Blaue Motorhaube mit einem BMW-LOGO
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BMW und Mini starten einen großen Rückruf: Insgesamt 145.000 Autos sind betroffen, bei denen Brandgefahr besteht. (Symbolbild)

Deutschland und andere Länder betroffen

Rückruf bei BMW: Über 100.000 Autos betroffen - Es besteht Brandgefahr!

  • vonLucas Maier
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Erneut muss BMW einen Rückruf veröffentlichen. Betroffen sind diesmal auch Autos der Marke Mini. Die betroffenen Modelle könnten in Brand geraten.

  • Aktueller Rückruf*: Aufgrund von Brandgefahr werden Autos von BMW und Mini zurückgerufen.
  • Insgesamt sind wohl rund 145.000 Autos betroffen.
  • Betroffene Wagen werden in eine Werkstatt beordert.

Kassel - Es ist nicht der erste Rückruf* bei BMW im Jahr 2020: Der Auto-Hersteller ruft zum Jahresende hin erneut verschiedene Fahrzeug zurück.

Der Grund für den Rückruf scheint schwerwiegend. Betroffene Modelle von BMW und Mini könnten in Brand geraten. Das soll ein Kontrollbesuch in der Werkstatt verhindern.

Der Fehler der zur Gefahr werden kann, liegt bei den betroffenen Autos von BMW und Mini, im Abgasrückführungssystem der betroffenen Fahrzeuge.

Rückruf bei BMW und Mini: System zur Abgasreduzierung betroffen

Es folgt ein technischer Exkurs, um das Problem besser nachvollziehen zu können: Die Abgasrückführung dient dazu, den Schadstoffausstoß zu reduzieren. Direkt hinter dem Ansaugventil sitzt ein weiteres Ventil, welches einen Teil der Abgase umleitet und der (frischen) angesaugten Luft beimischt.

Als direkte Folge daraus ergibt sich eine geringere Sauerstoffkonzentration im Zylinder. Das wiederum senkt die Temperatur im Zylinder und führt zu einem bis zu 70 Prozent geringeren Stickstoffausstoß.

Um den Schadstoffausstoß noch weiter zu reduzieren, werden mittlerweile Kühler verbaut. Diese kühlen die zurückgeführten Abgase. Durch diese Methode kann die Temperatur im Zylinder noch weiter heruntergeregelt werden.

Rückruf bei BMW und Mini: Kühler könnte zu Brand führen

Der Kühler ist einer hohen Hitze von mehreren hundert Grad ausgesetzt. Kommt es hier zu einem Leck, besteht akute Brandgefahr. Genau das ist bei den Autos der Fall, die derzeit von dem Rückruf betroffen sind.

  • Firmenname: BMW - Bayrisches Motoren Werke
  • Branche: Automobilhersteller
  • Gründung: 7. März 1916
  • Umsatz: 104,2 Milliarden EUR (2019)
  • Mitarbeiteranzahl: 133.778 (2019)
  • Firmen-Sitz: München, Bayern, Deutschland

Beim BMW-Konzern mussten bereits öfter Rückrufe wegen eben dieser Brandgefahr veröffentlicht. Mittlerweile sollen insgesamt über 500.000 Autos aus diesem Grund zurückbeordert worden sein. Darüber informiert autozeitung.de mit Verweis auf das Kraftfahrtbundesamtes (KBA).

Rückruf bei BMW und Mini: Aktuell insgesamt 145.000 Autos betroffen

Von dem aktuellen Rückruf sind 145.000 Autos betroffen. Es sind erstmals nicht nur BMW-Modelle von diesem Problem betroffen. Auch Fabrikate aus dem Hause Mini wurden beanstandet. Gebaut wurden die betroffenen Kühler in den Jahren 2016 und 2017.

Sollte Ihr Auto betroffen sein, werden sie von der BMW-Gruppe benachrichtigt. In einer Werkstatt wird überprüft, ob das Auto fehlerhaft ist. Sollte ein Leck gefunden werden, wird der Kühler ausgetauscht, so eine Sprecherin von BMW am Montag (21.012.2020) in München.

Nicht nur in Deutschland erhalten Auto-Besitzer eine Rückrufbenachrichtigung. Auch in Großbritannien und anderen Ländern kommt es zu Rückrufen. (Lucas Maier) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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