68.) rettete. Schließlich war es Mathias Ruske (73.), der auf Ablage von Marcel Gebert den umjubelten Siegtreffer erzielte.

Der SVH darf sich nun wieder Hoffnung machen, im Kampf um den Klassenerhalt mitspielen zu können, doch personell darf nichts mehr passieren, denn Björn Wölk ist immer noch nicht fit und hätte gestern eigentlich gar nicht spielen dürfen.

Überaus positiv war gestern der Auftritt von Sascha Meyer, der selbstbewusst das Spiel an sich riss. Und in der Spitze scheint Marcel Gebert in Enis Gashi die lang ersehnte Entlastung bekommen zu haben. Trotz alledem: Es wartet noch viel Arbeit auf Wolfgang Ruge.

Am Ostersonnabend ist der SV Heringsdorf nun beim Möllner SV gefordert, während am Ostermontag zu Hause gegen den TSV Bargteheide ganz klar der zweite Heimsieg angestrebt wird. Mitkonkurrent TSV Lensahn hat bereits am Ostersonnabend den TSV Bargteheide zu Gast und muss zwei Tage später zu Preußen Reinfeld. Der Oldenburger SV spielt am Gründonnerstag bei GW Siebenbäumen, Ostermontag geht's gegen SV Büchen-Siebeneichen. 

SVH: Duborg – Rosenthal (46. Wölk) – Kohlscheen, Marbach – Albrecht, Ruske, Antunes (11. Thielmann, 90. Scheibe), Fuss, Meyer – Gashi, Gebert.

Beste Spieler: Meyer, Gashi, Ruske, Marbach.

Schiedsrichter: Paltschikov (Groß Grönau), gut.

Tore: 1:0 (44.) Gebert, 1:1 (47.) Schlichting, 2:1 (73.) Ruske.

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