Dreimal Ruland gegen Kaltenkirchen

6:3 – TSV sichert sich Platz zwei

Tim Ruland nimmt Maß und trifft zum 5:2. Insgesamt machte der TSV-Stürmer drei Tore.

Tim Ruland nimmt Maß und trifft zum 5:2. Insgesamt machte der TSV-Stürmer drei Tore.

Von Marcus Christoph

HEILIGENHAFEN • „Neun Punkte und 17 Tore und dann nicht aufsteigen – das wäre bitter“, beschreibt TSV Heiligenhafen-Obmann Helge Panten die Situation der Warderstädter am Ende der Bezirksliga-Aufstiegsrelegation. Mit einem deutlichen 6:3 (3:1)-Heimsieg gegen Fetihspor Kaltenkirchen sicherte sich der TSV wenigstens den zweiten Platz hinter dem SV Steinhorst.

Nur für den Fall, dass ein Verein seine Mannschaft aus dem Bezirk zurückziehen sollte, kämen die Heiligenhafener bekanntlich durch die Hintertür in die Bezirksliga. Nun heißt es also erst einmal abwarten bis zur Arbeitstagung des Verbands am 15. Juni. Dann soll Klarheit herrschen.

Gegen Kaltenkirchen, das mit einem Sieg selber noch  Gruppenzweiter hätte werden können, entwickelte ein munteres Spiel. Beide Teams hatten ihre Stärken ganz klar in der Offensive, während die Abwehrreihen keinen sicheren Eindruck machten.  Den Torreigen eröffnete Tim Ruland, der nach Vorarbeit von Enis Gashi zum 1:0 traf (14.). Überhaupt harmonierte das TSV-Sturmduo gut miteinander. Heiligenhafen machte weiter Dampf und legte durch Gashi ein zweites Tor nach (29.).

Fetihspor kam erst gegen Ende der ersten Halbzeit besser ins Spiel. Torben Günther setzte mit einem Flachschuss, der knapp vorbeiging, das erste Ausrufezeichen (37.), ehe Alexander Baranon mit einem Distanzschuss auf 2:1 verkürzte (38.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff stellte Ruland mit seinem zweiten von insgesamt drei Toren den alten Abstand wieder her.

Aber Kaltenkirchen gab sich nicht geschlagen und schaltete nach der Pause einen Gang rauf. In der 47. Minute nahm sich Daniel Krüger ein Herz und ballerte das Leder aus 20 Metern in den Winkel – 3:2. Die Partie war nun wieder offen. Der TSV drängte auf die Vorentscheidung. Erst hatte Andi Bahr mit einem Pfostenschuss Pech (49.).

Zwei Elfer und drei Platzverweise

Dann war es der eingewechselte Marko Kohlscheen, der nach Freistoßflanke von Gashi das 4:2 markierte (63.). Das gab Sicherheit. Die Partie war praktisch entschieden, der Torhunger der Stürmer aber noch nicht gestillt. Ruland schloss einen Konter zum 5:2 ab (70.). Aber auch auf der Gegenseite gab es noch Tor- szenen. TSV-Keeper Frederik Kohlscheen musste mehrfach mit starken Paraden sein Können unter Beweis stellen. In der 79. Minute parierte er sogar einen von Krüger getretenen Elfer. Der Schütze war zuvor von Bahr gefoult worden. Nur eine Minute später zeigte Referee Tim Freitag erneut auf den ominösen Punkt. Diesmal, gegen Mustafa Büyükpatlak,  blieb Kohlscheen nur zweiter Sieger. In diesem Zusammenhang handelte sich Patrick Jogszys – er hatte das Elferfoul begangen – die Ampelkarte wegen Meckerns ein. Es war der Auftakt mehrerer völlig überflüssiger Platzverweise in der Schlussphase. So gab es noch für Erkan Büyükpatlak und in der Nachspielzeit für Enis Gashi Rote Karten wegen Beleidigungen. Kurz zuvor hatte Gashi noch das 6:3 eingeleitet. Seine Flanke lenkte  Mustafa Büyükpatlak ins Fetihspor-Tor.

„Ein verdienter Sieg“, war TSV-Coach Detlef Berger mit der Leistung seiner Truppe zufrieden.

TSV: F. Kohlscheen – Markmann, Lindhorst, Sachau – Jogszys, Bahr, T. Senger (46. M. Kohlscheen), Ruge (60.  Rathke) – Heinritz – Ruland (73. D. Senger), Gashi. Beste Spieler: Ruland,  Lindhorst, F. Kohlscheen (2. Halbzeit). Schiri: Freitag (Groß Grönau), Probleme in der zweiten Halbzeit. Gelb-Rote Karte: (80.) Jogszys (TSV), Meckern. Rote Karten: (90.) E .Büyükpatlak (Kaltenkirchen); (93.) Gashi (TSV), beide wegen Beleidigungen. Tore: 1:0 (14.) Ruland, 2:0 (29.) Gashi, 2:1 (38.) Baranon, 3:1 (45.) Ruland, 3:2 (47.) Krüger, 4:2 (63.) M. Kohlscheen, 5:2 (70.) Ruland, 5:3 (80./FE) Günther, 6:3 (89./ET) M. Büyükpatlak.

Unabhängig von der Frage, in welcher Liga der TSV in der nächsten Saison spielt, kommen die Personalplanungen voran: Gestern teilte Helge Panten mit, dass nun auch Enis Gashi zugesagt habe, beim TSV zu bleiben. Der Stürmer war beim OSV im Gespräch. Auch Maik Lindhorst werde „zu 95 Prozent“ weiter in Heiligenhafen spielen. „Der Stamm der Mannschaft bleibt erhalten“, so Panten, der zudem weitere Verstärkungen angekündigt hat.

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