„National Action“

Britische Polizei nimmt elf mutmaßliche Mitglieder von Neonazi-Gruppe fest

Wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in der verbotenen Neonazi-Gruppe „National Action“ hat die Polizei in Großbritannien elf Männer festgenommen.

London - Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, sollen fünf der Verdächtigten Anschläge geplant haben. Die elf Männer im Alter zwischen 22 und 35 Jahren wurden demnach an unterschiedlichen Orten Englands und Wales' festgenommen. Die National Action wurde im Dezember verboten, sechs Monate nach dem tödlichen Anschlag auf die Labour-Abgeordnete Jo Cox. Die Polizei geht derzeit verstärkt gegen die Gruppe vor. Erst Anfang September nahmen die Ermittler in England vier Männer wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in der Neonazi-Gruppe fest: Auch ihnen wurden Anschlagspläne vorgeworfen, unter den Verdächtigten waren damals auch zwei Soldaten. Das britische Innenministerium hatte das Verbot der National Action im Dezember mit dem "rassistischen, antisemitischen und homophoben" Charakter der Gruppe begründet. Die Gruppe hatte den Mord an der Labour-Abgeordneten Jo Cox kurz vor dem Brexit-Referendum im Juni 2016 begrüßt und den Attentäter gewürdigt. Er hatte vor der Tat regelmäßig Internetseiten von Neonazi-Gruppen besucht.

afp

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