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Corona: Spahn stellt neuen Impf-Plan vor - und spricht über sehr seltene Nebenwirkungen von Astrazeneca

Das Coronavirus breitet sich weiter rasend schnell aus, am Donnerstag informierte Bundesgesundheitsminister Spahn über den bald anstehenden Impfstart in deutschen Arztpraxen.

  • Die Corona-Zahlen steigen in Deutschland weiter an.
  • Am Donnerstag informierte Jens Spahn über den bald anstehenden Impfstart in deutschen Arztpraxen.
  • Ein besonderes Lob bekamen direkt zu Beginn der PK die TV-Stars Joko und Klaas (Siehe Update von 11.03 Uhr)

Update von 12.10 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Vormittag über die bald inkrafttretenden Impfungen in Arztpraxen in Deutschland informiert. Demnach werden die Ärzte in der kommenden Woche insgesamt 940.000 Corona-Impfdosen erhalten. Auch übernächste Woche werde die Zahl knapp eine Million betragen. Ab Ende April sollen in den Praxen dann mehr als drei Millionen Dosen pro Woche verimpft werden. „Es ist noch kein großer Schritt, aber ein wichtiger“, sagte Spahn.

Es würden Strukturen etabliert, „die uns perspektivisch helfen, schneller und mehr zu impfen.“ In den kommenden zwei Wochen sollen die Praxen zunächst den Impfstoff von Biontech bekommen, danach auch das Vakzin von Astrazeneca und noch eine Woche später zusätzlich den Impfstoff von Johnson & Johnson. Moderna solle vorerst ausschließlich in den Impfzentren verimpft werden, sagte Spahn. Bei diesem Vakzin sei es besser, wenn es nur einmal transportiert werde. Zunächst werden nur die Hausärzte in die Impfkampagne einbezogen, später sollen auch Fachärzte und Privatärzte dazukommen.

Besonderes Lob sprach Spahn gleich zu Beginn der PK der TV-Produktion der ProSieben-Moderatoren Joko und Klaas aus. Ihr Beitrag am Mittwoch sei ein wichtiges Zeichen gewesen (Siehe Update von 11.03 Uhr).

Update von 12.10 Uhr: Die Pressekonferenz ist nun beendet.

Update von 11.55 Uhr: Nachdem Horst Seehofer am Vormittag erklärt hatte, sich nicht mit dem Wirkstoff von Astrazeneca impfen lassen zu wollen, verdeutlicht Jens Spahn, ihn niemals darum gebeten zu haben. Auch Horst Seehofer könne entscheiden, ob er sich mit dem Vakzin impfen lassen wolle oder nicht.

Corona in Deutschland: Wann werden Kinder und Jugendliche geimpft?

Update von 11.50 Uhr: Bundesgesundheitsminister Spahn geht bei der Pressekonferenz auch auf die Impfungen von Kindern ein. Nachdem am Mittwoch gemeldet worden war, dass es erste Fortschritte bei Kindern und Jugendlichen geben würde, sei es jedoch wichtig, dass bis zum Abschluss der Studien gewartet werde. „Sobald die Zulassung da ist, werden wir natürlich schnellst möglich mit dem Impfen von Jugendlichen“. Wann genau das in etwa sein werde, kann bislang noch nicht gesagt werden.

Update von 11.40 Uhr: „Impfen ist der Weg raus, es ist jedoch noch ein längerer Weg“, so Spahn weiter. Auf dem Weg dürfte nicht alles in Frage gestellt werden. Israel habe beispielsweise schon große Teile der Bevölkerung geimpft, trotzdem gelten aktuell noch immer strenge Maßnahmen. Auch Großbritannien sei beim Impfen weit fortgeschritten, auch hier herrsche aktuell noch immer ein Lockdown. „Wir sind in der dritten Welle! Wir sollten jeden impfen, den wir impfen können“, so Spahn weiter.

Corona in Deutschland: Bundesgesundheitsminister Spahn spricht über sehr seltene Nebenwirkungen nach Impfung

Update von 11.30 Uhr: Wieso treten in Deutschland in den letzten beiden Wochen einige schwere Nebenwirkungen nach einer Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca auf, in einigen anderen europäischen Ländern jedoch nicht? Wie Bundesgesundheitsminister Spahn verdeutlicht, werde das Vakzin in Deutschland weiterhin verimpft. Viele andere Länder hätten das Impfen mit dem Vakzin erst einmal ausgesetzt. Aus diesem Grund werden die seltenen Nebenwirkungen in Deutschland registriert, in manch anderen europäischen Ländern jedoch nicht.

Es sei wichtig, bei ersten Symptomen zu handeln. „Es scheint zusammenzuhängen“, verdeutlicht Spahn zwar, doch seien diese Nebenwirkungen sehr sehr selten. Diese Fälle würden dann sofort transparent gemacht und untersucht werden. Nachdem weitere Fälle gemeldet worden waren, sei die Impfempfehlung in Deutschland angepasst worden.

Es gebe in Deutschland etwa 24 bis 25 Millionen Menschen, die über 60 Jahre alt seien. Bundesgesundheitsmininister Spahn betont aus diesem Grund, dass sich viele Menschen finden lassen werden, die den Impfstoff von Astrazeneca annehmen werden. Trotzdem sei ihm klar, dass nicht alles optimal gelaufen sei.

Corona in Deutschland: Impfstart in Arztpraxen steht kurz bevor

Update von 11.15 Uhr: Welche Impfstoffe sollen in den Arztpraxen verimpft werden? Ausschließlich Astrazeneca oder auch Biontech? Bundesgesundheitsminister Spahn erklärt zunächst, dass in den beiden ersten Wochen mit Biontech gestartet werde. Der Grund: nur von diesem Impfstoff gebe es aktuell genug Impfdosen, um alle Arztpraxen versorgen zu können. Danach, ab Kalenderwoche 16, werden den Arztpraxen auch andere Impfstoffe zur Verfügung gestellt. Das Ziel sei, dass jede Impfdosis, die geliefert werde, auch zeitnah verimpft werden soll.

Corona in Deutschland: Jens Spahn spricht auch TV-Projekt von ProSieben an - mit lobenden Worten

Update von 11.03 Uhr: Der Start der Corona-Impfungen in den Arztpraxen steht kurz bevor, in der kommenden Woche werde der nächste Schritt in der Impf-Kampagne gegangen. Trotz der Osterwoche haben für die kommende Woche 35.000 Arztpraxen Impfdosen angefordert. Alle Impfdosen, welche angefordert wurden, sollen auch verimpft werden. Es gebe auch viele Fachärzte, die impfen wollen. Auch diese sollen künftig Teil der Impfkampagne werden. Trotz des Impfstarts in den Arztpraxen sollten bereits vereinbarte Termine in den Impfzentren jedoch nicht abgesagt werden, verdeutlicht Spahn bei der PK weiter.

Bis Ende April soll die Impfkampagne weiter an Fahrt aufnehmen. „Es ist gut, dass die Pflege in Deutschland nun in der Prime-Time läuft. Ich finde es gut, dass dieser Einsatz auch in der Echtzeit nachzuvollziehen ist, im TV. Das zeigt uns, wie wichtig es ist zu sehen, was auf den Intensivstationen geleistet wird“, spricht Spahn bei der PK auch das TV-Projekt der ProSieben-Moderatoren Joko und Klaas an. „Pfleger und Pflegerinnen verdienen unseren Respekt, aber auch bessere Arbeitsbedingungen“. In weiteren Gesprächen sollen diese Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Update von 11 Uhr: Die Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Spahn beginnt.

Zahlen-Anstieg, Astrazeneca-Chaos und Impfstart in Arztpraxen - Spahns Pressekonferenz gleich live

Berlin - Das Coronavirus* sorgt nicht nur seit über einem Jahr für Einschränkungen im Alltag, vielmehr sorgt die aktuelle Impfkampagne in Deutschland für Schlagzeilen. Vor allem das Vakzin des Herstellers Astrazeneca sorgt bei vielen Bürgern für Unsicherheit, wurde die Empfehlung zur Verabreichung nun erneut geändert. Ab April dürfen endlich auch Ärzte in Arztpraxen gegen das Coronavirus* impfen. Am Vormittag informiert aus diesem Grund Bundesgesundheitsminister Spahn in einer Pressekonferenz.

Corona in Deutschland: Bundesgesundheitsminister Spahn informiert in Pressekonferenz

Ab 11 Uhr tritt Bundesgesundheitsminister Spahn gemeinsam mit Vertretern des Gesundheitswesens vor die Presse. Mit dabei ist auch der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen. Die niedergelassenen Ärzte sollen nach Ostern in die Abgabe der Vakzine einbezogen werden.

Eine neue und vermutlich auch herausfordernde Situation für die Mediziner ist durch die Entscheidung von Bund und Ländern entstanden, das Präparat von Astrazeneca in der Regel nicht mehr an Menschen unter 60 abzugeben. Über Ausnahmen von dieser Festlegung soll in den Arztpraxen entschieden werden, denn auch jüngere Menschen dürfen sich freiwillig für den Wirkstoff entscheiden.

Corona in Deutschland: RKI meldet sprunghaften Zahlenanstieg - Mehr als 24.000 Neuinfektionen

Doch nicht nur die Impfungen sorgen aktuell in der Bevölkerung für Gesprächsstoff, die Zahl der Neuinfektionen sorgte am Donnerstag ebenfalls für Aufsehen. Nachdem die Zahl in der vergangenen Woche stetig gestiegen war, verzeichnete das Robert Koch-Institut nun mehr als 24.000 neue Infektionen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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