Einbruchsserie in Bielefeld

Vier Meter tief gefallen: Raubzug durch Kirchen findet schmerzhaftes Ende

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In Bielefeld wurde ein Serientäter geschnappt, der in Kirchen einbrach (Symbolbild).

Eine Serie von Einbrüchen in mehrere Kirchen fand nun ein schnelles Ende: Bei seinem letzten Raubzug verletzte sich der Einbrecher schwer.

  • Serie von Kirchen-Einbrüchen in Bielefeld
  • Täter verletzt sich schwer
  • Haftbefehl ausgesprochen

Bielefeld – In der Nacht auf Dienstag (16. Juli) ging gegen 2 Uhr ein Notruf bei der Polizei ein. Eine Anwohnerin hatte aus Richtung der Johanniskirche das Klirren einer Scheibe gehört. Vor Ort sahen die Beamten, dass jemand zwei Mülltonnen übereinandergestapelt hatte, um so durch ein Fenster in das Innere der Kirche zu gelangen, wie owl24.de* berichtet

Kirchen-Einbruch in Bielefeld: Täter verletzt

Auf der anderen Seite des Fensters stürzte der Mann (44) jedoch vier Meter in die Tiefe. Dabei verletzte er sich schwer am Bein. Da er nicht mehr laufen konnte, war eine Flucht nicht möglich. Zusammen mit Polizeihund "Charly" trafen kurze Zeit später die Bielefelder Beamten ein. Auf Nachfrage, ob jemand in der Kirche sei, antwortete der Einbrecher nicht. Mit Charlys Hilfe war er jedoch schnell gefunden und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Nicht der erste Einbruch dieser Art in Bielefeld

Der Mann ohne festen Wohnsitz wurde vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde er befragt und gestand die Kirchen-Einbrüche in den letzten Wochen in Bielefeld. Insgesamt vier Vorfälle in Kirchen zwischen dem 11. und 14. Juli sowie ein versuchter Einbruch in eine Gaststätte nahe dem Jahnplatz schreibt die Polizei dem Mann zu.

Gegen den 44-Jährigen wurde noch im Krankenhaus ein Haftbefehl ausgesprochen. Deshalb wurde er in ein Justizkrankenhaus verlegt. Ob der Fall vom 29./30. Juni in der Marienkirche in Bielefeld, über den owl24.de* berichtete, auch auf das Konto des gefassten Mannes geht, ist noch unsicher. In diesem Fall schaltete die Gemeinde die Polizei ein, weil Spendengelder aus dem Opferstock gestohlen wurden.

Für einen Aufschrei innerhalb und außerhalb der Kirche sorgte vor Kurzem ein Priester aus Münster. Er forderte nicht nur Vergebung für Geistliche, die sich an Kindern vergangen haben – er bezeichnete die Vorfälle für die Opfer auch als "nicht so tragisch".

*Owl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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