Discounter reagiert lange nicht

Lidl-Schock: Absoluter Ekel-Fund in Bolognese - „Niemand möchte das in seinem Essen finden“

Eine Mutter aus England macht in ihrer veganen Nudelsoße eine Horror-Entdeckung. Ihre Kinder sind immer noch traumatisiert. Discounter reagiert erst spät.

  • Eine Mutter (47) aus England kocht für ihre Zwillings-Töchter (20) eine vegane Bolognese mit Zutaten von Lidl.
  • Beim Essen machen die Frauen dann eine schockierende Entdeckung.
  • Der deutsche Discounter-Riese reagiert erst spät auf die Beschwerde.

Shoeburryness/Essex - Eigentlich wollte Polly Wheaton (47) ihren zwei Zwillings-Töchtern Isabelle und Megan (20) nur etwas Leckeres zum Essen kochen. Doch was sie in der veganen Nudelsoße des deutschen Discounter-Riesen Lidl fand, verfolgt die drei Frauen bis heute. Tochter Isabelle ist sogar so traumatisiert, dass sie sich immer noch schwertut, wieder richtig zu essen.

Lidl-Schock: Tochter hat Teller schon fast ganz aufgegessen

Wheaton, eine Nageldesignerin aus dem Nordosten Londons, hatte bei dem deutschen Discounter Lidl ein Glas Nudelsoße und eine Dose stückige Tomaten für eine vegane Bolognese besorgt. Beim Kochen fiel der 47-Jährigen nichts weiter auf und so servierte sie ihren Töchtern die Pasta ohne Bedenken. Als Isabelle bei den letzten Bissen ankam, fiel der 20-Jährigen etwas auf, dass sie bis heute nicht mehr vergessen kann. Zwischen den Tomatenstücken lag ein Teil eines Eidechsenkopfs, so berichtet es die englische Tageszeitung Daily Mirror. Da der Kopf nur Daumennagel groß war, hatte ihn die Mutter wohl beim Kochen übersehen. Die 47-Jährige erzählt: „Es war traumatisierend. Meine Tochter kann immer noch richtig essen nach dem Vorfall.“

Bei der Sache ginge es auch nicht darum, dass wir vegan sind, so die 47-Jährige. „Niemand möchte so etwas in seinem Essen finden, egal ob man Fleisch isst oder nicht.“ Das Mindeste, was der Discounter Lidl hätte tun können, wäre das Produkt zurückzurufen*, meint Wheaton. Der Konzern habe aber lange Zeit gar nicht auf ihre Beschwerden reagiert. „Die Tatsache, dass wir ein exotisches Tier in unserem Essen gefunden haben - inmitten einer globalen Pandemie -, ist sehr schockierend“, sagt die Nageldesignerin. 

Lidl speist Kundin mit Höflichkeitsanruf ab

Der Vorfall ereignete sich bereits Ende Mai und seitdem versucht die zweifache Mutter bei dem deutschen Discounter etwas zu erreichen. „Bisher bekamen wir aber nicht mehr als einen Höflichkeitsanruf als Entschuldigung.“ Lidl erklärte ihr, dass man bereits seit sechs Wochen intensiv nach dem Grund für den Kopf in der Soße suche und dass das Beschwerde-Team weiter daran arbeite. Für Wheaton eine unbefriedigende Antwort. Es gehe hier nicht um eine schlechte Dose gebackene Bohnen, meint die 47-Jährige. Dieser Fall sollte vorrangig behandelt werden. 

Eigentlich kaufe sie auch nicht bei dem deutschen Discounter-Riesen ein, sagt Wheaton, aber während dem Lockdown war dort am wenigsten los. Die 47-Jährige ist sich jetzt aber sicher: Das war das letzte Mal, dass sie dort eingekauft hat. In einem Aldi-Pudding entdeckt eine Kundin einen absoluten Ekelfund. Der Discounter reagiert via Facebook auf den Beitrag der Kundin und den Fund. (tel) * Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

In Deutschland hatte Lidl zuletzt Probleme mit ihrem Fleischlieferanten. Nach den Corona-Fällen bei Tönnies nimmt der Discounter dessen Produkte aus dem Sortiment. Mit einer ganz anderen Idee geht der Discounter-Riese ein ganz akutes Problem an. Nach japanischem Vorbild soll es bald auch in deutschen Lidl-Filialen Senioren-Kassen geben. Lego wurde wegen eines real getreuen Spielzeug-Militärflugzeugs kritisiert. Aktivisten demonstrierten vor Filialen. Nun lenkte das Unternehmen ein.

Die Kritik am Fleisch-Riesen Tönnies reißt nicht ab. Nun wurde ein Video publik, das zeigt, wie Schweine bei einem Zulieferer gequält werden. Außerdem soll es Ratten in einem Kühlhaus geben.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Matthias Balk

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