Rückruf: „Mikrobakteriologische Abweichung“ in Graved Lachs-Produkt des Anbieters MARQUART festgestellt (Symbolbild).
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Rückruf: „Mikrobakteriologische Abweichung“ in Graved Lachs-Produkt des Anbieters MARQUART festgestellt (Symbolbild).

Warnung an alle Kunden

Fisch-Rückruf: Akute Lebensgefahr – diesen Lachs auf keinen Fall essen

Fisch-Rückruf: Die Warnung betrifft einen beliebten Räucher-Lachs der Firma Marquart. Achtung: Bei Verzehr drohen diese schlimme Folgen: 

  • Ein Fisch-Produkt ist von einem Rückruf betroffen.
  • Der Hersteller macht keine genauen Angaben zur Verunreinigung des Lachses.
  • Experten ziehen gefährliche Bakterien der Gattung Listeria in Betracht.
  • In diesem Fall könnte der Lachs für bestimmte Personengruppen lebensgefährlich sein.

Produkt-Rückrufe* sind mittlerweile an der Tagesordnung. Immer dann, wenn fehlerhafte Ware und Lebensmittel in den Verkauf gelangen, schlägt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Alarm. Oftmals handelt es sich lediglich um Qualitätsmängel oder geringfügige Verunreinigungen, doch diesmal wiegt der Fall schwerer: Wie die Firma Marquart GmbH mit Sitz in Pforzheim bekanntgeben hat, sind in einem Fisch-Produkt „mikrobakteriologische Abweichung festgestellt“ worden. Mit dieser Angabe können aber nur wenige Kunden etwas anfangen. Daher schaltet sich jetzt das Verbraucherportal produktrueckrufe.de ein und unterstellt der Firma wichtige Informationen zu unterschlagen! Handelt es sich bei der „Verunreinigung“ um gefährliche Bakterien der Gattung Listeria? In diesem Fall würde beim Verzehr eine Lebensmittelinfektion drohen, die sogar tödlichen enden kann! HEIDELBERG24* klärt nun auf, um welches Produkt es sich handelt und wie sich Kunden verhalten sollen.

Firma Räucherei Marquart GmbH
SitzMühlacker bei Pforzheim
ProdukteLachs, Räucherlachs, Feinkost

Fisch-Rückruf: Lachs aus Baden-Württemberg betroffen – Firma Marquart warnt Kunden

Ihre Sicherheit steht für uns an erster Stelle. Wir rufen daher aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes diesen Artikel zurück“, heißt es auf einem Kundenaushang der Marquart GmbH. Es handelt sich um das Produkt „Graved Lachs, 100 g“:

  • Los-Kennzeichnung: 7527
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 27.10.20

Vom Rückruf des beliebten Räucher-Lachses sind die Bundesländer Baden-Württemberg*, Hessen und Nordrhein-Westfalen betroffen. Alle Lachs-Packungen mit diesen Angaben sind „nicht mehr zu verwenden“, so die Firma Marquart GmbH. Das Fischprodukt ist umgehend zur jeweiligen Verkaufsstelle zurückzubringen. Abschließend verspricht die Firma, dass der Kaufpreis für den Lachs erstattet wird.

Fisch-Rückruf: Verbraucherportal kritisiert Informationspolitik scharf und warnt Kunden

Soweit liegt nichts ungewöhnliches vor; doch das Verbraucherprotal kritisiert die Vorgehensweise von Firma und Behörden mit dem verunreinigten Lachs scharf, denn eine genaue Benennung der sogenannten „mikrobakteriologischen Abweichungfindet nicht statt. Weder in der Mitteilung der Firma noch auf der Behörden-Website lebensmittelwarnung.de, werden nähere Angaben zum verunreinigten Lachs gemacht.

Doch bei „mikrobiologischen Verunreinigungen“ könnte es sich auch um gefährliche Bakterien der Gattung Listeria handelt. In diesem Fall besteht für Kunden, die den Lachs verzehrt haben, akute Gefahr!

Fisch-Rückruf: Ist der betroffene Lachs mit lebensgefährlichen Bakterien verseucht?

Zuletzt sind die sogenannten „Listeria monocytogenes“ in einem Käse von Lidl nachgewiesen worden*. Dabei handelt es sich um ein Bakterium, das bei Menschen eine gefährliche Infektionskrankheit mit schwerwiegenden Folgen auslösen kann.

Besonders bei Schwangeren, Neugeborenen, älteren Menschen oder Personen mit einem geschwächten Immunsystem ist ein schwerer Verlauf der Krankheit „Listeriose“ möglich. Im Klartext heißt das: Eine Infektion durch den Lachs kann zu Blutvergiftungen, Gehirn- oder Gehirnhautentzündung führen sowie sogar tödlich sein! Außerdem besteht durch den Verzehr des verunreinigten Käses bei Schwangeren die Gefahr einer Früh- oder Fehlgeburt

Fisch-Rückruf: So erfahren Kunden von aktuellen Warnungen

Neben den bereits genannten Verbraucherportalen informieren auch Supermärkte und Discounter wie Kaufland* oder Aldi* in den Sozialen Medien über Rückrufe von fehlerhaften Produkten. In besonders schweren Fällen verbreitet auch die Katastrophen-Warnapp KATWARN einen Produkt-Rückruf mittels einer Push-Nachricht direkt auf das Handy der Kunden in Deutschland.

Weitere Produktinformationen über zurückgerufene Lebensmittel oder andere Waren erhalten Kunden auch bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Auf der entsprechenden Website finden Kunden neben aktuellen Produkt-Rückrufen auch eine Datenbank über „gefährliche Produkte in Deutschland“. (esk) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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