Zu sehen ist eine Frau, die einen vollgepackten Einkaufswagen durch einen Supermarkt schiebt. Um sie herum sind Schilder platziert, di auf die Abstandsregel von 1,5 Metern sowie die Maskenpflicht hinweisen.
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Manche Supermarktketten können in ihren Filialen auf die 2G-Regel setzen. In diesem Fall würden Maskenpflicht und Abstandsregel wegfallen. Doch bleibt sie vielerorts erhalten, da nicht zu viele Kunden außen vor bleiben sollen. (kreiszeitung.de-Montage)

2G-Regel möglich?

Corona-Regeln im Supermarkt: Was mit 2G und 3G bei Aldi, Lidl und Edeka gilt

  • Yannick Hanke
    VonYannick Hanke
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Die Pandemie zwingt die Bundesregierung 2G und 3G bundesweit einzuführen. Welche Corona-Regeln im Supermarkt gelten und was auf Geimpfte und Ungeimpfte zukommt.

Berlin – Die Situation ähnelt der Pandemie-Lage im Winter 2020: Corona-Infektionszahlen gehen in die Höhe, ein Ende ist nicht in Sicht. Deswegen greift die Bundesregierung durch und hat ein neues Infektionsschutzgesetz beschlossen, dessen Rahmenpunkte bereits ab Montag, 22. November 2021, gelten – und in Anbetracht der gegenwärtigen Lage höchstwahrscheinlich auch den Dezember bestimmen werden.

Behörde:Robert Koch-Institut
Hauptsitz:Berlin
Gründung:1. Juli 1891
Staatliche Ebene:Bund
Stellung:selbstständige Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde:Bundesministerium für Gesundheit
Behördenleitung:Präsident: Lothar H. Wieler; Vizepräsident: Lars Schaade
Haushaltsvolumen:108 Millionen Euro (Haushaltsjahr 2020)

Corona-Regeln im Supermarkt: 2G oder 3G bei Aldi, Lidl und Edeka – Maskenpflicht bleibt

Vorneweg zu den Corona-Regeln im Supermarkt und Einzelhandel: Die Geschäfte sollen weiterhin geöffnet haben. Schließungen sind aktuell nicht geplant. In Bundesländern, in denen die Kapazität der Intensivstationen ausgelastet ist, während auch die Inzidenz unaufhaltsam ansteigt, soll zudem auf die 2G- oder 3G-Regel zurückgegriffen werden. Nach wie vor gilt, dass in Supermärkten wie Aldi, Lidl und Edeka sowie Rewe und auch in sonstigen Läden zwingend eine Maske getragen werden muss.

Corona-Regeln im Supermarkt für Ungeimpfte: Mindestabstand und Maskenpflicht ermöglicht Nichtgeimpften den Einkauf

Zudem sollte ausreichend Abstand von Kunde zu Kunde gewährleistet sein. Somit können Ungeimpfte nach derzeitigen Corona-Regeln weiterhin im Supermarkt einkaufen. Gleiches gilt beim Discounter, im Biomarkt und in Drogerie-Filialen sowie in Apotheken, in Tankstellen-Shops und im Getränkemarkt.

Grundversorger wie Supermärkte bieten uneingeschränkt Einlass – Einschränkungen jedoch bei Baumärkten, Möbelhäusern oder in Geschäften des Einzellhandels möglich

Es sind Supermärkte wie Aldi Süd, Aldi Nord, Rewe, Edeka, Hit, Real, Kaufland oder gar der Kiosk um die Ecke, die als Grundversorger gelten. Anders verhält es sich bei Baumärkten, Möbelhäusern oder in Geschäften des Einzellhandels. Bei großen Ketten wie Ikea, H&M oder Obi, die mit ihrem Sortiment nicht als Grundversorger gezählt werden, könnte der Zugang gegebenenfalls beschränkt werden.

Jedoch auch nur dort, wo eine bestimmte Anzahl an Corona-Patienten ins Krankenhaus eingewiesen worden sind. Gilt in den entsprechenden Bundesländern die 2G-Regel, wie sie beispielsweise in Hamburg praktiziert wird*, müssen bei Modehändlern, Schuhgeschäften, Büchereien oder auch kleinen Boutiquen am Eingang zusätzlich zum Impfausweis oder Genesenennachweis auch Ausweisdokumente vorgelegt werden.

Corona-Regeln im Supermarkt: 2G-Regel im Einzelhandel darf in Hessen und Niedersachsen angewendet werden

In Hessen und Niedersachsen darf die 2G-Regel mittlerweile auch im Einzelhandel angewendet werden. Betreiber können in diesem Fall frei darüber entscheiden, ob beispielsweise trotz verschärfter Corona-Regeln im Supermarkt auf die Maskenpflicht sowie die Abstandsregel verzichtet wird. Darüber hatte das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet.

Generell hatten sich bereits einige namhafte Supermarktketten zu der Thematik geäußert, möglicherweise nur noch Geimpfte und Genesene in ihrer Filiale einkaufen zu lassen. Aldi stellt sich dagegen: „Einzelne Kundengruppen vom Einkauf auszuschließen würde grundsätzlich unserem Selbstverständnis des zuverlässigen Grundversorgers widersprechen“, heißt es von einem Sprecher des Discounters.

Und auch Edeka schlägt in dieselbe Kerbe wie Aldi: „Wir wollen auch weiterhin allen Menschen den Einkauf bei Edeka ermöglichen. Daher ist die 2G-Regelung für uns keine Option“. Selbiges gilt für Lidl, das seiner Rolle als „Lebensmitteleinzelhändler, der die Grundversorgung sicherstellt“, aufrechterhalten will.

Große Ketten wie Aldi, Lidl und Edeka lehnen 2G-Regel ab – Umsatzeinbußen wären durch die Corona-Regeln im Supermarkt zu groß

Während ab Mittwoch, 24. November 2021, bundesweit 3G in Bus und Bahn* gelten soll, wird schnell deutlich: Die meisten Lebensmittelkonzerne wie Aldi, Lidl und Edeka positionieren sich gegen die Einführung der 2G-Regel. Die übereinstimmende Begründung zu den verschärften Corona-Regeln im Supermarkt: Ein großer Teil der Kundschaft würde vom Einkaufen ausgeschlossen werden, wodurch massive Umsatzeinbußen drohen.

Darüber hinaus heißt es vom Handelsverband Deutschland (HDE), dass die Kontrollen der Impfpässe letztendlich zu viel Zeit in Anspruch nehmen und auch für lange Schlangen vor den Supermärkten sorgen könnten. Deswegen wird auf die 2G-Regel verzichtet und stattdessen konsequent auf die bereits bekannten Abstands- und Hygieneregelungen sowie die Maskenpflicht gesetzt. Und auch Wolfgang Kubicki (FDP) hält nichts von der 2G-Regel im Supermarkt. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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