Qualifikation für den Grand Prix in China

Formel-1-Eklat: Verstappen beschimpft Vettel und Co. - „Das sind solche W****er, ehrlich jetzt“

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Max Verstappen fühlt sich von Vettel und den anderen Fahrern betrogen und rastet aus.

Das hatte sich Max Verstappen ganz anders vorgestellt. Beim Qualifying für den Großen Preis von China fühlt er sich hintergangen und beschimpft daraufhin Sebastian Vettel. 

Shanghai - In China feiert die Formel 1 den 1000. Grand Prix. Doch für Max Verstappen (21) gab es beim besonderen Jubiläum nichts zu feieren. Stattdessen geriet der Red Bull-Pilot außer sich und holte zum verbalen Rundumschlag aus. Dabei beschimpfte er unter anderem Sebastian Vettel und die beiden Renault-Fahrer Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg aufs Übelste.

„Das sind solche Wichser, ehrlich jetzt. Sie vermasseln es einfach. Da will man einfach nett sein und alle versauen es“, schimpfte der Formel-1-Pilot seine Konkurrenten zum Ende des Rennen im Teamfunk. Grund für diesen Ausraster des 21-Jährigen waren die letzten Sekunden des Qualifying in Shanghai. Vor der finalen Runde fuhren alle Piloten zeitgleich aus der Boxengasse und reihten sich für die entscheidende Runde ein. Verstappen lag zu dem Zeitpunkt noch auf Position vier.

Maxc Verstappen war nach dem Qualifying in China sichtlich angefressen.

Der Red Bull-Pilot ließ etwas Raum zu seinem Vordermann, um in der letzten Runde voll durchstarten zu können. Dann aber trat Ferrari-Pilot Sebastian Vettel (31) aufs Gas und zog an Verstappen vorbei. Die Renault-Fahrer Daniel Ricciardo (29) und Nico Hülkenberg (31) taten es ihm gleich und überquerten noch vor dem 21-Jährigen die Ziellinie. Verstappen und die drei Piloten hinter ihm, darunter sein Teamkollege Pierre Gasly, schafften es dagegen nicht mehr rechtzeitig über Start/Ziel.

Verstappen fühlt sich betrogen: „Es ist ein ungeschriebenes Gesetz ...“

Der 21-Jährige kam drei Sekunden zu spät, wurde abgewunken und durfte keine schnelle letzte Runde mehr fahren. Der Red Bull-Pilot ist daraufhin außer sich und wirft Vettel & Co. vor, mit der Aktion ein Gentlemen‘s Agreement gebrochen zu haben. „Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man im letzten Qualifying-Abschnitt hintereinander herfährt“, erklärte Verstappen, nachdem er letztlich auf Platz fünf gelandet war. „Doch Vettel hat mich überholt, auch die beiden Renaults sind vorbeigegangen. Ab jetzt werde ich eben auch ihre Qualifyings versauen“, kündigte der 21-Jährige direkt seine Rache an.

Für Routinier Vettel stellte sich die Situation anders dar. Er berief sich auf sein Team, dass ihm gesagt habe, dass ihm nur ein „Zehn-Sekunden-Puffer“ bliebe. „Also habe ich Gas gegeben“, führte er aus und kritisiert die übrigen Piloten: „Wenn das jeder getan hätte, hätten wir es alle noch über die Linie geschafft.“ Red Bull wirft er vor, ihre Piloten nicht rechtzeitig instruiert zu haben.

Red-Bull-Motorsportdirektor Marko: „Max ist nicht ganz unschuldig“

Gegenüber Blick erklärte Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko außerdem, dass Verstappen zum Ausgang des Rennens ebenfalls seinen Teil beigetragen hat: „An der ganzen Situation ist Max nicht ganz unschuldig. Er versuchte einfach hinter Leclerc zu kommen, um dann auf der heißen Runde dessen Windschatten nutzen zu können.“ Der Plan ist für Verstappen nicht aufgegangen, doch dieses emotionale Qualifying zeigt die Bedeutung des Rennens am Sonntag und verspricht einen spannenden 1000. Grand Prix in China.

Auf tz.de* erfahren Sie, wo und wie Sie den Großen Preis von China live im TV und im Live-Stream sehen können.

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sid/spz  

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