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Kitesurfer wartet stundenlang auf Hilfe in der Nordsee – dann entdeckt ihn eine Fähre

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Von: Martina Lippl

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Nordsee: Seenotretter retten Kitesurfer von Pegelturm.
Nordsee: Seenotretter retten Kitesurfer von Pegelturm (Symbolfoto). © Die Seenotretter – DGzRS/David Hecker

Fast drei Stunden hält sich ein Kitesurfer auf einem Pegelturm in der Nordsee fest. Dann entdeckte den Mann die Crew einer Fähre.

Norderney – Beim Wind mit der Stärke 5 hatte der Kitesurfer plötzlich erhebliche Probleme bekommen. Der Wassersportler habe sich gerade noch auf einen Pegelturm vor Norderney retten können, berichtet die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Sonntagabend.

Nordsee: Kitesurfer rettet sich auf Pegelturm

Auf dem Pegelturm in der Nordsee musste der Kitesurfer fast drei Stunden lang auf Rettung warten. Die Besatzung einer Fähre entdeckte den sichtlich erschöpften Wassersportler und alarmierte die Seenotrettung.

Zuvor hatte eine Frau den Kitesurfer als vermisst gemeldet. „Sie vermisse einen Kitesurfer, der etwa vier Stunden zuvor vom Weststrand Norderneys gestartet und bisher nicht zurückgekehrt sei, berichtete sie den Wachleitern“, teilt die DGzRS mit. Daraufhin wurden sofort die Seenotretter der dortigen Station alarmiert.

Außerdem habe ein Nautiker der Seenotküstenfunkstelle Fähren im Seegebiet aufgefordert, Ausschau zu halten. Wenig später entdeckte die Crew einer Fähre tatsächlich einen Mann auf einem Pegelturm. Mit Handzeichen habe dieser auf sich aufmerksam gemacht.

Die Seenotretter auf Norderney nahmen demnach sofort mit dem Boot „Emmi“ Kurs auf das etwa zwei Seemeilen südlich des Weststrandes befindliche Bauwerk. 

Vor Ort nahmen sie den sichtlich erschöpften Mann an Bord. Die Seenotretter brachten den zwar ausgelaugten, aber unverletzt gebliebenen Wassersportler sicher an Land.

Kostenlose Sicherheits-App SafeTrx rettet Leben

Die Seenotretter weisen in diesem Zusammenhang noch einmal auf ihre kostenlose Sicherheits-App SafeTrx hin: „Die App zeichnet über das GPS des iPhone oder Smartphone die Route des Wassersportlers auf. Diese kann in der Rettungsleitstelle See der DGzRS im Notfall direkt abgefragt werden. Bei Anruf wird die Position direkt mit an die Rettungsleitstelle See übertragen. Außerdem können in einem Routenplan wichtige Informationen abgefragt werden, so dass auch bei Verlassen des mobilen Abdeckungsbereiches SafeTrx für die Seenotretter in einem Notfall eine wichtige Informationsquelle darstellt.“, heißt es in der Pressemitteilung der Seenotretter. Und weiter: „SafeTrx steht kostenlos zum Download im Apple App Store und im Google Play Store zur Verfügung.“(ml)

Ein Urlauber aus Bayern ist im September vor Juist ertrunken. Er wollte schwimmen und hat offenbar die Strömung der Nordsee unterschätzt.

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