Corona-Pandemie

18-Jährige stirbt in Italien nach Impfung mit AstraZeneca

In Italien ist eine neue Diskussion um das Vakzin von AstraZeneca ausgebrochen, nachdem eine junge Frau kurz nach einer Corona-Impfung verstarb.

Genua - Im italienischen Genua ist eine junge Frau nach der Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca verstorben. Wie es heißt, erlitt die 18-jährige Camilla C. aus Sestri Levante eine Sinusvenenthrombose. Die junge Frau war vergangenen Samstag in ein Krankenhaus eingeliefert worden, wo sie aufgrund der Thrombose operiert wurde. Das Mädchen war am 25. Mai bei einer größeren Impfaktion in dem kleinen Ort Sestri Levante mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft worden.

Virus:Coronavirus, COVID-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Vorkommen:Weltweit
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2019

Ob zwischen der Impfung und der Thrombose ein Zusammenhang besteht, ist derzeit noch nicht klar. Das wollen Staatsanwalt Stefano Puppo und der stellvertretende Staatsanwalt Francesco Pinto nun überprüfen. Die Untersuchungen dazu dauern weiterhin an. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung laufen laut Medienberichten derzeit gegen Unbekannt.

Ersten Untersuchungen zufolge soll die 18-Jährige an einer Erbkrankheit gelitten haben, nämlich an einer autoimmunen Thrombozytopenie, bei der es zu einem chronischen Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten) kommt.

Junge Frau stirbt nach Impfung mit AstraZeneca: Bei erster Untersuchung können Ärzte nichts finden

Die Impfung hatte die junge Frau bereits am 25. Mai erhalten, rund anderthalb Wochen später meldete sie sich mit starken Kopfschmerzen und lichtempfindlichen Augen zum ersten Mal in der Notaufnahme eines Krankenhauses. Bei einer Computertomografie konnten allerdings die Ärzte zunächst nichts feststellen und schickten Camilla C. wieder nach Hause.

In Genua ist eine 18-jährige Italienerin nach einer Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca verstorben.

Nur zwei Tage später, am Samstag, 5. Juni 2021, wurde die junge Frau schon wieder in ein Krankenhaus eingeliefert. Bei den neuen Untersuchungen stellten die Ärzte schließlich eine Sinusvenenthrombose fest.

Junge Frau erleidet Sinusvenenthrombose nach Impfung

Der Fall zog inzwischen in Italien so weit Kreise, dass sich Lega-Chef und Ex-Innenminister Matteo Salvini auf Twitter zu dem Todesfall äußerte: „Impfstoffe für Kinder und Jugendliche werden von europäischen Ländern, wissenschaftlichen und medizinischen Zeitschriften nicht empfohlen. Hört auf, keine Scherze über die Gesundheit unserer Kinder und Enkelkinder.“

AstraZeneca wird künftig nur noch Menschen ab 60 Jahren empfohlen, kündigte der für die Impfkampagne zuständige Regierungskommissar Francesco Paolo Figliuolo an.

Erst jüngst verstarb eine dreifache Mutter im britischen Plymouth an einer Sinusvenenthrombose*. Auch sie hatte kurz zuvor eine Injektion mit dem Vakzin von AstraZeneca erhalten. Sehr selten kommt es nach Corona-Impfungen zu Thrombosen. Wie Sie diese schnell erkennen und wie Ärzte die Blutgerinnsel behandeln*, beichtet merkur.de. *kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

(Artikel aktualisiert am 11. Juni um 19:29 Uhr)

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa

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