Neue Bildungssenatorin

Bremen: SPD-Landeschefin Sascha Aulepp wird neue Bildungssenatorin

  • Christian Einfeldt
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Nach dem Rücktritt der Bremer Bildungssenatorin Claudia Bogedan gibt es offenbar eine Nachfolge-Kandidatin: SPD-Landesvorsitzende Sascha Aulepp.

Update vom Montag, 19. April 2021, 17:50 Uhr: Bremen – Die SPD-Landeschefin in Bremen, Sascha Aulepp, soll einem Medienbericht zur Folge neue Bildungssenatorin werden. Laut einem Bericht von „Buten un Binnen“ hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte die Politikerin für den Posten vorgeschlagen.

Politikerin:Claudia Bogedan
Geboren:7. April 1975 (Alter 46 Jahre), Limburg an der Lahn
Partei:Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Amt:Senatorin für Kinder und Bildung im Bremer Senat
Studium:Sozialwissenschaften (in Marburg, Berlin, Aarhus und Bremen)

Sie sei die richtige Kandidatin und verfüge über vielfältige Erfahrung in der Politik. Senatssprecher Christian Dohle bestätigte die Personalie gegenüber „Buten un Binnen“.

Die Bremer SPD-Landesvorsitzende Sascha Aulepp soll auf Vorschlag von Regierungschef Andreas Bovenschulte neue Bildungssenatorin werden.

Claudia Bogedan hatte am vergangenen Freitag überraschend ihr Amtsniederlegung zum Ende des Schuljahres bekannt gegeben. Bogedan will die Geschäftsführung der Hans-Böckler-Stiftung übernehmen.

Bremen: Bildungssenatorin Claudia Bogedan legt ihr Amt nieder

Erstmeldung vom Freitag, 16. April 2021, 11:16 Uhr: Bremen – Der Morgen des 16. Aprils startet in Bremen mit einem überraschenden Paukenschlag: Claudia Bogedan (SPD) verkündet ihren Rücktritt als Bremer Bildungssenatorin. Zum Ende des Schul- und Kitajahres 2020/2021 wird die 46-Jährige ihr Amt niederlegen. Wer die Nachfolge von Bogedan antritt, ist zum aktuellen Stand nicht bekannt. Eine Pressekonferenz, die am heutigen Freitag um 15 Uhr angesetzt ist, soll weitere Fragen rund um Bogedans Rücktritt klären.

Claudia Bogedan (SPD) strebt nach einer beruflichen Veränderung. Auch wenn vor allem die Corona-Pandemie, die in Bremen unter anderem ein Impf-Chaos auslöste, Spuren hinterließ, habe sie ihre Arbeit als Senatorin für Kita und Bildung immer leidenschaftlich gerne gemacht – so die resignierte Bildungssenatorin Bremens in ihrer offiziellen Abschiedsverkündung.

Bogedan wird Geschäftsführerin der Hans-Böckler-Stiftung

Eine neue Herausforderung habe sich allerdings aufgetan, die sich in der Geschäftsführung der Hans-Böckler-Stiftung widerspiegle. Zum 1. September 2021 tritt sie die dortige Leitung an. Während sie sich künftig unter anderem um Themen rund um Forschungs- und Studienförderung kümmert, ist ihre Nachfolge als Bildungssenatorin noch nicht bestimmt.

Sechs Jahre gehörte sie zum festen Ensemble der Bremer Bildungsbehörde, nun wird sie also eine neue Stelle antreten: Die 46-Jährige wird die Geschäftsführerin der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Hier arbeitete sie auch als Leiterin der Forschungsförderung, ehe der damalige Bürgermeister Carsten Sielng (SPD) ihr ein Engagement im Senat nahelegte.

Rücktritt in Bremen: Bildungssenatorin Claudia Bogedan war sechs Jahre lang Teil des Senats

Seit ihrem Start 2015 konzentrierte sich ihre Arbeit vor allem auf den Bereich Kitas sowie vorschulische Bildung. Ihr war es zu verdanken, dass diese Belange, die früher Teil des Sozialressorts waren, in die Bildungsbehörde eingegliedert wurden.

Darüber hinaus konnte sie weitere Erfolge feiern, indem in ihrer Amtszeit der Etat des Bildungshaushalts erstmals die Milliardengrenze erreichte. Der Pandemie zum Trotz, in der Bremen kürzlich die Corona-Notbremse zog, konnten unter anderem neue Kitaplätze und Schulbauten errichtet werden.

Auch dass in Bremen die Digitalisierung im Vergleich zu anderen Bundesländern flächendeckend voranschreitet, ist Teil ihres Verdienstes. Zuletzt sorgte die gebürtige Limburgerin außerdem für hitzige Diskussionen rund um die Corona-Politik im Land Bremen. So beschloss sie unter anderem die Masken- und Testpflicht an Bremens Schulen. Ob ihr Nachfolger ähnliche Erfolge für Bremen verbuchen wird, bleibt abzuwarten.

Rubriklistenbild: © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

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