Das hat einen besonderen Grund

Kult-Puppe mit Schleier: Barbie trägt bald Hidschab

+
Ibtihaj Muhammad zeigt Barbie mit Hidschab.

Der US-Spielzeugriese Mattel bringt erstmals eine muslimisch verschleierte Barbie auf den Markt. Barbie trägt einen muslimischen Hidschab und das hat einen ganz besonderen Grund.

El Segundo - Mit der Puppe würdigt Mattel die Fechterin Ibtihaj Muhammad (31), die im vergangenen Jahr als erste US-Sportlerin mit einem Hidschab-Schleier bei den Olympischen Spielen angetreten war. "Ibtihaj inspiriert Mädchen und Frauen allerorten dazu, sich über Grenzen hinwegzusetzen", erklärte Mattel am Montag (Ortszeit). 

Die neue Barbie solle demonstrieren, "dass Mädchen alles können". Ibtihaj Muhammad freute sich über die Würdigung. "Ich bin so stolz, dass kleine Mädchen nun überall mit einer Barbie spielen können, die sich entschlossen hat, einen Hidschab zu tragen", erklärte die Olympia-Fechterin. 

Mattel veröffentlichte ein Foto, das Ibtihaj Muhammad mit der neuen Barbie-Puppe zeigt. Neben dem Hidschab trägt die Puppe ein klassisches Fechterinnen-Outfit. Sie soll im kommenden Jahr in den Handel kommen.


Für die neue Puppe gehört zu der sogenannten „Sheroes“-Kollektion. Mit den „Sheroe“-Puppen, deren Namen sich aus den englischen Wörtern „she“ (sie) und „hero“ (Held) zusammensetzt, will Mattel eigenen Angaben zufolge weibliche Vorbilder feiern, die Mädchen inspirieren sollen.

Der Hidschab bezeichnet des traditionelle islamische Kopftuch. Es bedeckt Haar, Ohren, Hals und Schultern und lässt das Gesicht frei.

Die nigerianischen Modebloggerin Haneefah Adam kleidet die Barbie schon 2016 mit Kopftuch. Ihre muslimische Barbie sorgte für Aufsehen. 

Olympiasiegerin und Fechterin Ibtihaj Muhammad zeigt die Barbie mit Hidschab.

Ab 1959 machte sie sich auf zu einem Siegeszug um die Welt: die Barbie der US-Firma Mattel. 

Vier Jahre später gab es die Puppe mit den Kurven auf dem deutschen Markt, wie tz.de

* berichtet.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

AFP/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.