Fälle in Niedersachsen und Bremen

Trotz Coronavirus-Infektionen: Flughäfen und Bahnhöfe ohne Einschränkungen

Das Coronavirus breitet sich in Europa weiter aus. Reisende aus Niedersachsen und Bremen können die Ansteckungsgefahr an Flughäfen und Bahnhöfen minimieren.

  • Coronavirus breitet sich in Italien aus - auch Fälle in Deutschland
  • Reisende aus Niedersachsen und Bremen sollen auf Symptome achten
  • Flugverkehr innerhalb von Europa durch Coronavirus nicht beeinträchtigt

Update, 1. März: Jetzt hat das Coronavirus auch Bremen und Niedersachsen erreicht. Ein Mann aus der Region Hannover und eine Frau aus Bremen sind nach der Rückkehr von Auslandsreisen positiv auf den Erreger SARS-CoV-2 getestet worden. In Bremen sind alle Klassenfahrten abgesagt worden. Ansonsten sind noch keinerlei Reisebeschränkungen in Sicht, heißt es von den Behörden. (jdw)

Update, 28. Februar: Das Coronavirus breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Das Bundesgesundheitsministerium spricht inzwischen von 48 bestätigten Patienten (Stand 9 Uhr). Zuletzt sind Fälle in Hamburg und Hessen aufgetaucht. Bremen und Niedersachsen haben bislang noch keinen bestätigten Fall. Somit sind Reisen weiterhin uneingeschränkt möglich. Auch die Flüge von Bremen nach Mailand/Bergamo (Ryanair) finden wie geplant statt. (jdw)

Coronavirus in Niedersachsen und Bremen: Flieger mit Verdachtsfällen werden umgeleitet

Update, 27. Februar: In Deutschland gibt es seit Dienstagabend immer neue bestätigte Coronavirus-Fälle. Auf den Flugverkehr in Bremen und Niedersachsen hat dieser Ausbruch noch keine Auswirkungen. Ryanair bietet eine Verbindung nach Mailand an, die wie geplant bedient wird. Für Flugstreichungen sind die Airlines oder die betroffenen Staaten zuständig, meldet die Deutsche Presse-Agentur.

Falls ein Verdachtsfall in einem Flieger auftritt, würde das Flugzeug nach Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf oder Frankfurt umgeleitet. Falls ein Coronavirus-Verdachtsfall im Flughafen Hannover auftreten würde, würde die Feuerwehr den Bereich abschotten und das Gesundheitsamt einschalten, erklärte eine Sprecherin. (jdw/dpa)

Um eine Coronavirus-Infektion zu vermeiden, ist eine regelmäßige Händehygiene enorm wichtig.

Coronavirus in Niedersachsen und Bremen: Passagiere sollen gewisse Regeln einhalten

Erstmeldung, 26. Februar: Bremen/Niedersachsen - Trotz der rasanten Ausbreitung des Coronavirus in Italien und weiteren Ländern in Europa wird es auf absehbare Zeit keine Reisebeschränkungen geben. Das haben die EU-Gesundheitsminister bei einem Krisentreffen in Rom beschlossen. Dennoch sollten Menschen, die aus besonders betroffenen Gebieten nach Niedersachsen und Bremen reisen, gewisse Regeln einhalten.

Coronavirus in Niedersachsen und Bremen: Was Flugreisende beachten müssen

Reisende, die vom Flughafen Bremen abfliegen, müssen im Moment keine besonderen Kontrollen befürchten. Als Direktverbindung in ein stark betroffenes Gebiet bietet die Fluggesellschaft Ryanair die Verbindung zum Flughafen Mailand/Bergamo an. Dieser Flughafen ist weiterhin geöffnet und kann angeflogen werden. Ryanair weist auf der Webseite darauf hin, dass alle Flüge von und nach Italien regulär stattfinden. Reisende, die aus betroffenen Gebieten in Bremen ankommen, sollten sich melden, falls Krankheitssymptome auftreten.

Vom Flughafen Hannover bietet die Airline Volotea Flüge nach Italien an, darunter auch Verbindungen nach Venedig in der Region Venetien, die stark vom Coronavirus-Ausbruch betroffen ist. In dieser Region sind einzelne Dörfer abgeriegelt worden. Im Moment planen weder der Flughafen Hannover noch der Flughafen in Venedig besondere Maßnahmen zur Einschränkung des Luftverkehrs.

Das Coronavirus breitet sich weiter in Europa aus. Auch Reisende aus Bremen und Niedersachsen sollte gewisse Regeln beachten, um sich nicht zu infizieren. 

Der bei Niedersachsen beliebte Flughafen Münster/Osnabrück ist aktuell gar nicht vom Coronavirus betroffen. Es werden keinerlei Direktverbindungen nach Italien oder gar nach China angeboten. Corendon Airlines bietet Flüge nach Teneriffa an, wo ein Hotel nach einem Coronavirus-Fall abgeriegelt wurde.

Coronavirus in Niedersachsen und Bremen: Was Bahnreisende beachten müssen

Für Bahnreisende in Niedersachsen und Bremen ändert sich im Moment nichts. Es werden keine gesonderten Kontrollen an großen Bahnhöfen durchgeführt. Zuletzt gab es lediglich einen Zwischenfall in einem Eurocity-Zug auf dem Weg nach München. Doch die Coronavirus-Verdachtsfälle bestätigten sich jeweils nicht. In Italien können Zugreisen momentan kostenlos storniert werden, solche Maßnahmen sind in Deutschland nicht geplant. 

Coronavirus in Niedersachsen und Bremen: Bei diesen Symptomen ist ein Arzt aufzusuchen

Reisende, die aus Coronavirus-Risikogebieten zurückkehren oder mit gefährdeten Personen Kontakt hatten, müssen sich lediglich in der Arztpraxis melden, wenn Symptome auftreten. Folgende Anzeichen können auf eine Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 hindeuten:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Atemprobleme wie Kurzatmigkeit
  • Lungenentzündung

Mit diesen Symptomen sollten Menschen einen niedergelassenen Arzt um Rat fragen. Wenn es geht, ist eine erste Abklärung per Telefon sinnvoll, um andere Menschen zu schützen. Coronavirus-Verdachtsfälle müssen inzwischen an das jeweils zuständige Gesundheitsamt in Bremen oder Niedersachsen gemeldet werden, berichtet kreiszeitung.de*.

Das Robert-Koch-Institut in Berlin stuft - Stand 26. Februar - folgende Regionen als Risikogebiete ein:

  • In China: Die Provinz Hubei und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang
  • Im Iran: Provinz Ghom
  • In Italien: Provinz Lodi in der Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien
  • In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang).

Weil sich das Coronavirus in Niedersachsen weiter ausbreitet*, werden Veranstaltungen abgesagt. Außerdem arbeitet das Land an der Einrichtung regionaler Testzentren.

*kreiszeitung.de und hna.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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