Elf vom Sund hat beim 3:0-Sieg die Nase vorn

Großenbrode schlägt Heringsdorf

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SVH-Akteur Yohannes Hadish (l.) versucht, den Ball an Philipp Neuenfeldt vorbeizulegen.

GROSSENBRODE -nn- Der SV Großenbrode besiegte gestern Nachmittag im Nachbarschaftsduell den SV Heringsdorf mit 3:0 (0:0). Der Sieg ist deswegen nicht unverdient, weil es dem SVG gelang, den Ball dreimal im Heringsdorfer Gehäuse unterzubringen – und Tore entscheiden Spiele. In diesem Unterfangen hatte man bei den Grün-Weißen dem SVH die Nase voraus.

Die erste Hälfte verlief relativ ausgeglichen, obwohl die Hausherren den Ball öfter in den eigenen Reihen hielten. Großartige Torchancen waren in diesem Durchgang eher Mangelware. Zu erwähnen wäre die Möglichkeit, die Mark Martel auf Heringsdorfer Seite hatte, sein Schuss wurde aber von der vielbeinigen SVG-Abwehr zur Ecke geklärt (15.). Auf der anderen Seite tauchte Sören Suhr frei vor dem SVH-Tor auf, doch Torhüter Eyk Leuchtmann fischte Suhr im letzten Moment den Ball vom Fuß (25.). Mit dem torlosen Remis ging es dann zum Pausentee.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit vermehrten sich auch die Torchancen, die sich der SVH erspielte. Nur, der SVH muss sich ankreiden lassen, dass er aus diesen Möglichkeiten kein Tor machte. In der 46. Minute war Zenawi Eyob frei durch, doch mit einer Glanzparade verhinderte SVG-Torsteher Tim Hoppe einen Torerfolg (46.). Mark Martel setzte den Ball in der 58. Minute ans Außennetz. Einen Freistoß, den der SVH nach einem Foulspiel gegen Martel erhielt, setzte Ali Dahesh per Außenrist in die Mauer (63.). Auch die nächste Riesenmöglichkeit zum Torerfolg hatte erneut Dahesh. Er entschied sich, den Ball wieder mit dem Außenrist an Hoppe vorbeizumogeln, doch Hoppe hielt erneut die Null fest. Hier wäre es eventuell sinnvoller gewesen, Dahesh hätte die Lederkugel mit dem Vollspann auf das Tor gezimmert, oder er hätte es zumindest mit der Pike versucht (67.). Aus dem darauffolgenden SVG-Angriff machten die Hausherren dann das 1:0. Janne Brandt trat einen Freistoß von der rechten Außenbahn in den SVH-Strafraum, Sören Müller-Gerken gab die Kugel per Kopf an Julius Henn weiter, der zum 1:0 (68.) vollendete. Mit einem katastrophalen Rückpass leitete Ali Saleh das 2:0 ein. Saleh spielte den Ball zu kurz im eigenen Strafraum, Sören Suhr erlief sich die Kugel, passte auf den sehr gut postierten Julius Henn, der zum 2:0 einschoss (82.). In der 89. Minute jagte Toni Durante dem Ball energisch nach, er setzte Sören Suhr in Szene, der sich dann aus Nahdistanz die Ecke aussuchen durfte – 3:0 (89.).

„Es war eine sehr gute Schiedsrichterleistung, er hatte das Spiel jederzeit im Griff. Es war ein schwieriges Spiel gegen diese Mannschaft, man muss auch sagen, dass es sich um einen glücklichen Erfolg handelt, den wir errungen haben, da der SVH es nicht geschafft hat, ein Tor zu erzielen“, sagte SVG-Coach Sören Müller-Gerken.

SVH-Trainer Christian Kröger meinte in seinem Statement: „Eine absolut unverdiente Niederlage, die wir heute einstecken mussten. Wir waren das überlegene Team, und die Entscheidung zum Freistoß, aus dem das 1:0 resultierte, war auch absolut falsch. Da war niemals ein Foulspiel zu erkennen. Wenn ich den Schiri heute benoten müsste, würde er von mir kein ‚befriedigend‘ bekommen.“

SVG: Hoppe – Brandt, Köhler, Maas, Fiedler – Henn, T. Schreiber – Metzner, Weilandt, Müller-Gerken – Suhr. Eingew.: E. Reise, Jappe, Neuenfeldt, Durante. Beste Spieler: Henn, Weilandt, Köhler. 

SVH: Leuchtmann – A. Heidari, Ehmann, A. Shaaban, Saleh – Eyob, Hadish, Martel – D. Shiekho, Dahesh, Bereket. Eingew.: Yosefi. Beste Spieler: geschl. Mannschaftsleistung. Schiedsrichter: Albrecht (MTV Ahrensbök), gut. Tore: 1:0 (68.) und 2:0 (82.) Henn, 3:0 (88.) Suhr. 

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