SVG besiegt Malente mit 3:2

„Es war ein Sieg der Moral“

Der SVG – hier im Bild Tobias Schreiber (l.) – spielte nach der Pause in weiß-blauen Trikots

Von Sebastian StübenGROSSENBRODE • „Das war ein geiles Spiel“, freute sich der Fußballobmann des SV Großenbrode, Manni Wohnrade, nach dem 3:2 (1:1)-Heimsieg seiner Elf in der Kreisliga-Partie gegen Malente. Auch der zuletzt nicht gerade vom Erfolg verwöhnte Trainer Norbert Wieck war bester Stimmung: „Wir haben den Sieg mehr als verdient. Wir waren  die aktivere Truppe.“

Es brauchte einen Wachrüttler, bis die Großenbroder ins Spiel kamen. Zum Glück für die Grün-Weißen gab es diesen schon in der vierten Minute, als ein Malenter Fernschuss an die Unterlatte des SVG-Tores knallte. Danach übernahm die Sund-Elf das Spiel. Sie hatte Übergewicht im Mittelfeld, ohne aber wirklich gefährlich vors Tor zu kommen.  Die erste SVG-Chance hatte der nach seiner Sperre wieder spielberechtigte Heiko Schumacher, der knapp vorbeiköpfte (16.). Grund zum Jubeln hatten die Gastgeber in der 30. Minute. Wie schon in der Vorwoche gegen Pönitz war es Ulf Seelaff, der mit einem Freistoß aus 20 Metern traf.

Die Freude währte nur zehn Minuten. Nun gab es einen Freistoß auf der anderen Seite. Der Wind hatte stark zugenommen und wehte Richtung Großenbroder Tor. Diesen Umstand machte sich der Malenter Lesch zugute. Er zog einfach ab. Der abgefälschte Schuss erwischte SVG-Keeper Boris Nowaczyk auf dem falschen Fuß – 1:1.

Rückstand   nach Eigentor

Die zweite Halbzeit begann wenig verheißungsvoll für die Gastgeber, die wegen Durchnässung nun in Weiß-Blau  spielten: Als André Grubbe in der 52. Minute klären wollte, traf er Jörg Schaumann unglücklich von hinten, von dem der Ball ins Tor sprang.

Die Großenbroder gaben nicht auf. Sie erspielten sich weiter Chancen, hatten aber auch Glück, dass die Malenter nach einem Fehler von Holger Bötcher nicht das 1:3 erzielten (62.). Beim Versuch, den Ball zu versenken, verletzte sich der Malenter Christian Piel schwer an der Schulter und musste mit Krankenwagen abtransportiert werden – Verdacht auf Schlüsselbeinbruch.

Bis zur 76. Minute musste die Wieck-Elf noch auf den Ausgleich warten. Es war  Schumacher, der aus 25 Metern volley abzog und einnetzte. Großenbrode machte weiter Druck. Der Siegtreffer lag in der Luft. In der 83. Minute passte Schumacher auf Grubbe, der den Ball fast auf der Torauslinie erreichte und aus spitzem Winkel zum umjubelten 3:2 einschob. „Die Disziplin war da“, lobte Norbert Wieck: „Die Schlüssel zum Erfolg waren Wille und Leistungsbereitschaft.“ Der Sieg vor den vielen heimischen Zuschauern war wichtig.  Der SVG orientiert sich in der Liga wieder langsam nach oben.

SVG: Nowaczyk – Bötcher, Seelaff, Schaumann (65. Weber) – B. Schreiber, Metzner, Just (85. Scheel), Grubbe, Schwarz – T. Schreiber, Schumacher. Beste Spieler: Schumacher, T. Schreiber, Grubbe, Seelaff. Schiri: Blumenstein (Harmsdorf), gut. Tore: 1:0 (30.) Seelaff, 1:1 (40.) Lesch, 1:2 (ET/52.) Schaumann, 2:2 (76.) Schumacher, 3:2 (83.) Grubbe.

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