Küchengerät schadet der Gesundheit

Mehr Chargen betroffen als gedacht! Rückruf von Küchenprodukt - Bedenklich hoher Wert an Krebserregern

Der Rückruf eines beliebten Küchengeräts wurde erweitert. Ein erhöhter Wert an Krebserregern zwingt den Hersteller, das Gerät sofort zurückzurufen.  

  • Rückruf* von Küchengerät wegen bedenklichen Inhaltsstoffen.
  • Es besteht ein potenzielles Gesundheitsrisiko.
  • Der Hersteller hat den Rückruf jetzt auf mehrere Chargen erweitert.

Update vom 12. November, 10.13 Uhr: Die finnische Fiskars Group hat den Rückruf des Produkts „Functional FormTM Löffel“ auf mehrere Chargen erweitert. Betroffen sind nicht nur, wie in der Erstmeldung berichtet, Produkte mit dem Code 1027299, sondern ebenfalls Löffel mit dem Chargencode 200620. Als Erklärung gibt Fiskars an: „Die betreffende Charge wurde hergestellt, bevor der vorherige Fall identifiziert und der Produktionsprozess aktualisiert wurde.“ Die finnische Firma versichert: „Diese Beobachtung betrifft keinen weiteren Artikel aus dem Functional Form Sortiment.“

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Rückruf von Küchenprodukt: Grenzwert an Krebserregern deutlich überschritten

Erstmeldung vom 22. Juli: Eschborn - Eine Rückruf-Aktion in insgesamt elf Bundesländern sorgt aktuell für Aufsehen. Die finnische Fiskars Group fand heraus, dass eines ihrer Produkte den Grenzwert an primär aromatischen Aminen übersteigt. Diese organischen Verbindungen werden laut tierexperimenteller Studien als krebserzeugend angesehen. Der finnische Konzern ruft daher mit sofortiger Wirkung das Produkt „Functional FormTM Löffel“ zurück. Der Kochlöffel kommt mit Lebensmitteln in Kontakt, was zu einem potenziellen Gesundheitsrisiko führt. Erkennbar ist der Kochlöffel vor allem an seiner orangen Noppe unten am Löffel. In der Mitteilung vom 22. Juli 2020 schreibt der Hersteller, es handle sich um alle Produkte, die am 23. Dezember 2019 hergestellt wurden.

Rückruf wegen Gesundheitsrisiko: Küchengerät überschreitet krebserzeugenden Grenzwert

Besitzer der zurückgerufenen Artikel, sollten das Produkt umgehend in das Geschäft zurückbringen, in dem sie den Kochlöffel gekauft haben. Bei dem Rückruf erhalten die Käufer des Produktes eine Rückerstattung sowie einen neuen Kochlöffel aus einem unbedenklichen Produktionszeitraum. Produkte von Fiskars werden unter anderem bei Rewe, Netto oder Real und in diversen Baumärkten wie Obi oder Hornbach verkauft. 

So lässt sich herausfinden, ob das Produkt von dem Rückruf betroffen ist: Auf der Rückseite der Verpackung befindet sich der Chargencode. Betroffen sind alle Produkte mit dem Code: 191223. Sollte die Verpackung bereits entfernt sein, findet sich ebenfalls ein Nachweis auf dem Kochlöffel. Ein Aufdruck auf der Rückseite zeigt die Monats- sowie die Jahreszahl der Produktion. Findet sich hier eine 12 für den Monat und eine 1 und 9 für das Jahr, ist das Produkt von dem Rückruf betroffen und sollte umgehend zurückgeben werden. 

Rückruf von Küchengerät: Gesundheitsrisiko wegen krebserzeugenden Aminen

Bei Rückfragen zu dem aktuellen Rückruf steht der deutsche Konsumentenservice der Fiskars Group zur Verfügung: Telefon: 0800 005 1010 oder service.de(at)fiskars.com. Der finnische Konzern entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten und versichert, der Grenzwert sei lediglich bei der Charge vom 23. Dezember 2019 überschritten. Alle anderen Produkten seinen bedenkenfrei zu nutzen. Betroffen sind die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Schleswig-Holstein. Wenn man an den Sommer denkt, gehört die Eiscreme für viele Leute dazu. In der WDR-Sendung „Der Vorkoster“ wurden verschiedene Varianten einer Eis-Sorte miteinander verglichen.

Bei Aldi wurden Essiggurken zurückgerufen*. Es könnte Glas im Glas sein. (tko) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/picture alliance

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