Kapitän Alpaslan Akyavuz (m.) führte den TSV Heiligenhafen zum Aufstieg. ·
+
Kapitän Alpaslan Akyavuz (m.) führte den TSV Heiligenhafen zum Aufstieg. ·

Rückblick: TSV Heiligenhafen hat gegenüber Altenkrempe längeren Atem und sichert sich verdient Platz zwei

Vier Jahre A-Klasse sind genug

HEILIGENHAFEN · Der TSV Heiligenhafen hat in diesem Jahr endlich den Aufstieg in die höchste Spielklasse des Kreises Ostholstein geschafft. In dieser Saison reichte der zweite Platz in der Endabrechnung aus, um nach vierjährigem Dasein in der A-Klasse nun wieder der Kreisliga anzugehören.

In den letzten beiden Spielzeiten hatten die Warderstädter auch jeweils den zweiten Platz am Saisonende inne, da aber in der Saison 2010/11 mit den Mannschaften TSV Neustadt, TSV Lensahn und dem TSV Malente drei und in der Saison 2011/12 mit Strand 08 II und Eutin 08 zwei Mannschaften den Abstieg aus der Verbandsliga Südost in die Kreisliga nicht vermeiden konnten, wurde es nichts mit dem Aufstieg. In dieser Saison lief es dahingehend besser, nur der TSV Malente stand als Absteiger in die Kreisliga Ostholstein fest, sodass in diesem Fall alle Zweitplatzierten der Kreisklassen A bis C in der kommenden Saison eine Klasse höher spielen dürfen.

Nach dem freiwilligen Abgang von Ex-Coach Dirk Zduneck im April 2012 übernahm Klaus Herzog, der zunächst das Traineramt kommissarisch bis zum Ende der Saison 2011/12 übernahm, die Verantwortung für die gerade abgelaufene Spielzeit. Unterstützt wurde er dabei von Jörg Zielinski und Florian Rathke.

Das Auftaktmatch beim Sereetzer SV II wurde mit 5:2 gewonnen, dem folgte ein mageres 1:1 beim TSV Schönwalde. Anschließend gab es ein kampfloses 5:0 gegen die SpVgg. Putlos. In der folgenden Partie beim Harmsdorfer SV stand der Glücksstern dem TSV Pate, denn durch einen umstrittenen Strafstoß in der Nachspielzeit erzielte Christian Heinritz den 3:2-Siegtreffer. Sieben Tage später überraschten die Warderstädter mit ihrer wohl besten Saisonleistung. In der Partie gegen die Sportvereinigung Pönitz zeigte das gesamte Team Leidenschaft pur und siegte mit 3:1. Damit hatte der Topfavorit auf den Titel seine einzige Saisonniederlage hinnehmen müssen.

Bei der BSG Eutin kassierten die Warderstädter mit dem 2:3 nicht nur die erste Niederlage, sondern ebenfalls die erste und glücklicherweise einzige Rote Karte (Dietmar Weber) der gesamten Spielzeit. Die nachfolgenden Nachbarschaftsduelle gegen Großenbrode (1:0) und Gremersdorf (3:1) konnte das Team ebenfalls siegreich gestalten. Beim SV Dissau reichte es nur zu einem Remis (2:2), und beim Auswärtsspiel in Altenkrempe wurde man mit 1:4 in die Schranken gewiesen. Dann startete der TSV eine Serie mit sechs Siegen in Folge, ehe es im letzten Spiel des vergangenen Jahres nur zu einem glücklichen 2:2 gegen das Kellerkind aus Harmsdorf reichte.

Die Rückrunde begann mit dem Auswärtsspiel in Pönitz, das die Herzog-Elf nach einer frühen 1:0-Führung (2., Heinritz) und einer umstrittenen Elfmeterentscheidung zu Gunsten der Gastgeber mit 1:2 verlor. Mit dem gleichen Ergebnis mussten sich die Warderstädter dem SV Dissau beugen. Die einzige Heimniederlage der Saison war perfekt und der SV Dissau war das einzige Team, gegen das der TSV keines seiner beiden Saisonspiele gewinnen konnte.

Aus den folgenden acht Spielen holten die Warderstädter die Maximalausbeute von 24 Punkten. In der vorletzten Partie zeigte die Herzog-Truppe dann doch Nerven. Mit einem Punktgewinn beim Bosauer SV hätte man sich den zweiten Platz sichern können, doch an diesem Tage klappte nichts und man verlor mit 0:2. Somit hielt sich die Spannung bis zum letzten Spieltag. Bei der SpVgg. Putlos machte die Elf aus der Warderstadt mit einem 3:1-Erfolg den Aufstieg perfekt.

Mit 69 Punkten und einer Tordifferenz von 105:36 beendete der TSV die Saison. Die 105 geschossenen Tore beinhalten zwei 5:0-Wertungen (Putlos und Griebel), die 36 Gegenteffer bedeuten die zweitwenigsten in der A-Klasse. Das ist ein Beleg dafür, dass die Viererkette bei den Heiligenhafenern meistens gut funktionierte. Auch in der Fairness-Tabelle finden sich die Warderstädter im oberen Drittel wieder. Mit einer Roten sowie zwei Gelb-Roten Karten kam die Herzog-Elf auf den fünften Platz.

„Sicherlich gab es auch Dinge, mit denen ich nicht einverstanden war oder die verbesserungswürdig sind. Aber alles in allem bin ich mit dem Gesamtergebnis, dem zweiten Platz und den damit verbundenen Aufstieg, sehr zufrieden“, so Coach Klaus Herzog gegenüber der HP. - nn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.