Verdientes 1:2 gegen Comet Kiel

OSV wartet zu Hause auf zweiten Sieg

OSV-Kapitän Patrick Gütschow (l.), der zwei Mal die Führung auf dem Kopf hatte, besaß in Timo Dommasch (r.) einen hartnäckigen Bewacher.

Von Andreas HöppnerOLDENBURG • Auch wenn der Abstieg aus der Verbandsliga für den Oldenburger SV bereits besiegelt ist, ohne Zielsetzung blieb auch die Partie gegen den SC Comet Kiel nicht.

So sollte der zweite Heimsieg eingefahren werden. Doch hieraus wurde nichts, denn mit 1:2 (0:1) kassierte die Gosch-Elf eine letztendlich verdiente Niederlage, denn bereits im ersten Spielabschnitt hätte der Gast eine höhere Führung herausschießen können (müssen).

Schon vor dem Spiel hatte Comet-Coach Wolfgang Ziesecke von einem „Sechs-Punkte-Spiel“ für seine Elf gesprochen, um dem unsicheren Tabellenplatz 14 – auch der Fünftletzte kann unter Umständen absteigen – fernbleiben zu können. Entsprechend engagiert gingen die Kieler vor nur 51 zahlenden Zuschauern auch zu Werke. Vor allem in der Vorwärtsbewegung waren sie dem OSV klar überlegen. Sie besaßen eine deutlich höhere Antrittsschnelligkeit und waren im Zweikampfverhalten wesentlich engagierter. So konnten die Gastgeber kaum ein Kopfballduell gewinnen. Gleichwohl offenbarten sie im Defensivverhalten einige Schwächen, da Keeper Paasch einige Male Unsicherheiten zeigte.

Das fiel aber kaum ins Gewicht, da die Gastgeber nur durch einige Standards gefährlich vor das Kieler Tor kamen. So verpasste Patrick Gütschow (11.) nach einem der bekannt weiten Einwürfe von Christian Reise per Kopf nur knapp die Führung, und auch nach einem Freistoß von Sascha Rönnpage (21.), als Paasch den Ball nur nach vorn in den Fünfer abwehren konnte, setzte Gütschow den Abpraller per Kopf neben das Tor. Das war’s auch schon mit der Angriffsherrlichkeit des OSV im ersten Spielabschnitt.

Ganz anders die Cometen, die OSV-Keeper Marcel Heisler, der nach überstandener Verletzung zum ersten Mal nach der Winterpause wieder das Tor hütete, ordentlich beschäftigten. Gleich mehrfach konnte er seine Klasse unter Beweis stellen. So bei einer Fußabwehr gegen Jaeger (6.) oder einer reaktionsschnellen Parade gegen Veselinovic (17.). Einen 20 Meter-Freistoß von Sümnik (24.) klärte Heisler zur Ecke.

„Kleiner“ Christian Reise ganz groß

Ganz groß vor der Pause war auch der kleinste Spieler auf dem Platz: Christian Reise. Er klärte gleich drei Mal für seinen geschlagenen Torwart auf der Torlinie – per Kopf. Gegen Frank (6.), Blazevic (16.) und Veselinovic (27.). Als Retter in höchster Not präsentierte sich zudem noch Dennis Schelling, der einen Schuss von Schwenn (29.) abblockte. Erst im achten Anlauf musste sich die OSV-Abwehr geschlagen geben. Gegen einen trockenen Flachschuss aus 20 Metern, abgegeben von Sümnik (37.), hatte Heisler keine Abwehrchance.

Im zweiten Spielabschnitt schaltete Comet nach dem 0:2 von Blasevic (55.) einen Gang zurück, sodass der OSV die Partie ausgeglichener gestalten konnte. In der Schlussphase hätte die Gosch-Elf hieraus fast noch Kapital geschlagen. Denn mit einem Distanzschuss aus 25 Metern besorgte Mirco Sorge (85.) den Anschlusstreffer und plötzlich witterten die Platzherren ihre Chance auf einen Teilerfolg. Diese kam prompt, doch offenbar war Lars Wulf (87.) zu überrascht, als er freistehend aus acht Metern Torentfernung den Ball neben das Tor setzte.

Während die Gäste ihrem Ziel „Klassenerhalt“ einen großen Schritt nähergekommen sind, hat der Oldenburger SV noch zwei Möglichkeiten, um das Ziel „zweiter Heimsieg“ zu realisieren: gegen den Heider SV (19. Mai) und RW Moisling (9. Juni).

OSV: Heisler – Behrens – Schelling, Wulf – Sorge, S. Rönnpage (58. Kienle), M. Rönnpage (58. Wenn), Nielsen, C. Reise (67. Hasler) – Gerkens, Gütschow. Beste Spieler: Heisler, Schelling, C. Reise (1. Hz.). Schiedsrichter: Massalme (St. Michaelisdonn), gut. Tore: 0:1 (37.) Sümnik, 0:2 (55.) Blasevic, 1:2 (85.) Sorge.

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