OSV-Kapitän Freddy Kaps (l.), der immer am Limit spielte und sich und seinen Körper nie schonte, führte sein Team zum Titelgewinn in der SH-Liga. ·
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OSV-Kapitän Freddy Kaps (l.), der immer am Limit spielte und sich und seinen Körper nie schonte, führte sein Team zum Titelgewinn in der SH-Liga. ·

A-Junioren des Oldenburger SV mischen die SH-Liga auf / Kaps und Bork die Torschützen vom Dienst

Sensations-Titel für den Aufsteiger

OLDENBURG · Das erste Ziel eines Aufsteigers lautet immer: Sicherung des Klassenerhalts. Nicht anders war es bei den A-Junioren des Oldenburger SV, die unter Coach Dieter Ehmann als souveräner Verbandsligameister den Sprung in die SH-Liga schafften. Und dem OSV glückte die Sensation – er wurde Meister. Allerdings unter Trainer Rainer Kofski, der Ehmann nach dessen Rücktritt zum 31. März 2013 in den letzten zwei Monaten vertrat und die Titellorbeeren einheimsen konnte.

Die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Regionalliga, für den sich der OSV-Vorstand nach langer Überlegungszeit entschloss, ist eigentlich die Krönung der fast zweijährigen Arbeit Dieter Ehmanns gewesen. Ohne ihn hätten viele Akteure wohl nie das OSV-Trikot getragen, wäre ein Freddy Kaps nicht von Holstein Kiel oder Christian Matzen vom VfB Lübeck gekommen, und auch ein Daniel Junge, der bereits ein Seniorenjahr hinter sich hat, oder Top-Torwart Thor Arne Höfs wären wohl nicht in Oldenburg gelandet ohne Dieter Ehmann. Vielleicht hätten die Oldenburger aber auch ohne den Trainerwechsel nicht den letzten Kick bekommen, um noch einmal entscheidend durchzustarten.

Und der OSV legte nach den spielfreien Osterferien eine wirklich beeindruckende Serie hin. Elf Spiele, neun Siege, wobei die 1:2-Niederlage in Meldorf unglücklich ausfiel und das 0:1 beim SV Eichede mit einer sogenannten Spaß-Aufstellung absolviert wurde. Eine Woche zuvor war die Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht worden, sodass in dem vorletzten Spiel jeder dort spielen durfte, wo er wollte, na ja.

Im letzten Drittel der Meisterschaft wurde vor allem die direkte Konkurrenz teilweise deutlich bezwungen. Hierzu zählt das 4:0 gegen Schleswig ebenso wie das 7:0 gegen Husum/Rödemis, doch ganz wichtig waren die Auswärtserfolge bei Flensburg 08 (3:1), in Büdelsdorf (3:0) oder auch in Altenholz (3:2).

In dieser Phase der Saison taten sich besonders Rico Bork und Freddy Kaps als Vollstrecker hervor. In den letzten vier Spielen wurde sogar der verletzungsbedingte Ausfall von Freddy Kaps problemlos weggesteckt. Wenn‘s einmal läuft, dann läuft es einfach.

Das konnte man von der Hinrunde noch nicht unbedingt sagen, hier fehlte es noch an der Konstanz. Vor allem auf eigenem Platz quälte sich das Team teilweise ziemlich holprig über die Runden und kam nur zu einem 3:3 gegen Meldorf, gegen Büdelsdorf (2:5) und Groß Grönau (0:2) gab‘s nichts zu holen. So belegte der OSV nach der Hinrunde Platz vier, und es zeichnete sich noch nicht ab, in welche Richtung es gehen sollte.

Allerdings sicherte sich die Elf ein weiteres Mal die Futsal-Landesmeisterschaft, die zur Teilnahme an den ersten Norddeutschen Meisterschaften berechtigte. Hier wurde der OSV guter Vierter.

Das Team war in allen Mannschaftsteilen stark besetzt. Thor Arne Höfs war zwischen den Pfosten eine Bank, in der Innenverteidigung hatte Christian Matzen das Sagen. Mit Henrik Kränzke und Christian Robbes gab es zwei starke Sechser, während der nach der Winterpause erstarkte André Petersen für die kreativen Höhepunkte und Palle Jespersen auf der rechten Seite für Druck sorgten.

Und OSV-Kapitän Freddy Kaps (24 Tore) und Rico Bork (29 Tore), die die Torjägerliste der SH-Liga anführen, waren die Knipser vom Dienst, die teilweise nach Belieben trafen.

Unterm Strich war es eine herausragende Saison, die durch den Aufstieg in die Regionalliga gekrönt wurde. In der neuen Saison ist Rainer Gosch verantwortlich für die A-Junioren und das Abenteuer Regionalliga. - hö

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