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Corona: Britische Virus-Mutation in weiterer Gegend Deutschlands festgestellt

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Die aktuellen Corona-Fallzahlen in Deutschland gehen runter. Doch die Mutationen breiten sich aus. Der News-Ticker.

  • Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Mindestens bis zum 14. Februar gilt ein harter Corona-Lockdown*.
  • Corona-Mutanten sind in Niedersachsen auf dem Vormarsch (Update vom 9. Februar, 15.38 Uhr).
  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Dienstagmorgen erstmals eine 7-Tage-Inzidenz von unter 75. Doch bei den Corona-Fallzahlen gibt es Unstimmigkeiten (Update vom 9. Februar, 9.45 Uhr).
  • Auf der Insel Norderney wurde die britische Corona-Variante festgestellt (siehe Update vom 9. Februar, 21 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zur Corona-Pandemie in Deutschland wird ab sofort nicht mehr aktualisiert. Alle aktuellen News finden Sie ab sofort in unserem Nachrichten-Ticker.

Corona in Deutschland: Zahl der Neuinfektionen bleibt auf konstant niedrigem Niveau

Update vom 10. Februar, 9.30 Uhr: Nachdem die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus seit Tagen kontinuierlich sinkt, wurde auch am Mittwoch eine vergleichsweise niedrige Zahl durch das Robert Koch-Institut gemeldet. Wie das RKI am Mittwochmorgen erklärt, wurden insgesamt 8072 Personen in den vergangenen 24 Stunden positiv auf das Coronavirus getestet. In der Statistik enthalten sind auch rund 600 Neuinfektionen aus Nordrhein-Westfalen, die am Montag nicht fristgerecht verarbeitet worden waren und deshalb erst am Mittwoch berücksichtigt wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank erstmals wieder unter 70.

Währenddessen hat das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech mit der Impfstoffproduktion in seiner neuen Produktionsstätte im hessischen Marburg begonnen. Dort werde nun zunächst der mRNA-Wirkstoff hergestellt, von dem eine einzelne Charge für die Produktion von acht Millionen Impfdosen reiche, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Mainz mit. Die hessischen Behörden hatten vor rund vier Wochen die Produktion in einem zuvor gekauften Werk in Marburg genehmigt.

Corona: Britische Virus-Mutation in weiterer Gegend Deutschlands festgestellt

Update vom 9. Februar, 21 Uhr: Auf der ostfriesischen Insel Norderney wurde nun erstmals die britische Corona-Variante B.1.1.7. nachgewiesen. Die Kreisverwaltung teilte mit, dass am Dienstag ein solcher Befund dem Gesundheitsamt des Landkreises Aurich bestätigt wurde. Die Virus-Mutation sei Ende Januar bei einem mittlerweile verstorbenen Mann festgestellt worden. Weitere Hinweise auf die Corona-Variante gebe es aktuell nicht.

Auf der Insel steigen die Corona-Fallzahlen seit einigen Tagen an. Dort leben rund 6000 Einwohner. Die Kreisverwaltung teilte mit, dass Stadt und Landkreis im engen Kontakt stehen, ob weitere Maßnahmen erforderlich seien. Landrat Olaf Meinen und Inselbürgermeister Frank Ulrichs appellierten an die Bewohner Norderneys, sich strikt an Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten.

Update vom 9. Februar, 17.30 Uhr: Bergen die Corona-Impfungen die Gefahr von schweren Nebenwirkungen*? Ein deutscher Virologe klärt nun auf - mit einem markanten Covid-19-Vergleich (siehe Link).

Update vom 9. Februar, 15.38 Uhr: Die Infektionen mit Coronavirus-Varianten in Niedersachsen nehmen zu. Die Mutanten seien „auf dem Vormarsch“, erklärte die Leiterin des Krisenstabs Claudia Schröder, wie tagesschau.de berichtet. „Ganz offensichtlich gibt es eine steigende Tendenz“, sagte Schröder in Hannover. Insgesamt sei der Anteil noch gering.

Corona-Mutanten in Niedersachsen auf dem Vormarsch

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gehe davon aus, dass etwa fünf Prozent der Corona-Fälle auf Mutanten zurückgehen. Ein genaues Bild über die Ausbreitung fehle der Landesregierung. Auch ob Niedersachsen stärker als andere Bundesländer betroffen sein könnte. Doch die Fälle häufen sich: Acht Aldi-Mitarbeiter einer Filiale in Niedersachsen haben sich mit Corona infiziert, berichtet Merkur.de*. Ein Fall der britischen Corona-Variation ist auch darunter.

Update vom 9. Februar, 13.03 Uhr: Masken könnten wie Warnwesten in Autos Pflicht werden. Auch ein Bußgeld von 15 Euro sind wohl geplant, berichten Medien. Das Verkehrsministerium erklärte auf dpa-Anfrage, es prüfe, bei der nächsten Änderungsverordnung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) eine „Mitführpflicht“ von zwei Mund-Nasen-Bedeckungen vorzuschlagen. Der ADAC sieht eine „Mitführpflicht“ von Mund-Nase-Bedeckungen auch für die Zeit nach der Corona-Pandemie eher kritisch. 

Corona in Deutschland: Anti-Corona-Demos befeuerten Infektionsgeschehen

Update vom 9. Februar, 12.08 Uhr: Anti-Corona-Demos in Leipzig und in Berlin haben das Coronavirus in Deutschland stark verbreitet. Das zeigt eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW und der Humboldt-Universität Berlin.

Die Forschenden haben dafür das Angebot von Busreisen zu den Demos und das Infektionsgeschehen in den Landkreisen untersucht. Den Angaben nach stieg in diesen Kreisen die 7-Tage-Inzidenz stärker an als in Kreisen, in denen die Busunternehmen keine Reisen anboten. Bis Weihnachten sei die 7-Tage-Inzidenz in den betroffenen Landkreisen um einen Wert von 40 angestiegen.

Die Wissenschaftler schätzen, dass bis Weihnachten zwischen 16.000 und 21.000 Covid-19-Infektionen hätten verhindert werden können, wenn diese beiden großen „Querdenker“-Kundgebungen im November abgesagt worden wären.

Corona in Deutschland: RKI-Fallzahlen von heute falsch

Update vom 9. Februar, 9.54 Uhr: Panne bei den RKI-Fallzahlen. Zu schön um war zu sein. Die Corona-Neuinfektionen am Dienstagmorgen sind extrem niedrig. Erstmals liegt die 7-Tage-Inzidenz unter 75. Doch bei den Corona-Fallzahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) fehlen noch einige aus Nordrhein-Westfalen (NRW).

Auf dem Covid-Dashboard heißt es: „Gestern wurden ca. 600 Fälle aus Nordrhein-Westfalen nicht fristgerecht verarbeitet und werden erst morgen in der Statistik berücksichtigt.“

Also, werden die Corona-Fallzahlen erst am Mittwoch in die Auswertung einfließen. Bislang meldet NRW nur 232 neue Corona-Fälle. Doch auch mit den 600 Corona-Fällen aus NRW liegt die Zahl der Neuinfektionen unter 4.000 (siehe Update vom 8. Februar, 6.42 Uhr). Ob es bei den anderen Bundesländern Meldepannen gegeben hat, ist derzeit nicht ersichtlich. Die meisten Infektionsfälle - 469 - meldet Bayern. Baden-Württemberg meldet zwar 398 neue Coronainfektionen, doch hier gibt das RKI eine 7-Tage-Inzidenz von 59,6 an. Baden-Württemberg ist damit das erste Bundesland mit einer 7-Tage-Inzidenz unter der 60er-Marke.

Update vom 9. Februar, 6.42 Uhr: Die gute Nachricht kommt einen Tag vor den Bund-Länder-Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum weiteren Fahrplan im Lockdown: Erstmals seit mehr als drei Monaten liegt die 7-Tage-Inzidenz laut RKI unter der Schwelle von 75. So wurden binnen einer Woche 72,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an die Gesundheitsämter übermittelt, teilte die Behörde am Dienstagmorgen mit.

Die Zahl sinkt seit mehreren Wochen. Ihren Höchstwert hatte sie am 22. Dezember mit 197,6 Fällen pro 100.000 Einwohner. Unter die Schwelle von 100 war sie vor zwölf Tagen gerutscht. Das politische Ziel ist eine 7-Tage-Inzidenz von langfristig unter 50.

Binnen eines Tages gab es laut dem Lagebericht 3379 Corona-Neuinfektionen sowie 481 neue Todesfälle an oder mit Covid-19. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Eine Altenheim-Mitarbeiterin in Heinsberg nimmt bei einer Besucherin einen Abstrich für einen Corona-Schnelltest.

Corona in Deutschland: Aufnahme-Stopp für Patienten - Krankenhaus unter Quarantäne

Update vom 8. Februar, 21.40 Uhr: Corona-Ausbruch beim Konzern Würth. In einem der vier Logistikzentren des Werkzeug-Handelsriesen Würth ist es zu einem größeren Infektions-Geschehen gekommen. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart bestätigte am Montagabend gegenüber dpa, dass etwa 40 Mitarbeitende positiv auf das Virus getestet wurden. Bei Labor-Untersuchungen sei bei drei Fällen festgestellt worden, dass es sich um die Corona-Mutation handele, die erstmals in Großbritannien auftrat. Man rechne damit, dass in weiteren Proben diese Virus-Variante nachgewiesen wird.

Die Würth-Sprecherin teilte der Heilbronner Stimme mit, dass weitreichende Maßnahmen eingeleitet und rund 1000 Angestellte eines Schnelltests unterzogen worden seien. Die Corona-Fälle hätten sich beinahe komplett auf ein einzelnes Logistikzentrum beschränkt. Der Betrieb könne weiterlaufen.

Update vom 8. Februar, 21.15 Uhr: Die Region Hannover meldete am Montag einen Anstieg von Infektionen mit den Corona-Mutationen. Demnach hätten die Varianten einen signifikanten Anteil am örtlichen Infektions-Geschehen. Das teilte das Gesundheitsamt mit. Von 74 untersuchten positiven Proben sei bei 32 die britische Corona-Variante festgestellt worden. „Wir müssen also annehmen, dass sich der Anteil der Mutationen deutlich im zweistelligen Prozentbereich bewegt“, folgerte Cora Hermenau, Gesundheitsdezernentin der Region Hannover. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind 137 Fälle mit dem Virus B 1.1.7 in digitalen Systemen der Region erfasst.

Franziska Giffey: Familienministerin will verstärkte Corona-Tests an Kitas - Corona-Prämie für Personal

Update vom 8. Februar, 20.30 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) macht Druck. Sie fordert den umfassenden Einsatz von Corona-Tests an Kitas, um deren Wiedereröffnung zu ermöglichen. „Unsere Empfehlung ist hier ganz klar: Mindestens zweimal pro Woche sollte getestet werden“, so die SPD-Politikerin. Sie sprach dabei von einer „Überbrückungsstrategie“ bis Mai, wenn Erzieher:innen mit einem Zugang zu Corona-Impfungen rechnen können. Es bestehe „dringender Handlungsbedarf.“ Mit Blick auf die Bundesländer forderte sie laut afp, eine solche Test-Strategie umzusetzen.

Am Mittwoch findet erneut ein Corona-Gipfel statt. Der Druck auf Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wächst derweil. Die FDP droht sogar mit einer Klage.

Update vom 8. Februar, 18.30 Uhr: Klinik-Mitarbeitende bekommen eine Corona-Prämie. Bis zu 1500 Euro soll bis Ende Juni an besonders belastete Klinik-Beschäftigte ausgezahlt werden. Das hat das sogenannte Corona-Kabinett am Montag in Berlin beschlossen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sprach seine Dankbarkeit für den Einsatz des Personals aus. Doch die Deutsche Krankenhausgesellschaft und ver.di mahnten, dass alle Mitarbeitenden von einer solchen Zahlung profitieren sollten.

Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler führte an, „aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und eine Prämie zu beschließen, die tatsächlich als Anerkennung wahrgenommen wird und alle Beschäftigten mit einschließt“. Auch Angestellte im Rettungsdienst und in der Behindertenhilfe erwarteten eine Anerkennung. Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Krankenhausgesellschaft sagte, die Anerkennung solle gesetzlich so verankert werden, „„dass alle Pflegekräfte im Krankenhaus daran partizipieren“. 

Virologe reagiert beschwichtigend auf Corona-Mutation in Altenheim: Gebe kein Anlass zur Beunruhigung

Update vom 8. Februar, 17.40 Uhr: Aus Sicht des Virologen Andreas Dotzauer ist das Auftreten der Coronavirus-Variante B.1.1.7 nach zwei erfolgten Impfungen bei Altenheim-Bewohnern in Belm, Niedersachsen (siehe vorheriges Update), kein Anlass zur Beunruhigung. Es vergingen nach der ersten Impfung etwa zehn Tage bis schützende Anti-Körper nachgewiesen werden, so Dotzauer. Die zweite Corona-Impfung brauche noch Zeit, bis sich die besonders starken Antikörper gebildet hätten. Neben der Vermeidung von Infektionen sei es ein Ziel, die Symptomatik und Schwere der Krankheitsverläufe stark zu reduzieren, sagte der Laboratoriums für Virusforschung der Universität Bremen am Montag auf dpa-Anfrage. Das sei in dem Altenheim im Landkreis Osnabrücks offenbar der Fall.

Update vom 8. Februar, 16.53 Uhr: Die Corona-Mutationen in einem Altenheim in Belm in Landkreis Osnabrück stellen Mediziner vor ein Rätsel. Bei 14 Senioren war das die britische Corona-Mutation B.1.1.7 nachgewiesen worden (siehe auch Erstmeldung 7. Februar). Zuvor waren am 25. Januar alle Bewohner des Heims zum zweiten Mal mit dem Biontech/Pfizer geimpft worden. Wann sich die Bewohner infiziert haben, konnte die Leitung der Einrichtung laut dpa am Montag nicht sagen. Positiv: Es gebe weiterhin keine schweren Verläufe, heißt es.

Corona-Mutation im Altenheim - Biontech reagiert auf den Vorfall

Biontech reagiert auch auf den Vorfall. Der Impfstoff schütze sieben Tage nach der zweiten Impfung zu 95 Prozent vor der Erkrankung - ersten Analysen nach wohl auch bei B.1.1.7. „Sollten Menschen trotz der Immunisierung an Covid-19 erkranken, ist das Ziel der Impfung, vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen“, hieß es weiter. Dass alle positiv getesteten Bewohner asymptomatische oder leichte Verläufe haben, spreche nach aktuellem Kenntnisstand für die Impfung und die daraus folgenden positiven Effekte. 

Corona-Ausbruch: Klinik in Baden-Württemberg verhängt Aufnahme-Stopp

Update vom 8. Februar, 15.25 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch muss ein ganzes Krankenhaus in Corona-Quarantäne. Die Kliniken Calw (Baden-Württemberg) haben einen Aufnahme-Stopp verhängt. Auch Patienten dürfen die Klinik nicht mehr verlassen, teilt der Klinikverbund Südwest am Sonntagabend mit. Es gilt auch ein Besuchsverbot. Nur die ambulante Notfall- und Erstversorgung bleibe vor Ort bestehen.

53 Mitarbeiter und 10 Patienten wurden bislang positiv auf das Coronavirus getestet. Positive Proben würden im Landesgesundheitsamt Stuttgart auf Mutationen untersucht. Die Behörden sind alarmiert. Mitarbeiter die am Freitag und Samstag im Dienst waren, wurden in eine sogenannte Pendlerquarantäne versetzt. Dürfen sich nur noch zu Hause oder mit einem negativen Test bei der Arbeit aufhalten. Mehr als 250 Ärzte und Pfleger sowie deren Angehörige müssen zu Hause bleiben. Insgesamt sind laut Medienberichten mehr als 600 Menschen betroffen.

Zunächst ist völlig unklar, wie das Virus in die Klinik getragen wurde. Wie der Schwarzwälder Bote berichtet, dürften Besucher seit dem 1. Februar nur mit Maske und einem negativen Corona-Test in das Gebäude. Einige der infizierten Mitarbeiter sollen schon gegen Corona geimpft worden sein - allerdings nur mit der ersten Dosis.

Spahn: Keine neue Impfregelung für Lehrer und Kita-Personal

Update vom 8. Februar, 13.46 Uhr: Eine Priorisierung von Lehrer:innen und Erzieher:innen bei der Corona-Impfung sieht Gesundheitsminister Spahn momentan nicht, heißt es noch am Ende des Presse-Statements. Es habe mehr Ausbrüche in Pflegeheimen als in Schulen gegeben. „Es bleibt eine Diskussion“, so Spahn. Es wäre aber wichtig diese weiterzuführen.

Update vom 8. Februar, 13.26 Uhr: „Die neue Impfordnung tritt heute in Kraft“, betont Spahn vor der Presse in Berlin. Es könnte jetzt zudem auch von der Impfverordnung abgewichen werden, wenn am Abend Impfdosen übrig sind. „Wegwerfen“ sei keine Option. Allerdings müsste dafür eine Systematik gefunden werden. Weitere Details nannte der Minister nicht. Im Hinblick auf die Impfstoffe und Mutationen verweist Spahn auf die Wirksamkeit aller Impfstoffe. „Wirklich schwere Erkrankungen können - Stand 8. Februar mittags - vermieden werden“, sagt Spahn. Eine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff werde es nicht geben.

Corona in Deutschland: Corona-Prämie für Klinik-Mitarbeiter

Update vom 8. Februar, 13.17 Uhr: Es soll eine Prämie für Beschäftigte im Gesundheitswesen geben, kündigt Gesundheitsminister Spahn in einem aktuellen Statement vor der Presse in Berlin an. „1.500 Euro sind steuerfrei möglich“, so Spahn. Der Bund mache Geld - 450 Millionen - für die Krankenhäuser frei.

„Wer möchte, sollte sich gegen Grippe impfen lassen“, empfiehlt Spahn. Die Grippesaison sei bisher außergewöhnlich mild verlaufen. 27 Millionen Impfdosen seien verimpft worden. Impfstoff für die nächste Grippesaison wird jetzt bestellt, teilt Spahn mit. Es würden acht Millionen mehr als sonst bestellt.

Corona in Deutschland: Verwaltungsgericht hebt nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg auf

Update vom 8. Februar, 13.04 Uhr: Ein erstes Gericht hebt die nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg auf. Richter gaben am Montag dem Eilantrag einer Frau aus Tübingen statt. Dem Beschluss zufolge ist die bisher landesweit von 20.00 Uhr bis 05.00 Uhr geltende pauschale Ausgangssperre wegen der erheblich verbesserten Pandemielage nicht mehr angemessen. 

Die Mannheimer Verwaltungsrichter wiesen die Argumentation der Landesregierung zurück, dass eine „verfrühte“ Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen die Gefahr eines erneuten exponentiellen Wachstums des Infektionsgeschehens berge. Diese Darstellung sei zu pauschal und undifferenziert. So setze sie sich nicht damit auseinander, dass gezielte kommunale nächtliche Ausgangssperren in Kreisen mit einem starken Infektionsgeschehen möglich seien.

Corona in Deutschland: Neun Regionen sind noch Superhotspots

Update vom 8. Februar, 10.27 Uhr: Das Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland scheint sich zu bremsen. Doch in einigen Regionen gehen die Fallzahlen kaum runter. Ziel von Bund und Ländern ist es die 7-Tage-Inzidenz unter den 50er-Wert zu drücken. Aber es gibt immer noch Corona-Hotspots.

Am schwersten betroffen ist momentan der Landkreis Tirschenreuth (Bayern) mit einer 7-Tage-Inzidenz von 391,4. Zweiter Hotspot in Bayern ist Wunsiedel im Fichtelgebirge (304,2). Auf Platz 3 liegt momentan der Landkreis Hof mit einem Wert von 282,7.

Über einer 200er-Inzidenz liegt Schmalkalden-Meiningen in Thüringen (277,8), der Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt (265,6), die bayerische Stadt Hof (264,0), Eichsfeld in Thüringen (226,0), Hildburghausen in Thüringen (221,5) sowie der Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern (211,4).

Corona in Deutschland: RKI meldet niedrigsten Wert seit Anfang Oktober

Update vom 8. Februar, 6.45 Uhr: Das RKI* meldet an diesem Montag 4.535 Corona-Neuinfektionen sowie 158 Todesfälle an oder mit Covid-19 binnen eines Tages. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt aktuell 76,0 (Vortag: 75,6). In den vergangenen Wochen war der Wert kontinuierlich gesunken. Die montags und sonntags veröffentlichten Zahlen fallen allerdings in der Regel niedriger aus, da nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten am Wochenende übermitteln. Doch es zeigt sich ein Abwärtstrend: Die Zahl der Neuinfektionen ist der niedrigste Wert seit Monaten, genauer gesagt seit dem 18. Oktober (3.684 Corona-Neuinfektionen).

Corona-Fälle in Deutschland Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich nachweislich 2.288.545 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert, teilt das RKI mit.
Corona-Todesfälle in Deutschland61.675 Menschen starben bislang mit oder an einer Corona-Infektion.
7-Tage-Inzidenz76,0
aktive Corona-FälleIn Deutschland gibt es momentan 185.600 aktive Corona-Fälle

Unterdessen behindert der Wintereinbruch in Teilen Deutschlands auch die Impfungen. So stoppt ein Impfzentrum in Sachsen-Anhalt an diesem Montag seinen Betrieb - wegen der Wetterverhältnisse könne nicht genügend Personal nach Sangerhausen kommen, teilte der Landkreis Mansfeld-Südharz mit. Wer für heute einen Termin vereinbart habe, solle sich für einen neuen Termin in dieser Woche melden.

Corona-Impfung in Deutschland: Spahn will Reihenfolge anpassen

Update vom 7. Februar, 22 Uhr: Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigt eine neue Impfverordnung für diesen Montag an - mit weitreichenden Anpassungen in der Impf-Reihenfolge (siehe Link).

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Corona-Mutationen machen Sorgen

Erstmeldung vom 7. Februar: München/Belm - Südafrika-Variante, Brasilien-Mutation, Briten-Mutante: Die Mutationen des Coronavirus* machen in Deutschland Medizinern, Virologen und Politikern im harten Lockdown erhebliche Sorgen.

Jetzt kam es ausgerechnet in einem Altenheim zu einem Ausbruch der britischen Corona-Variante B.1.1.7. Also dort, wo das Virus besonders gefährlich für die Menschen ist. Und das, obwohl die Bewohner bereits ihre zweite Impfung gegen Covid-19 bekommen hatten.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Ausbruch der britischen Mutation in Altenheim in Niedersachsen

Konkret: In einem Pflegeheim der niedersächsischen Gemeinde Belm nahe Osnabrück sind 14 Bewohner positiv auf die sogenannte britische Variante des Coronavirus getestet worden - obwohl alle Heimbewohner bereits am 25. Januar ihre zweite Immunisierung gegen Corona erhalten hatten.

Das teilte der Landkreis Osnabrück in einer Pressemitteilung an diesem Sonntag mit. Das gesamte Heim, alle Mitarbeiter und deren Familien wurden demnach unter Quarantäne gestellt. Negativ getestete Pflegemitarbeiter dürfen aktuell nur von daheim zum Arbeitsplatz pendeln. Belm liegt rund acht Kilometer nordöstlich der Osnabrücker Innenstadt.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Keine Berichte von schweren Verläufen aus Belm in Niedersachsen

Etwaige Meldungen über schwere Verläufe der Infektionen oder gar Todesfälle gibt es demnach nicht. Das würde heißen, dass der Impfstoff zum Schutz gegen das heimtückische Virus bei dieser Covid-19-Risikogruppe wirkt.

Verfolgen Sie alle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in Deutschland hier im News-Ticker. (pm) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich

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