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Biathlon: Doll kündigt Karriereende an - „Entscheide ich Ende des Winters“

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Biathlon: Benedikt Doll könnte schon nach dieser Saison die Waffe an den Nagel hängen.
Biathlon: Benedikt Doll könnte schon nach dieser Saison die Waffe an den Nagel hängen. © picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt

Benedikt Doll könnte seine Laufbahn im Biathlon schon bald beenden. In einem Interview gibt er konkrete Hinweise auf das Ende seiner Karriere. Damit würde der letzte Athlet der Goldenen Generation aufhören.

Kontiolahti - Benedikt Doll geht als neuer Kapitän der deutschen Mannschaft in den Weltcup 2022/23. Es könnte sein letzter sein, das offenbarte er in einem Interview.

„Entweder höre ich nach dieser oder nach der nächsten Saison auf“, sagte der 32-Jährige im Interview mit Eurosport. Einen endgültigen Entschluss habe der Sprint-Weltmeister von 2017 aber noch nicht gefasst: „Das werde ich Ende dieses Winters entscheiden. Aber ich werde ziemlich sicher nicht mehr bei den Olympischen Spielen 2026 mitmachen.“ Das sei zu 90 Prozent sicher.

Doll wurde im August erstmals Vater. Doch nicht nur privat ist er in der neuen Rolle als Vater, auch im deutschen Team ist er inzwischen der erfahrenste Athlet des Weltcupteams. Mit dem Rücktritt von Erik Lesser im Frühjahr ist Doll der letzte Verbliebene der so erfolgreichen Generation um Lesser, Simon Schempp und Arnd Peiffer. Auch Lesser und Peiffer waren während ihrer Laufbahn Väter geworden, die ständige Abwesenheit von der Familie hatte ihnen zugesetzt.

Biathlon: Doll richtet Fokus auf die neue Saison, will in Zukunft aber Abstand vom Biathlon

In die WM-Saison geht er mit veränderter Waffe und zunächst kurzfristigen Zielen. „Ich muss jetzt noch nicht an die WM im Februar denken. Zunächst muss ich mich dafür qualifizieren und das geht nur über gute Ergebnisse in den ersten Weltcups“, betont der Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele von 2018.

Nach seiner Karriere will der passionierte Koch Doll neue Wege gehen und nicht wie zum Beispiel Lesser oder Andreas Birnbacher Trainer werden. „Ich will einfach irgendwas anderes machen, das ist für mich der Hintergrund. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird das nichts mit Biathlon zu tun haben“, erklärte der Schwarzwälder, der an der Hochschule Furtwangen Marketing und Vertrieb studiert hat.

Elektronik, Informatik, das interessiert mich sehr. So die Richtung Smart-Home-Systeme. Das ist wirklich ein Hobby von mir – und etwas, wo ich dann, wie man so schön auf Englisch sagt, einen „Impact“ haben will. Wo ich auch etwas im Kampf gegen den Klimawandel bewirken kann“, sagte Doll.

Quelle: chiemgau24.de

truf mit Material von dpa

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