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Kampf um die Cockpits: Schnappt Hülkenberg ausgerechnet Mick Schumacher den Job weg?

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Von: Antonio José Riether

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Die Zukunft von Mick Schumacher ist ungewiss, ausgerechnet Landsmann Nico Hülkenberg steht bei Haas auf der Liste. Teamchef Günther Steiner bestätigte dies sogar.

Kannapolis - Sechs Rennen stehen in der laufenden Formel-1-Saison noch auf dem Programm, ehe ein neuer Weltmeister feststeht. Im kommenden Jahr wird sich einiges ändern, so verlässt etwa der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel die Rennserie. Die Zukunft seines Landsmanns Mick Schumacher ist indes ungewiss. Denn noch ist nicht sicher, für welchen Rennstall der 23-Jährige 2023 an den Start geht – oder ob er überhaupt einen neuen Arbeitgeber findet. Berichten zufolge könnte ihm der dritte deutsche Formel-1-Fahrer Nico Hülkenberg noch in die Parade fahren.

Mick Schumacher: Zukunft bei Haas ungewiss – zuletzt gab es Wechsel-Gerüchte

Wie es mit Schumacher nach seiner zweiten Saison weiter geht, ist noch unklar. Der Sohn von Michael Schumacher stand im Sommer noch auf dem Abstellgleis bei Haas, zeigte dann jedoch teilweise ansprechende Leistungen. Noch ist aber keine Entscheidung über eine Weiterbeschäftigung gefallen, auch weil Teambesitzer Gene Haas einem Bericht des Portals motorsport-total.com nach erst einmal abwarten wolle. Doch die Zeit drängt, auch weil die meisten Teams bereits zwei Cockpits für kommendes Jahr vergeben haben.

Bei Alpine soll Schumacher Gerüchten zufolge auch auf dem Merkzettel stehen, allerdings ist er dort nur einer von mehreren Kandidaten, Pierre Gasly und Jack Doohan gelten aktuell als Favoriten für das Cockpit des Renault-Teams. Ähnliches gilt offenbar auch für Nico Hülkenberg.

Schumacher-Teamchef Günther Steiner: „Nico ist ein Kandidat wie alle anderen“

Dem motorsport-total.com-Bericht nach kursiert der Name Hülkenberg bei zwei Rennställen. So sollen Alpine sowie Schumachers Team Haas den Emmericher auf der Liste haben. Haas-Teamchef Günther Steiner bestätigte kürzlich sogar ein grundsätzliches Interesse am erfahrenen Piloten: „Jeder, der eine Superlizenz hat, steht auf der Liste“, meinte der Südtiroler gegenüber dem Portal. „Nico ist ein Kandidat wie alle anderen, denn er hat eine Superlizenz, er ist schon Formel 1 gefahren und er hat Erfahrung.“

Schnappschuss aus dem Jahr 2016: Mick Schumacher (l.) und Nico Hülkenberg am Hockenheimring.
Schnappschuss aus dem Jahr 2016: Mick Schumacher (l.) und Nico Hülkenberg am Hockenheimring. © Photo-4/imago-images

Die Haas-Verantwortlichen müssen sich nun entscheiden – Schumacher behalten oder austauschen. Der Haas-Pilot zeigte in dieser Saison konstantere Leistungen, doch der Medienhype um seine Person soll Besitzer Gene Haas stören. Dass Steiner und Hülkenberg in der Vergangenheit schon einmal über eine Zusammenarbeit gesprochen hatten, die letztlich nicht zustande kam, könnte man als Minuspunkt für Schumi-Junior verstehen. Zudem wäre der deutsche Haas-Sponsor „1&1“ bei einem Abschied von Schumacher wohl raus, mit Hülkenberg könnte die Zusammenarbeit aber wahrscheinlich weiter fortgesetzt werden.

Hülkenberg „Favorit auf den Sitz“ bei Haas? Letztes festes Cockpit im Jahr 2019

Dem Bericht zufolge gefällt dem Haas-Teamchef offenbar Hülkenbergs ruhige Art, außerdem bewies er oft genug in seiner Rolle als Ersatzfahrer sein Können. „Hulk“, wie er von seinen Fans genannt wird, wird darum vom Portal auto motor und sport als „Favorit auf den Sitz“ beim US-Rennstall bezeichnet.

Hülkenbergs letzte Einsätze liegen nicht allzu lange zurück, erst in dieser Saison sprang er in den ersten beiden Saisonrennen bei Aston Martin für Sebastian Vettel ein und vertrat diesen stets angemessen. Zwar stand er letztmals 2019 bei Renault fest bei einem Formel-1-Team unter Vertrag, dennoch scheint er in guter Verfassung zu sein. Zu den Spekulationen um seine Person hat sich der Familienvater noch nicht geäußert, auf seinen letzten Instagram-Beiträgen sieht der 181-fache Formel-1-Starter allerdings topfit aus. Er könnte also tatsächlich seinen jüngeren Landsmann Schumacher beerben, in den kommenden Wochen dürfte eine Entscheidung fallen. (ajr)

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