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Weltmeister kommt für Weltmeister: Vettel-Nachfolger bei Aston Martin steht fest

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Von: Marius Epp

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Das ging fix: Wenige Tage nach dem Rücktritt von Sebastian Vettel hat Aston Martin einen Nachfolger verpflichtet. Fernando Alonso folgt auf den Heppenheimer.

Silverstone - Fernando Alonso wird im kommenden Jahr als Nachfolger von Sebastian Vettel für Aston Martin in der Formel 1 fahren. Der britische Rennstall gab den Wechsel des mittlerweile 41 Jahre alten Weltmeisters von 2005 und 2006 am Montag bekannt. Alonso bekomme einen Vertrag über mehrere Jahre, hieß es.

Der Spanier fährt in dieser Saison noch für das französische Alpine-Team. „Ich habe noch immer den Hunger und den Ehrgeiz, an der Spitze mitzukämpfen“, betonte er. Alonso wird neben Lance Stroll, Sohn von Teammitbesitzer Lawrence Stroll, fahren. Das Cockpit wird frei, weil Vettel mit 35 Jahren nach dieser Saison seine Karriere beenden wird.

Fernando Alonso ersetzt Vettel bei Aston Martin: Rennstall ist „hocherfreut“

Der Rennstall ist „hocherfreut, Fernandos unglaubliche Erfahrung und brillante Geschwindigkeit“ ins Team zu holen und untermauerte seine Ambitionen, ein „Siegerauto“ in der Formel 1 entwickeln zu wollen. Bislang verlief das Comeback des britischen Rennstalls in der Formel 1 nicht wie gewünscht - einer der Gründe, warum Vettel den Helm an den Nagel legte.

Der Mann links wechselt bald von blau zu grün: Fernando Alonso tritt das Erbe von Sebastian Vettel bei Aston Martin an.
Der Mann links wechselt bald von blau zu grün: Fernando Alonso tritt das Erbe von Sebastian Vettel bei Aston Martin an. © IMAGO/Carl Bingham

„Ich kenne Lawrence und Lance (Stroll, Teambesitzer und Fahrer, Anm. d. Red.) jetzt schon viele Jahre und es ist offensichtlich, dass sie die Ambition haben, in der Formel 1 zu triumphieren“, wird Alonso in der Pressemitteilung zitiert. Der Spanier ist überzeugt, dass kein anderes Team ihm eine größere Vision bieten könne.

Aston Martin: Zahlen sich Strolls Millionen irgendwann aus? Alonso hofft

Auch, wenn diese Worte in Anbetracht der aktuellen Leistungen des Teams ein wenig hochtrabend klingen: Gänzlich unrealistisch sind sie nicht. Bei Aston Martin tut sich viel - vor allem, weil Milliardär Lawrence Stroll beträchtliche Summen investiert.

Für die Entwicklung des 2023er-Autos wurden zahlreiche namhafte Ingenieure von anderen Teams abgeworben, zudem geht im nächsten Jahr die wohl modernste Fabrik der Formel 1 in Silverstone an den Start. Da sich Alonsos fortgeschrittenes Alter offensichtlich nicht auf seine Geschwindigkeit auswirkt, ist es also nicht ausgeschlossen, dass er mit Aston Martin in Zukunft Erfolge feiern kann.

Derweil scheitert Ferrari beim Ungarn-GP ein weiteres Mal an den eigenen Ansprüchen. In der Sommerpause könnten Köpfe rollen. (epp/dpa)

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