Wimbledon

Vertrag zur Ausrichtung des Wimbledon-Vorturniers in Bad Homburg offiziell unterschrieben

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Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber könnte 2020 ein WTA-Turnier im Bad Homburger Kurpark bestreiten.

Weltklasse-Tennis im Kurpark. Das Stadtparlament stimmt den Plänen für ein WTA-Turnier zu. Nun wurde auch der Vertrag zur Ausrichtung des Turniers in Bad Homburg offiziell unterschrieben.

Update vom Freitag, den 13.09.2019, 20:30 Uhr: Der Vertrag zur Ausrichtung des Wimbledon-Vorturnier ist heute (13.09.2019) unterschrieben worden. Es war letztlich nur nocheine Formalie. 

Damit wurde im Rathaus besiegelt, was das Bad Homburger Parlament schon am Donnerstag (12.09.2019) abgesegnet hatte - die Vereinbarung über die Austragung eines hochkarätigen Damen-Tennisturniers, das als Generalprobe für Wimbledon gilt.

Update vom Donnerstag, den 12.09.2019, 20:50 Uhr: Die Weltklasse der Tennis-Frauen kommt nach Bad Homburg. Mit breiter Mehrheit hat das Stadtparlament den Plänen zugestimmt, ein Turnier der Women’s Tennis Association (WTA) im Kurpark auszutragen. Einzig aus den Reihen der Grünen gab es Gegenstimmen.

Das Turnier, das vom selben Veranstalter wie das legendäre Wimbledon ausgerichtet wird, findet kurz vor dem Saisonhöhepunkt in England statt und dient damit als direkte Vorbereitung auf den Klassiker. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau wird die Veranstaltung, für die noch Extraplätze gebaut werden müssen, die Stadt ca. 250.000 Euro kosten. Das Land Hessen wolle sich demnach mit weiteren 300.000 Euro beteiligen.

Update vom Dienstag, 10.09.2019, 06.28 Uhr: Die Pläne für ein Rasen-Tennisturnier in Bad Homburg werden zunehmend realistischer. Der Magistrat stimmte am Montag für das Projekt, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Für die Umsetzung des angedachten Damen-Turniers müssen nun am Donnerstag auch die Stadtverordneten ihre Zustimmung geben. Die Verträge mit der Profi-Damentennisorganisation WTA könnten den Angaben zufolge schon am Freitag unterschrieben werden.

In Kürze: Fragen und Antworten zum Wimbledon-Vorturnier in Bad Homburg

Das Turnier soll vom 20. bis 27. Juni 2020 mit der dreimaligen Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber als Zugpferd erstmals ausgetragen werden und der Vorbereitung auf Wimbledon dienen. Die Veranstalter des Grand-Slam-Turniers in London würden als Inhaber der Turnier-Lizenz, das Kerber-Management zusammen mit der Agentur Perfect Match des Schweizers Markus Günthardt als Veranstalter fungieren.

Update vom Sonntag, 08.09.2019, 15.48 Uhr: Kerbers Management hat der dpa am Sonntag die Pläne für das WTA-Turnier in Bad Homburg bestätigt. Die Veranstalter des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon würden als Inhaber der Turnier-Lizenz, das Kerber-Management zusammen mit der Agentur Perfect Match des Schweizers Markus Günthardt, auch Direktor des Damen-Turniers in Stuttgart, als Veranstalter fungieren. Man sei nun auf einen positiven Bescheid der Behörden in der nächsten Woche angewiesen, was den Platzbau im Kurpark von Bad Homburg angehe.

WTA-Turnier in Bad Homburg: Stadt muss entscheiden

Update vom Sonntag, 08.09.2019, 13.10 Uhr: Einem Medienbericht zufolge steht die Entscheidung über ein neues Rasen-Tennisturnier in Bad Homburg kurz bevor. Die Verträge mit der Profi-Damentennisorganisation WTA könnten schon am Freitag unterschrieben werden, wie der Bad Homburger Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte. Dem Online-Bericht vom Sonntag zufolge ist Voraussetzung dafür, dass am Montag der Magistrat und am Donnerstag die Stadtverordneten den Plänen zustimmen. 

Das Turnier ist als Vorbereitung auf Wimbledon gedacht, das im nächsten Jahr vom 29. Juni bis 12. Juli ausgetragen wird. Zugpferd der Veranstaltung könnte die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber aus Kiel werden. Doch nicht alle Bad Homburger sind von den Vorhaben begeistert. Denn einige Bürger machen sich Gedanken über die Folgen für den Kurpark, wo das Turnier stattfinden soll, wie fnp.de* berichtet. 

Bad Homburg: WTA-Turnierorganisation für die Stadt

Erstmeldung vom Montag, 15.07.2019, 10.10 Uhr: Bad Homburg – Wimbledon ist zu Ende und in der Kurstadt wartet man ungeduldig auf die Entscheidung, ob Bad Homburg im kommenden Jahr ein Vorbereitungsturnier der Women's Tennis Association (WTA) austragen darf, wie fnp.de* berichtet. Nach einem Arbeitstreffen Ende vergangener Woche in Wimbledon zeigt sich die Magistratsspitze zuversichtlich, den WTA-Zuschlag zu bekommen.

Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Bürgermeister Meinhard Matern (beide CDU) und Kurdirektor Holger Reuter waren, kaum hatten sie nach dem Besuch im russischen Peterhof die Koffer ausgepackt, mit einer städtischen Delegation nach England geflogen. Wie Rathaus-Sprecher Marc Kolbe berichtet, saßen sie dort mit Ex-Profi Jamie Baker zusammen, der nun als "Head of Tennis Relations" in Wimbledon fungiert.

Ebenfalls am Tisch waren der frühere Schweizer Tennis-Profi Markus Günthardt, dessen Turnierorganisation "Perfect Match GmbH" das Event für die Stadt verwirklichen will, und Aljoscha Thron, Manager der deutschen Tennis-Besten Angelique Kerber, der mit im Boot ist. Außerdem der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU). Gemeinsam habe man abseits des Rasens in Wimbledon in "intensiven Gesprächen" versucht auszuloten, ob der Bad Homburger Kurpark geeignet ist für das Vorbereitungsturnier.

Wimbledon hat großes Interesse an WTA-Turnier in Bad Homburg

Und die Zeichen stehen offenbar auf Grün, wie Kolbe vom OB erfahren hat. "Wimbledon hat großes Interesse, dass das Turnier in Bad Homburg stattfindet", so der Sprecher. Die Historie spielt dabei offenbar eine große Rolle: Schließlich war der Homburger Kurpark der Ort, an dem zum ersten Mal auf dem europäischen Kontinent Tennis gespielt wurde.

"Die Partnerschaft steht, und man hat ein gemeinsames Ziel", sagt Kolbe. Es gebe "offene Fragen, aber Grund zur Zuversicht". Konkurrenz von anderen deutschen Clubs gebe es nicht; zwar will auch der LTTC Rot-Weiß ein "Klein-Wimbledon" in Berlin ausrichten, doch das ist eine Woche vor jenem in Bad Homburg. In der fraglichen Woche soll es lediglich im englischen Eastbourne einen Wettbewerb geben, der das Vorbereitungsturnier in Bad Homburg aber nicht in Frage stelle.

Wimbledon: Land Hessen ist mit an Bord – WTA-Turnier bald in Bad Homburg?

Auch beim Thema Finanzierung ist man in Wimbledon weitergekommen: Hieß es bisher, dass die Kurstadt die Kosten für das Turnier tragen müsste, ist nun von einem Finanzierungskonzept die Rede, das in Wimbledon beschlossen worden sei und zu dem auch Innenminister Beuth ein Wörtchen gesagt haben soll. Das Land Hessen zieht mit am selben Strang - es hätte ja auch etwas davon, wenn Homburg in einem Atemzug mit dem berühmten Tennis-Event in London genannt würde.

Zur Erinnerung: Der Ausrichter des Wimbledon-Turniers, der "All England Lawn Tennis and Croquet Club", sucht derzeit nach Partnern, die künftig in der Woche vor dem Wimbledon-Start ein zusätzliches Vorbereitungsturnier ins Leben rufen. Bad Homburg hat sich beworben und sieht darin eine historische Chance. Erhält es die Lizenz, würden vom 20. bis 27. Juni 2020 Stars wie die diesjährige Wimbledon-Siegerin Simona Halep, die US-Spielerin Serena Williams oder auch Angelique Kerber - deren Manager Mitglied im TC Bad Homburg ist - für jedermann live im Bad Homburger Kurpark beim Spielen zu sehen sein.

Bad Homburg: Verein spricht sich mehrheitlich für das WTA-Turnier in der Kurstadt aus

Der TC-Vorstandsvorsitzende Uwe Eyles geht davon aus, bis Ende Juli zu wissen, ob Bad Homburg den Zuschlag bekommt. Der Bad Homburger Verein hatte sich auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mehrheitlich dafür ausgesprochen, das WTA-Turnier zu wollen, wie fnp.de* berichtet. Auf seinen Plätzen im Kurpark würde die Weltspitze dann spielen. Für Wimbledon müsste der mittlere der drei TC-Sandplätze in einen Rasenplatz umgewandelt werden - und das dauerhaft. "Wenn wir die Lizenz erhalten und das Turnier gut läuft, wird es in Bad Homburg für mindestens drei bis fünf Jahre verankert sein", glaubt Eyles.

Damit das Gras Zeit hat zu wachsen, würde der "Center Court" schon im September aufgeschüttet. Auch Homburger Tennisspieler dürften den Rasenplatz dann benutzen. Dafür müsste der TC aber auch die anderen beiden Sandplätze opfern - für die Tribünen. Vom Frühjahr an würde die Anlage eingezäunt - "mitten in die Blickachse der Sala Thai", räumt Eyles ein. Doch das werde nur provisorisch geschehen. Und die heimischen Tennisspieler sollen Sand-Ersatzplätze auf dem Dach des Casino-Parkhauses erhalten. Das habe die Stadt dem Verein zugesagt.

Wie fnp.de* berichtet, stellt in der Vox-Fernsehsendung "Die Höhle der Löwen" der Frankfurter Dariusz Salamonowicz ein völlig neues Sportgerät vor. Kann er die Löwen überzeugen?

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