Die neuen Teams: SV Fehmarn (Bezirksliga) – Schaumann sieht Hauptproblem in der Motivation

„Wird eine ganz schwere Saison“

Frank Eckhardt (l.) rechnet zu den wichtigen Leistungsträgern des SV Fehmarn.

Von Marcus Christoph BURG  • „Das wird eine ganz schwere Saison“. SV Fehmarn-Trainer Jens-Uwe Schaumann gibt sich vor der sechsten Bezirksliga-Spielzeit der Burger seit ihrem Wiederaufstieg im Jahr 2002 keinen Illusionen hin. Vor allem die Motivation könnte ein Problem werden, meint der Coach.

Hintergrund ist der Umstand, dass der Verband bekantlich für die Spielzeit 2008/09 eine Staffelreform plant. Für die dann neu zu bildende Verbandsliga qualifizieren sich nur die Spitzenteams der hiesigen Bezirksliga. „Vielleicht die ersten fünf“, so Staffelleiter Günter Meins. Genaues lasse sich aber noch nicht sagen, da die Segeberger Mannschaften im nächsten Jahr in eine andere Verbandsliga kommen.

Dass der SVF in Sachen Aufstieg ein Wörtchen mitreden kann, davon geht Schaumann nicht aus. Dafür sei der Kader einfach zu schmal. Mit Sascha Eckhardt konnte der Verein nur einen Neuzugang vermelden. Bleibt also die Herausforderung, sich auch für Spiele zu motivieren, bei denen es um nichts geht. Das könnten viele sein, schließlich ist es letztlich egal, ob man in der Schlusstabelle Sechster oder Letzter wird. Alle Mannschaften, die nicht unter den ersten drei landen, spielen im nächsten Jahr in der Kreisliga.

„Unser Ziel ist, dass wir uns als Mannschaft weiter stabilisieren und mit guten Leistungen auch für Spieler aus dem näheren Umkreis attraktiver werden“, so Schaumann, der hofft, dass der SVF gestärkt aus der kommenden Saison hervorgehen kann und dann im Folgejahr um den Aufstieg zur Verbandsliga mitspielen kann.

Als problematisch betrachtet Schaumann die dünne Personaldecke: „Wir haben etwa 15 Bezirksliga-taugliche Spieler.“ Verletzungspech wäre also verheerend. Hinzu kommt, dass mehrere Leistungsträger auswärts wohnen. Damit diese möglichst oft dabei sein können, hat der Verein seine Heimspiele grundsätzlich auf Sonnabend gelegt. An der Trainingseinheit am Freitagabend hält man aber dennoch fest: „Wir müssen da ja kein Konditionstraining machen“, so Schaumann. Wenn personelle Konstanz gewährleistet ist, dann traut der Burger Trainer seiner Truppe durchaus etwas zu: „Dann sind wir in der Lage, eine Vielzahl von Spielen zu gewinnen und einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen.“

Die Vorbereitungsphase verlief bislang wenig erbaulich. Fast alle Spiele gingen    zum Teil deutlich verloren. Die Dreierkette in der Abwehr hat sich nicht bewährt. Stattdessen wird der SVF zu seinem Vierersystem zurückkehren, gibt Schaumann Auskunft. Dies liegt auch daran, dass der bisherige Spielführer Lutz Konrad nun doch weiter für den SVF spielen kann. Vor Kurzem hatte es noch geheißen, der in Hamburg lebende Defensivmann werde den Burger Verein verlassen, da der Weg aus Hamburg zu weit sei. „Lutz hängt mit Leib und Seele am SV Fehmarn“, erläutert Schaumann. Das sollte Mut machen.

Der Kader

Zugang: Sascha Eckhardt (VfL Lüneburg).

Abgang: Raphael Ackermann (SV Großenbrode).

Tor: Tim Haye (25), Florian Koehn (25).

Abwehr: Lutz Konrad (23), Michael Koppensteiner (25), Ulrich Prange (28), Christian Werner (26), Jürgen Rauert (32), Lars Meißner (21).

Mittelfeld: Alex Huber (22), Viktor Katona (29), Frank Eckhardt (21), Sascha Eckhardt (31), Andre Treimer (25), Fabian Unger (25).

Angriff: Mathias Anders (29), Marco Görl (26), Thomas Warner (22), Patrick Schuwirt (21).

Durchschnittsalter: 25,3.

Trainer: Jens-Uwe Schaumann (38), im dritten Jahr.

Co-Trainer: Wolfgang Brandt (48), im zweiten Jahr.

Betreuer: derzeit vakant.

Fußball-Obmann: Achim Lafrenz (im zweiten Jahr).

Saisonziel: Einstelliger Tabellenplatz.

Favoriten: Wahlstedt, Schackendorf.

Vorbereitung: 2:5 gegen Neustadt, 1:5 gegen Oldenburg, dritter Platz beim Blitzturnier in Großenbrode, Letzter beim Jubiläumsturnier des TSV Westfehmarn. 4. August Kreispokal beim SV Großenbrode.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.