Pandemie-Vorschriften

Corona-Regeln auf dem Weihnachtsmarkt: Das gilt bei 2G

  • Yannick Hanke
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Bundesweit gibt es einige Weihnachtsmärkte zu besuchen. Die Ministerpräsidenten wollen allerdings den Besuch an eine 2G-Regelung knüpfen.

Bremen/Hamburg/Hannover – Nach einem Jahr Corona-Zwangspause können bundesweit wieder zahlreiche Weihnachtsmärkte veranstaltet werden*. Da jedoch auch der Pandemie Einhalt geboten werden muss und sich das Infektionsgeschehen prekär gestaltet*, gibt es strikte Regeln und Hygienevorschriften. kreiszeitung.de listet auf, was konkret auf den Weihnachtsmärkten beachtet werden muss.

Corona-Regeln auf dem Weihnachtsmarkt 2021: Comeback trotz Covid-19 – doch gelten strenge 2G- oder 3G-Regeln

Auf Glühwein, Feines vom Grill oder süße Naschereien muss 2021 nicht verzichtet werden. Vielerorts laden Weihnachtsmärkte zum geselligen Miteinander ein. Wie lange das noch möglich ist, bleibt offen. Schließlich wird mit politischen Vorgaben zur Bekämpfung der Pandemie auf das gegenwärtige Infektionsgeschehen reagiert und das könnte dann auch die Corona-Regeln auf dem Weihnachtsmarkt mit 3G oder gar 2G betreffen. Bayern hat bereits das Nachsehen und musste seine Christkindlmärkte komplett absagen*. Besser sieht es hingegen im Norden der Republik aus.

Auf Weihnachtsmärkten wie dem auf dem Rathausplatz in Bremen gibt es 2021 hinsichtlich der Corona-Regeln einiges zu beachten. Es wird beispielsweise zwischen 2G- und 3G-Betrieb unterschieden. (Symbolbild)

Weihnachtsmärkte locken in Bremen*, Hamburg und auch Niedersachsen. Wer sich trotz der Pandemie auf eine ausgedehnte Weihnachtsmarkt-Tour begeben möchte, kann zum Beispiel das Angebot vom Lambertimarkt in Oldenburg, dem Schlachtezauber in Bremen oder Santa Pauli auf der Reeperbahn* wahrnehmen. Besucher sollten sich vorab jedoch genau über die dort jeweils geltenden Corona-Regeln informieren.

Corona-Regeln auf den Weihnachtsmärkten in Niedersachsen: Beim Verzehr und in Fahrgeschäften gilt oftmals 2G – Armbändchen als Nachweis

In Niedersachsen sind die Pandemie-Zügel enger zusammengezogen worden. Seit Mittwoch, 24. November 2021, gilt hier eine neue Corona-Verordnung*, welche auch die landesweiten Corona-Regeln auf den Weihnachtsmärkten tangiert. Auf Weihnachtsmärkten wie in der Altstadt von Hannover, Osnabrück, Oldenburg oder Hildesheim wird ausnahmslos auf 2G* für Verzehr und Fahrgeschäfte gesetzt. Vollständig Geimpfte und Genesene erhalten ein Armbändchen, das den entsprechenden Nachweis symbolisiert.

Sollte schwerwiegend gegen die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen verstoßen werden, sind alle Buden zu schließen – so hat es die Stadt Hannover* verkündet. Kollektiv hatten sich die niedersächsischen Oberbürgermeister zuvor für Weihnachtsmärkte mit 2G-Regeln ausgesprochen. Der Grundtenor: das kleinere Übel und besser, als alle Märkte abzusagen.

Deutsches Land:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)
Hauptstadt:Hannover

Für Niedersachsens Weihnachtsmärkte gilt draußen wie drinnen die Maskenpflicht. Nur beim Verzehr von Essen und Trinken darf die Schutzmaske abgenommen werden. Standbetreiber müssen zudem einen Abstand von zwei Metern zueinander einhalten. In Innenräumen sowie in geschlossen Räumen ist die Bewirtung grundsätzlich nicht erlaubt.

Corona-Warnstufen diktieren Pandemie-Regeln auf Niedersachsens Weihnachtsmärkten: Option auf 2G plus als Corona-Regeln auf dem Weihnachtsmarkt gegeben

Bei der ersten Corona-Warnstufe in Niedersachsen* gilt auf Weihnachtsmärkten die bereits erwähnte 2G-Regel. Sobald aber die nächste Corona-Warnstufe* in Kraft tritt, wird auf 2G plus* umgestellt. In diesem Fall müssen sowohl Geimpfte als auch Genesene noch einen aktuellen, negativen Corona-Test vorweisen, um den verschärften Corona-Regeln auf den Weihnachtsmärkten gerecht zu werden.

Derweil wurden auch schon eine Vielzahl an Weihnachtsmärkten in Niedersachsen wieder abgesagt. Hierzu zählen die winterlichen Märkte in Wildeshausen, Quakenbrück, Goslar, Lingen und Sandkrug. Dies wird oft damit begründet, dass vermeidbare Infektionsrisiken umgangen werden sollen. Auch, wenn die Absagen nicht zuletzt aus finanzieller Sicht schwerfallen. Um dennoch ein wenig weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen, kann in Niedersachsen ein Weihnachtshaus mit 60.000 Lichtern* bestaunt werden.

Denn Absagen der Weihnachtsmärkte kommen den Kommunen teuer zu stehen, insofern sie nicht von der Corona-Verordnung* gedeckt sind. Nach NDR-Informationen wären die Städte in solch einer Situation in der Regresspflicht – und würden vom Land keinen Schadensersatz erhalten. Doch gibt es zumindest die Möglichkeit, eine Förderung von Fixkosten nach Maßgaben der Überbrückungshilfe III Plus des Bundes zu beantragen. Das teilte das niedersächsische Wirtschaftsministerium mit.

Corona-Regeln auf Hamburgs Weihnachtsmärkten: Mix aus 2G und 3G – getrennte Bereich in der Gastro

In Hamburg wiederum können Weihnachtsmärkte sowohl unter 2G- als auch 3G-Bedingungen stattfinden*. Nach einem Beschluss vom Hamburger Senat wird 2G jedoch auch auf Bereiche mit erhöhtem Infektionsrisiko verbindlich ausgeweitet. Neben den unzähligen Gastro-Bereichen fallen unter die Corona-Regeln auch die Weihnachtsmärkte der Hansestadt.

Grundsätzlich sind die Märkte in Hamburg unter Einhaltung der Abstands- und Maskenpflicht frei zugänglich. Darüber informiert die Stadt Hamburg auf ihrer Homepage. Doch wird für den Verzehr von Speisen und Getränken ein abgetrennter Bereich eingerichtet, der sich nach dem 2G- oder 3G-Modell richtet.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Gegründet:500 n. Chr.
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Hamburger Weihnachtsmärkte, die ausschließlich auf die 2G-Regel setzen, sind beispielsweise der Wandsbeker Winterzauber, Santa Pauli auf der Reeperbahn sowie der Christgrindelmarkt. Mit einem abgetrennten Bereich mit 2G oder 3G warten wiederum unter anderem der Weihnachtsmarkt in Eimsbüttel, vor dem Rathaus oder in Ottensen auf.

Weihnachtsmarkt und Schlachtezauber in Bremen: Umstellung der Corona-Regeln von 3G auf 2G – Ausschank kann bei zu großem Andrang gestoppt werden

Und auch in Bremen, dem bundesweiten Impf-Spitzenreiter*, kehren 2021 die Weihnachtsmärkte zurück. Ob in Findorff, auf dem Rathausplatz oder an der Schlachte – es kann wieder geschlemmt, getrunken und geshoppt werden. Aufgrund des enormen Infektionsgeschehens, das auch vor Bremen nicht Halt macht*, mussten die Corona-Regeln auf dem Weihnachtsmarkt bereits von 3G auf 2G umgestellt werden.

Stadt in Bremen:Bremen
Fläche:326,7 km²
Höhe:11 m
Bevölkerung:569.352 (2019)
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte
Vorwahl:0421

Das hat zur Folge, dass nur noch Geimpfte und Genese auf die Karussells und vor allem an die Glühwein- und Essensstände dürfen. Dies hatte das Bremer Wirtschaftsressort mitgeteilt. Unabhängig von Corona-Neuinfektionen oder der jeweiligen Sieben-Tage-Inzidenz gilt zudem die allgemeine Maskenpflicht. Nach entsprechendem Nachweis der 2G-Kriterien erhält jeder Besucher ein Band, das bei den Buden, Ständen und Fahrgeschäften vorgezeigt werden muss.

Eine Ausnahme stellen die 16- bis 18-Jährigen dar, bei denen eine Schulbescheinigung für den Erhalt des Bandes ausreicht. Wenn es an den Ausschankständen zu großen Menschenansammlungen kommt, werden Gläser nur noch begrenzt ausgegeben. Natürlich kann es auch sein, dass diese Beschränkung die Ansammlung nicht verhindert. In diesem Fall muss der Ausschank teilweise gestoppt werden, teilt die Stadt Bremen mit. Auflagen, die auf dem Weihnachtsmarkt und dem Schlachtezauber gelten.

Corona-Regeln im Supermarkt und beim Friseur: Was gilt bei Aldi, Lidl und Edeka sowie bei körpernahen Dienstleistungen im Dezember

Während die Corona-Regeln auf dem Weihnachtsmarkt von Bundesland zu Bundesland sehr verschieden sind, können sich die Corona-Regeln im Supermarkt bei Aldi, Lidl und Edeka im Dezember* ebenfalls stark voneinander unterscheiden. Und was genau gilt bei 2G oder 3G an Corona-Regeln im Supermarkt?*

Ähnliches gilt auch für die Verschärfung der Corona-Regeln beim Friseur und weiteren körpernahen Dienstleistungen mit 2G*. Am Ende kommt es in der vorweihnachtlichen Zeit auch darauf an, wie sich das Pandemie-Geschehen entwickelt. Je nachdem kann es zu weiteren drastischen Verschärfungen kommen, bei denen nach Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil abermals die „Schrauben deutlich“ angezogen werden könnten. Bei einer Entspannung könnte hingegen der Glühwein vor Weihnachten 2021 vielleicht doch mit weniger Bedenken auf dem Weihnachtsmarkt genossen werden kann. * kreiszeitung.de, 24hamburg.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Eckhard Stengel/imago images

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