Statistik und Präventionstipps

Täglich passieren in Deutschland 720 Wildunfälle

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Wenn Wild auftaucht, sollte das Fernlicht abgeblendet und gehupt werden. Riskante Ausweichmanöver sollten vermieden werden.

Tagtäglich passieren auf deutschen Straßen rund 720 Wildunfälle, so eine Untersuchung der GDV für das Jahr 2016. Hier gibt‘s Tipps zur Vermeidung eines solchen Zwischenfalls.

Berlin - In Deutschland passieren pro Tag im Schnitt rund 720 Wildunfälle. Im vorigen Jahr wurden den Kfz-Versicherern rund 264.000 solcher Unfälle gemeldet, geht aus der Wildunfall-Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Die Versicherer zahlten für jeden Einzelfall im Schnitt 2580 Euro, wie der Verband am Mittwoch mitteilte. Speziell der Herbst ist die Zeit der Wildunfälle. Die Umstellung auf die Winterzeit birgt Gefahr für Rehe und andere Tiere, wie wir kürzlich berichteten.

Die Versicherer raten Autofahrern, am Rand von Wiesen, Feldern und Wäldern vor allem in der Dämmerung langsamer zu fahren. Wenn Wild auftaucht, sollte das Fernlicht abgeblendet und gehupt werden. Riskante Ausweichmanöver sollten vermieden werden. Der Zusammenprall mit einem anderen Auto oder einem Baum berge in der Regel größere Gefahren als die Kollision mit einem Tier, hieß es.

Dass nicht nur Autos für Deutschlands Wildtiere eine Gefahr darstellen sondern auch Züge, konnte man vor wenigen Tagen feststellen: Am Montag gab es für einen ICE aus München nach Berlin einen unfreiwilligen Stopp, inklusive längerem Stillstand im Nirgendwo.

dpa/pf

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