SpVgg. Putlos gegen TSV Gremersdorf auf verlorenem Posten / Nur Kampf und Ali Maazoune zu wenig

Zwei Standards besiegeln das 0:2

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Rune Jaekel (l.) zeigte nach überstandener Verletzung im Dress des TSV Gremersdorf gegen seinen alten Verein, hier mit Daniel Friske (r.), eine ansprechende Leistung.

DANNAU · Für die SpVgg. Putlos, die gestern auf Benny Roski und Philipp Kruse verzichten musste, kann es in der A-Klasse nach dem 0:2 (0:2) im Nachbarschaftsduell gegen den TSV Gremersdorf und in der aktuellen Verfassung nur heißen: Irgendwie Drittletzter werden und mit Ach und Krach den Klassenerhalt schaffen. Mehr scheint derzeit nicht möglich, während TSV-Trainer Dietmar Lübcke seine junge Elf nach sechs Zählern zum Rückrundenstart weiter formen kann.

Die Gastgeber sahen sich von Beginn an in die Defensive gedrängt, denn gegen die vor allem im ersten Spielabschnitt elanvoll vorgetragenen Angriffe der Lübcke-Elf konnte sich die Heimelf nur recht mühevoll zur Wehr setzen. Die Grün-Weißen waren immer einen Tick schneller am Ball, sie gingen größere Wege, sodass sich ihnen im Mittelfeld immer wieder Freiräume boten. So ließ der erste Torschuss von Patrick Eichholz (7.) auch nicht lange auf sich warten. Die Lederkugel strich knapp am Pfosten vorbei. Und einen Schuss von Timo Schulz (19.), abgegeben von der Strafraumgrenze, klärte peter Frank per Kopf zur Ecke.

Und diesen von Alex Pries getretenen Eckstoß nutzte Rune Jaekel (20.) mit einem sehenswerten Kopfball zur Gästeführung. In der Folgezeit blieben die Grün-Weißen weiter am Drücker, dem Angriffsspiel fehlte es aber viel zu häufig an der Präzision, um Torgefährlichkeit zu erzeugen. So musste schließlich eine weitere Standardsituation für den zweiten Treffer herhaltren. Diesmal hatte Alex Pries (36.) von der rechten Angriffsseite aus spitzem Winkel Maß genommen und den bei dieser Aktion unglücklich aussehenden Putlos-Keeper Denis Crone mit einem Schuss ins kurze Eck überlistet.

Beim Gastgeber haderte man in der Halbzeitpause mit einer Entscheidung des Unparteiischen, dessen Pfeife nach einem harten Einsteigen im Strafraum gegen Sven Prieß (16.) stumm geblieben war. Der mögliche Strafstoß, wenn er denn verwandelt worden wäre, hätte das Spiel vielleicht anders verlaufen lassen, doch Elfer hin, Elfer her – Putlos und gelungenes Offensivspiel passt in dieser Saison bislang noch nicht zusammen.

Das änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht, wenngleich Ali Maazoune jetzt öfter das Heft des Handelns in die Hand nahm, nach einem Konter Mehdi Ammar (59.) einsetzte, dessen Schuss aber ungefährlich blieb, und mit eigenen Distanzschüssen (60., 63.) TSV-Keeper Timo Stich zu einer Glanzparade zwang oder den Kasten knapp verfehlte. Doch diese gefühlten zehn hoffnungsvollen Minuten, die Co-Trainer Dirk-Peter Ulrich von einem „Lebenszeichen“ sprechen ließen, waren einfach zu wenig, um einem in der letzten halben Stunde die Konzentration verlierenden Gast in ernsthafte Verlegenheit bringen zu können. Kämpferisch war es in ordnung, doch es reichte eben nicht.

In der Anfangsviertelstunde hatte die Lübcke-Elf durchaus versucht, weiter Druck auszuüben und das alles entscheidende 3:0 zu erzielen, doch im gegnerischen Strafraum blieb das Spiel der Gäste oft zu umständlich und nicht konsequent genug im Abschluss. Bestes Beispiel: Alex Pries (76.) rennt nach einem Konter allein auf Crone zu und will ihn mit einem Heber ganz alt aussehen lassen. Was passiert? Der Ball verhungert und trudelt drei Meter am Kasten vorbei.

Da wurde es dann auch auf der Gremersdorfer Trainerbank ganz laut. Das war Coach Dietmar Lübcke eindeutig zu pomadig. Nach Spielschluss dürfte er die Ruhe aber schnell wiedergefunden haben, denn der gestrige Dreier war über 90 Minuten nie wirklich in Gefahr geraten.

Nach den „Pflichtsiegen“ gegen Harmsdorf und in Putlos stehen nun die „Kürspiele“ gegen BSG Eutin und in Pönitz auf dem Programm. Da gibt es nichts zu verlieren.

Die Putloser haben jetzt hingegen das „Alles-oder-nichts-Spiel“ bei Eutin 08 II vor der Brust. Und da kann man eine Menge verlieren – oder aber ganz wichtige Punkte gewinnen!

Putlos: Crone – A. Roski – Bischoff, Frank – Mess, Albert, Prieß, Liebe, Maazoune – Ammar, D. Friske. Eingew.: Hoppe, T. Friske.

Beste Spieler: Maazoune, Frank.

TSV: Stich – Harms – Möbus, Schwietering – Jaekel, R. Kruse, Schlüter, Eichholz, Pries – A. Kruse, Schulz. Eingew.: Bösherz, Piegenschke, Liebrecht.

Beste Spieler: Eichholz, A. Kruse, Jaekel.

Schiedsrichter: Fabian (Bosauer SV), durchschnittlich.

Tore: 0:1 (20.) Jaekel, 0:2 (36.) Pries. · hö

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