Saisonrückblick: Im zweiten Jahr folgte der Abstieg / Brunner: „Es fehlte an Qualität und Quantität“

Oldenburgs Abschied aus der SH-Liga

+
Große Ratlosigkeit herrschte nach dem 0:6-Debakel gegen Hartenholm Ende Oktober.

OLDENBURG -ra- Nach zwei Jahren ist das Abenteuer Schleswig-Holstein-Liga für den Oldenburger SV zu Ende gegangen. Hatte man sich in der Saison 2015/2016 noch souverän den Klassenerhalt gesichert, stand man in der vergangenen Spielzeit auf verlorenem Posten und belegte Tabellenplatz 15. „Es hat an Qualität und Quantität gefehlt – zu viele Schlüsselspieler standen zu häufig nicht zur Verfügung“, sagte Trainer Andreas Brunner.

Der Coach ist davon überzeugt, dass seine Mannschaft das Zeug dazu gehabt hätte, sich für die neue Oberliga zu qualifizieren, doch diverse Vorkommnisse hätten das verhindert. Der Abgang von Rico Bork vor Saisonbeginn war nicht kompensierbar, auch die Ausfälle von Jan Haltermann und André Brandt trugen dazu bei, dass in der Defensive häufig die Optionen fehlten. „Viele Leistungsträger liefen in der Hinrunde ihrer Form hinterher, dazu kamen noch hartnäckige Verletzungen. Daniel Junge beispielsweise war nie wirklich beschwerdefrei“, so Brunner. Auch Kapitän Björn Wölk konnte sich aufgrund eines privaten Schicksalsschlages nicht immer auf den Fußball konzentrieren. „So sind viele Dinge zusammengekommen. Der Tiefpunkt war dann Ende Oktober nach der Klatsche gegen Hartenholm erreicht“, berichtete Brunner. Der überraschende Wechsel von Freddy Kaps im Winter nach Eutin sei dann die Krönung einer völlig verkorksten Hinrunde gewesen. 

Doch der OSV hat sich zusammengerauft und sich wieder auf das Fußballspielen konzentriert. Dass die Oldenburger noch den Klassenerhalt schaffen würden, daran glaubte Ende Februar niemand mehr wirklich. Dennoch ließ die Mannschaft zeitweise aufhorchen und hatte ihre stärkste Phase im April, als drei Siege in Serie gefeiert werden konnten. Sogar Regionalliga-Absteiger TSV Schilksee konnte auswärts 5:3 bezwungen werden – und das nach einem 0:2-Rückstand. Gegen die Spitzenteams der Liga hatte der OSV hingegen nichts zu bestellen. Konnte in der ersten SH-Liga-Spielzeit der spätere Meister Eichede sensationell am Schauenburger Platz bezwungen werden, ging Oldenburg in der abgelaufenen Saison gegen die großen Mannschaften leer aus. Den Klassenerhalt verspielt hat die Brunner-Truppe aber gegen Teams wie Frisia-Lindholm, Hartenholm oder Lägerdorf. „Ich sehe uns im Vergleich absolut auf Augenhöhe. Dennoch haben wir es nicht geschafft, die nötigen Punkte zu holen“, so Brunner, der die neue Landesliga als sehr stark einschätzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.