Verkauf über das Darknet

Beihilfe zum Drogenhandel: Stuttgarter Ex-Fußball-Profi verurteilt

Drei Angeklagte sollen mit ihren Drogengeschäften über das Internet Millionen gemacht haben. Mit dabei war ein ehemaliger deutscher Nationalspieler.

Landau - Wegen Beihilfe zum Drogenhandel im großen Stil ist ein ehemaliger Fußballprofi des VfB Stuttgart zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Landau sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der 62-Jährige seinem Sohn dabei half, einen der bundesweit größten Drogen-Webshops mit Nachschub zu versorgen. In das Urteil fließt nach Angaben eines Gerichtssprechers eine frühere Verurteilung ein. Die Strafe gegen einen Mitangeklagten wurde nach Angaben des Sprechers ausgesetzt. Diese Möglichkeit sehe das Gesetz unter bestimmten Umständen vor.

Die Ware war nach Darstellung der Ermittler unter dem Schlagwort „Chemical Love“ im Internet und im Darknet verkauft worden, einem abgeschotteten Bereich des Internets. Es war nach Einschätzung der Experten einer der bundesweit größten Drogen-Webshops. Auch Kokain, Haschisch, LSD-Trips und Ecstasy-Pillen sollen verkauft worden sein. Der 62-Jährige wurde für schuldig befunden, seinem Sohn, einem der Haupttäter, in einigen Fällen bei der Einfuhr größerer Mengen Drogen aus den Niederlanden sowie bei Verkauf und Versand geholfen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den 62-Jährigen viereinhalb Jahre Haft und für den Mitangeklagten eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung gefordert. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Sie erklärte auf Anfrage, sie prüfe, ob sie Revision einlege.

dpa

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