Oldenburger SV nach acht Heimspielen ohne Niederlage 1:2 gegen SSV / Kowski vergibt Führung

Sereetz holt „big points“ beim OSV

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Robert Ullrich (l.) kann bei seinem Schussversuch im letzten Moment von Marcel Schröder noch gestört werden. Torwart Marcel Heisler braucht nicht mehr einzugreifen.

OLDENBURG · Nach acht Heimspielen ohne Niederlage erwischte es den Oldenburger SV ausgerechnet gegen den Sereetzer SV, gegen den die Brunner-Elf in den zurückliegenden Jahren in meist engen Spielen häufig punkten konnte. Nun hieß es 1:2 (1:1) nach 90 Minuten Kampffußball auf tiefem Untergrund. „Jetzt waren wir mal dran“, freute sich Gästecoach Heinz Menke über das Ende der Negativserie gegen den OSV. Und noch wichtiger: Der Sereetzer SV unterstrich mit dem Sieg seine Titelambitionen in der Verbandsliga Südost.

Der SSV war von Beginn an heiß, er attackierte früh, machte die Räume eng und suchte den frühen Führungstreffer. Mit Unterstützung der Gastgeber klappte dies auch, denn nach einer verunglückten Abwehraktion von Maik Lindhorst sprang der Ball dem am Fünfer ungedeckten Paul Manthey (5.) vor die Füße, der sich die Chance nicht entgehen ließ und zum 0:1 einschob. Ein bitterer Start für den OSV, der aber antwortete – doch nur mit einem Abseitstor von Dennis Kowski (7.). Ansonsten besaßen Torraumszenen Seltenheitswert.

Auf beiden Seiten hatten die Angreifer auf dem morastigen Untergrund ihre Schwierigkeiten gegen die im Zentrum gut stehenden Abwehrreihen. Christoffer Köhler war im SSV-Strafraum von Paul Manthey und Robert Ullrich gut abgeschirmt, auf der Gegenseite gab es für Verbandsliga-Torjäger Ronny Tetzlaff kein Durchkommen gegen Maik Lindhorst und Marcel Schröder.

Ein einziges Mal klappte es dann doch noch mit einem gefährlichen Pass in den Rücken der Sereetzer Abwehr. Dennis Kowski sah die Lücke, bediente Timo Rosenthal (23.), der Gästetorwart Alexander Ciesler keine Abwehrchance ließ und zum 1:1 vollendete. Auf der Gegenseite gab es auch nur noch einen Aufreger, als Maik Lindhorst mit einem langen Bein gegen Artur Schefer zur Ecke klärte. Die Gäste forderten Strafstoß, für den Unparteiischen war das aber kein Thema.

Im zweiten Spielabschnitt war das Pressing der Sereetzer nicht mehr so ausgeprägt, sodass Dennis Kowski (54.), der mit Jan Brügmann, Maximilian Grimm und Robert Ullrich gleich drei Sereetzer versetzte, die große Möglichkeit hatte, den OSV in Führung zu bringen, doch mit einem schwachen Abschluss Ciesler nicht forderte.

Mit der Einwechslung von Chris Bork und Pascale Janner versuchte OSV-Coach Andreas Brunner einmal frischen Wind in die Angriffsbemühungen zu bringen, doch es war nicht der Tag des OSV, dem es an Durchschlagskraft fehlte. Nicht viel anders verliefen die Angriffsbemühungen der Gäste, die lediglich durch Standards von Daniel Baetge für etwas Unruhe im Strafraum der Gastgeber sorgten.

Als sich auf dem Schauenburger Platz bereits alle Akteure auf ein 1:1 einzustellen schienen, bekam die OSV-Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Andre Brandt klärte unsauber, das Spielgerät kam zu dem ansonsten blassen Ivan Derevjanko (85.) und dieser schob die Lederkugel an OSV-Torwart Marcel Heisler vorbei zum 1:2 ins Netz.

OSV: Heisler – Schön (87. Grapengeter), Schröder, Lindhorst, Brandt – Rosenthal, Petyrek (76. Janner), Prieß, Wölk, Kowski – Köhler (58. Bork).

Beste Spieler: Schön, Rosenthal.

SSV: Ciesler – Grimm, Manthey (73. Boye), Ullrich, Brügmann (75. Goldschmidt) – Ahrens, Schefer, Jahrling, Baetge (87. Pour), Derevjanko – Tetzlaff.

Beste Spieler: Ullrich, Grimm.

Schiedsrichter: Gerhardt (Kieler MTV), in Ordnung.

Tore: 0:1 (5.) Manthey, 1:1 (23.) Rosenthal, 1:2 (85.) Derevjanko. · hö

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