News-Ticker zur Krise

Coronavirus im Kreis Diepholz: Tierpark Ströhen überwältigt von toller Besucher-Resonanz

Die Ausbreitung des Coronavirus nimmt auch im Landkreis Diepholz immer weiter ab. Das bringt immer wieder Lockerungen der Corona-Maßnahmen mit sich. Der Tierpark Ströhen zieht ein erstes Resümee nach der Wiederöffnung.

  • Lockerung der Corona-Maßnahmen: Viele Besucher im Tierpark Ströhen
  • Nach Rückgang der Neu-Infektionen: Drei Ansteckungen in Twistringen zum Wochenende
  • Kreisverwaltung Diepholz meldet 376 bestätigte Covid-19-Infektionen und 26 Todesfälle

Dieser Ticker wurde beendet und wird an anderer Stelle fortgeführt: aktuelle Corona-News für Niedersachsen.

Update, 30. Mai: Die ersten Wochen seit der Wiederöffnung des Tierparks Ströhen sind inzwischen vergangen und es lässt sich ein erstes Resümee ziehen. „Wir sind überwältigt von den vielen Besuchern. Mit so viel Zuspruch, so viel positiver Resonanz und auch so viel Verständnis und Rücksicht auf die Situation haben wir nicht gerechnet“, so Pressesprecherin Yvonne Habermann. „Die Tierparkgäste benehmen sich wirklich vorbildlich und die Sorge, dass sich einige Besucher nicht an die geltenden Regeln halten, ist bisher völlig unbegründet“, freut sich Habermann weiter. „es zeigt uns, dass das Hygienekonzept, das wir für den Tierpark ausgearbeitet haben, funktioniert.“

Coronakrise im Landkreis Diepholz: Twistringer Band begeistert mit Song

B 51  North“ nennt sich die neue Band. Endlich mal etwas Positives, das in Zeiten von Corona zustande gekommen ist. Drei Twistringer Vollblutmusiker begeistern zurzeit mit ihrem Song „Red Carded“ in den modernen Medien. Ein Song, der die Gefühle ausdrückt, die wohl jeden in dieser Corona-Zeit bewegen, wie zum Beispiel der Frust, zur Untätigkeit verdammt zu sein

Coronakrise im Landkreis Diepholz: Umsatz im „Stradi’s Inn“ bricht weg

Wohin Jörg Stratmeyer, den alle nur „Stradi“ nennen, auch blickt: Es herrscht überall gähnende Leere. Wenn er aus seinem LokalStradi’s Inn“ tritt und auf die Plätze der Weyher Zentralsportanlage (ZSA) blickt, dann sieht er dort nur pickende Tauben oder laufende Rasensprenger. Wenn er sich umdreht und in seinen Laden schaut, dann sieht das derzeit auch trostlos aus: Die Tische und Stühle stehen, um Gäste zu bewirten, aber aufgrund der Corona-Krise darf er nicht aufmachen, um zum Beispiel Feiern auszurichten. Zuschauer oder Spieler der Vereine TSV Lahausen und SC Weyhe, die auf der ZSA ihre Spiele austragen, fehlen natürlich auch

Update, 18 Uhr: Dass die Corona-Pandemie neben all ihrer Tragik in Zukunft auch spannenden Stoff für zahlreiche Bücher und Filme bieten dürfte, erklärt sich eigentlich schon fast von selbst. Dass die Dreharbeiten für ein Filmprojekt über die Corona-Krise allerdings jetzt schon beginnen, ist ungewöhnlich – noch dazu, wenn der Drehort nicht Babelsberg oder Hollywood heißt, sondern Schwarme.

Die beiden Künstler Marcello Monaco und Daniela Franzen gehen nicht zum ersten Mal ein gemeinsames Filmprojekt an, aber dass sie es jetzt für die Corona-Krise noch einmal tun wollen, war für die beiden eigentlich klar. „Wir wollten jetzt etwas mit der aktuellen Situation machen“, waren sie sich einig. Also setzte sich Schauspielerin Franzen hin und schrieb ein Drehbuch, Monaco ergänzte das Script und arrangierte den Dreh. Jetzt stehen in Schwarme für den neuen Film mit dem Arbeitstitel „Das Leben der Corina Krose. Schwarme in Zeiten von Corona“ neben Franzen auch zahlreiche Laiendarsteller vor der Linse von Kameramann Ralf Schauwacker – alles unter Beachtung der Abstandsregeln versteht sich.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Gleis 1 in Syke will ab September Comedyshows anbieten

Update, 16.30 Uhr: Hoffnung, dass die Einschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie bald ein Ende haben – die haben nicht nur Weyhes Bürgermeister Frank Seidel und Landrat Cord Bockhop (Update 10.50 Uhr, Update 13.50 Uhr). Auch im Gleis 1 in Syke herrscht Zuversicht. Joachim Schröder und sein Team setzen derzeit alles darauf, dass sie ab September wieder ein Kabarett- und Comedyprogramm anbieten können. „Wenn wir uns alle weiter so diszipliniert verhalten wie bisher, gehe ich davon aus, dass wir ab September auch wieder ein bisschen Spaß haben dürfen“, sagt Schröder.

Ein bisschen muss Schröder auch an seinem Plan festhalten, immerhin war die Programm-Planung schon vor der Corona-Krise abgeschlossen, die Flyer schon gedruckt. Das Einzige, was er jetzt noch machen konnte: Das Ticket-Kontingent um 50 Prozent reduzieren. „Was sollen wir sonst machen? Wir können ja nicht erst mit der Planung beginnen, wenn das hier alles durch ist.“

Während Joachim Schröder und die anderen Köpfe hinter dem diesjährigen Comedyprogramm im Gleis 1 in Syke nie wirtschaftliche Interessen verfolgt haben und immer nur aus Freude an der Sache dabei waren, sieht die Situation für viele freischaffende Künstler durch die Covid-19-Pandemie ganz anders aus. „Für uns ist der Lockdown nur traurig und doof, aber kein wirtschaftliches Problem“, stellt Schröder klar. Um so wichtiger ist es dann, die Künstler zu unterstützen und ihnen möglichst viel Sicherheit in dieser Krise zu geben. Vielleicht auch deswegen steht das Comedyprogramm im Gleis 1 auch jetzt schon.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Freibad Wagenfeld öffnet mit Online-Besucherzähler 

Update, 15 Uhr: Das gab‘s noch nie in Wagenfeld. Bei schönstem Sommer-Wetter zieht es regelmäßig viele Besucher in das Freibad Wagenfeld. Doch was in den vorigen Jahren höchstens ein nerviges Übel war, kann in diesem Jahr brandgefährlich sein: Was, wenn das Freibad komplett überfüllt ist? Die Gemeinde Wagenfeld hat jetzt mit Blick auf die Covid-19-Pandemie reagiert und einen elektronischen Besucherzähler am Einlass installiert. Der zeigt ab Eröffnung des Schwimmbads am kommenden Dienstag nicht nur die Zahl der aktuellen Badegäste auf einem Display am Eingang an – die Daten werden auch live ins Internet auf die Homepage der Gemeinde übertragen.

Maximal 80 Badegäste, strenge Hygiene- und Abstandsregeln, gesperrte Duschbereiche sowie eine Maskenpflicht in allen geschlossenen Räumen: So sieht das Hygienekonzept der Gemeinde Wagenfeld für das Freibad aus. Am Donnerstag wurden die Corona-Pandemie-Schutzmaßnahmen vorgestellt, jetzt steht der Eröffnung des Wagenfelder Freibads am 2. Juni nichts mehr im Wege. Die Badegäste müssen sich lediglich auf Einschränkungen einstellen. Dazu zählt auch, dass noch keine Kurse angeboten werden und nur 50 Prozent der Schließfächer und Toiletten geöffnet werden. Geänderte Öffnungszeiten bieten dem Schwimmbad-Personal Zeitfenster, um eine Desinfektion der Räume vorzunehmen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Drei neue Ansteckungen beweisen anhaltende Infektionsgefahr

Update, 13.50 Uhr: Nach zwei erfreulichen Tagen ohne laborbestätigte Neu-Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Diepholz beweisen neue Zahlen der Kreisverwaltung, dass die Corona-Pandemie noch nicht überwunden ist. So haben sich laut den neusten Erhebung erneut drei Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Sie sind allesamt in der Stadt Twistringen bestätigt worden. Die Zahl der akut Infizierten klettert somit wieder auf elf Personen, die der insgesamt Infizierten auf nunmehr 376. Neue Genesene vermeldet die Verwaltung derweil keine.

Die Anzahl der Kontaktpersonen in Quarantäne ist nach den neuen Corona-Meldungen wieder von 8 auf 13 gestiegen. In den Kliniken des Landkreises Diepholz liegen nach wie vor drei Covid-19-Patienten mit einem schwereren Krankheitsverlauf.

Trotz des jüngsten Rückschlags mit drei Neu-Infektionen findet Landrat Cord Bockhop optimistische Worte: „Das Infektionsgeschehen im Landkreis Diepholz ist in den vergangenen Tagen stetig gesunken. Neu-Infektionen bilden mittlerweile die Ausnahme. Diesen Umstand sollten wir als Anreiz nehmen, am anstehenden Pfingstwochenende noch einmal besonders auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zu achten. So könnte die Fallzahl der akut infizierten Personen im Landkreis Diepholz schon in ein bis zwei Wochen unter fünf sinken.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Sulinger Autokino geht in die letzte Runde

Update, 11.50 Uhr: Während die Corona-Pandemie noch nicht überwunden ist und die Kinos im Landkreis Diepholz weiterhin geschlossen bleiben müssen, macht den Betreibern der hiesigen Autokinos eine andere Sache zu schaffen: die Sommerzeit. Weil die Sonne immer später untergeht, verschieben sich auch die Vorstellungen immer weiter nach hinten. Die Nachfrage der Kino-Fans nimmt immer weiter ab. Das wissen auch die Betreiber des Autokinos in Sulingen auf dem Informa-Gelände. Sie läuten jetzt den Endspurt ein und wollen noch einmal mit besonderen Angeboten einige Besucher anlocken.

Konkret bedeutet das: Es soll eine „Horrornacht“ geben bei der sich Gruselfans ab Mitternacht Kapitel zwei der Stephen-King-Verfilmung „Es“ anschauen können. Außerdem soll es vergünstigte Karten-Kontingente für größere Gruppen geben. Bis zur „Horrornacht“ am 5. Juni sind allerdings noch zahlreiche andere Filme im Autokino Sulingen geplant. Klar ist für die Betreiber indes schon jetzt, dass sich das Autokino gelohnt hat. „Die Reaktionen der Besucher sind durchweg positiv“, so Holger Glandorf aus dem Kreis der Organisatoren.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Weyher Bürgermeister teilt gute Nachrichten und gibt Ausblick

Update, 29. Mai, 10.50 Uhr: Mit guten Nachrichten hat sich Frank Seidel, Bürgermeister der Gemeinde Weyhe, am Donnerstagabend in einem Facebook-Video an die Bürger gewandt. Seit nun schon über zwei Wochen habe es keine Neu-Infektion mit dem Coronavirus in der Gemeinde Weyhe gegeben, so Seidel. Zuletzt hatte die Kreisverwaltung am 13. Mai von einer Ansteckung in der Gemeinde berichtet. Die erfreuliche Entwicklung führt der Bürgermeister auch auf das vorbildliche Verhalten der Weyher Bürger am Vatertag zurück. Derzeit gebe es zwar noch starke Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen, Besserung sei jedoch in Aussicht.

Vor allem der Schul- und Kita-Bereich liege ihm am Herzen, so Seidel. „Ich wäre einfach froh, wenn sich das da ein stückweit normalisieren würde.“ Ein Schritt in Richtung Normalisierung soll in Kürze im Weyher Freibad getan werden. Nach einer Absprache auf Kreisebene seien auch in Weyhe Vorbereitungen für eine baldige Eröffnung des Schwimmbads getroffen worden. Derzeit befinde man sich beim „Fein-Tuning“ des Hygienekonzepts. Der Plan ist, das Freibad am 15. Juni wieder zu öffnen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Erneut keine Neu-Infektionen im Kreisgebiet

Update, 17.05 Uhr: Zum zweiten Mal in Folge berichtet der Landkreis Diepholz in seiner täglichen Corona-Meldung von keinen Neu-Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der akut Infizierten ist deutlich gesunken, nur noch acht Personen sind derzeit an Covid-19 erkrankt. Drei von ihnen werden in den Kliniken des Landkreises Diepholz stationär behandelt, einer davon intensivmedizinisch.

Die Anzahl der Genesenen hat sich entsprechend nach oben entwickelt. Mit insgesamt 339 Personen gelten drei Menschen mehr als am Vortag wieder als gesund. Die Zahl der Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne ist auf ein Allzeit-Tief von acht gesunken.

Trotz der erfreulichen Entwicklung wiederholt die Kreisverwaltung ihre Warnung vom vergangenen Vatertag auch für das anstehende Pfingstwochenende. „Das gute Wetter über die Feiertage lädt zu einem Kurzurlaub oder Ausflug ein. Unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln sind viele Freizeitaktivitäten auch wieder zulässig. Einen regelrechten Touristenansturm oder dichte Drängelei an touristischen Hotspots gilt es jedoch zu vermeiden“, so Landrat Cord Bockhop. Nach dem positiven Fazit von Christi Himmelfahrt hoffe er auf eine ähnliche Beachtung der Corona-Maßnahmen am kommenden Wochenende.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Verein „Lebenswege begleiten“ stemmt Personalwechsel in der Covid-19-Pandemie

Update, 16.30 Uhr: Der Verein „Lebenswege begleiten“ aus Bruchhausen-Vilsen ist ein wichtiger Anlaufpunkt für jugendliche Migranten. Er gibt ihnen Halt im Alltag und unterstützt auch bei schulischen Anliegen und Problemen mit der deutschen Sprache. Dass es auch hier immer mal wieder Wechsel bei den Mitarbeitern gibt ist normal und unvermeidlich. Eine besondere Herausforderung allerdings, wenn der Posten der Integrationsbeauftragten, die gerade in dieser Zeit für die Jugendlichen da sein muss, mitten in der Corona-Krise neu besetzt werden muss. Und dennoch: Dass die scheidende Mitarbeiterin Imke Dirks die Bückenerin Antje Alberts jetzt einarbeitet, betrachtet sie nach eigenen Worten weniger als „Muss“ denn als „Dürfen“.

Schon am Mittwoch hieß es nun: „Wir sind jetzt eingegroovt.“ Schnell wird dabei klar, dass Antje Alberts als studierte Sport- und weitergebildete Tanzpädagogin viel frischen Wind in den Verein „Lebenswege begleiten“ bringen dürfte. Um ein Haar wäre jedoch alles anders gekommen. Eigentlich wollte Antje Alberts als solo-selbstständige Tanzpädagogin und Bildungsreferentin tätig werden – doch dann kam die Covid-19-Pandemie und Alberts musste sich neu orientieren.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: DRK-Kleidershop in Kirchweyhe richtet Rundlauf für Kunden ein

Update, 15.30 Uhr: Während die laborbestätigten Corona-Fälle im Landkreis Diepholz immer weiter zurückgehen, öffnen immer mehr Geschäfte wieder ihre Türen und Betriebe nehmen die Produktion wieder auf. Mit dabei ist seit Dienstag auch der DRK-Kleidershop in Kirchweyhe. Unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln hat der DRK Ortsverein um Ingrid Söfty die Anlaufstelle für Bedürftige wieder geöffnet. Wer allerdings jetzt munter drauflosshoppen will, der wird von den Mitarbeitern schnell ausgebremst: „Ohne Mund-Nasen-Schutz kommt hier keiner rein“, stellt Söfty klar.

Am Eingang steht Desinfektionsmittel und gelb-schwarze Markierungen auf dem Boden weisen einen Rundlauf durch das Geschäft aus. Das Shoppen in Corona-Zeiten hat seinen ganz eigenen Charme. Das Angebot im wieder geöffneten DRK-Kleidershop in Kirchweyhe ist jedoch dasselbe geblieben. Von hochwertiger Kleidung bis hin zum T-Shirt für 1,50 Euro gibt es fast alles. Ärgerlich ist es da nur, wenn die Ehrenamtlichen immer wieder anonyme Spenden mit teils nicht mehr verwendbaren Kleidungsstücken vor die Tür gestellt bekommen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Fahrradwerkstatt in Bassum öffnet wieder 

Update, 14.15 Uhr: Das lange Warten hat ein Ende: Kaputte Fahrräder können ab dem morgigen Freitag wieder in die Fahrradwerkstatt Bassum gebracht werden. Mit Desinfektionsmittel und Mundschutz stemmen sich die ehrenamtlichen Monteure gegen die Covid-19-Pandemie und unterstützen verzweifelte Fahrradfahrer wieder bei der Reparatur ihres Fortbewegungsmittels. „Ab dem morgigen Freitag können Leute, die einen Tafelausweis besitzen, wieder von 16 bis 17 Uhr vorbeikommen“, verkündet Schrauber Pit Rodenberg.

Allerdings wird es noch einige weitere Änderungen im Werkstatt-Alltag geben: Eng zusammen an einem Fahrrad stehen und den Besitzern das nötige handwerkliche Geschick vermitteln, das geht dieser Tage nicht. Stattdessen gilt: Abstand halten.

Ein ganz anderes Thema, das die Fahrradwerkstatt Bassum gerade neben der Covid-19-Pandemie beschäftigt: Die Stadt Bassum möchte das Gebäude, in der sich die von einer Flüchtlingsinitiative gegründete Werkstatt befindet, gerne abreißen. Wo es dann hingeht? Die Zukunft ist noch ungewiss.

Die Fahrrad-Werkstatt öffnet wieder: Pit Rodenberg (links) und Stefan Seltmann freuen sich auf Kunden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Gemeinde Stuhr will Sporthallen auch in den Sommerferien öffnen

Update, 12 Uhr: Noch ist es nicht lange her, dass die Corona-Maßnahmen gelockert wurden und Sporthallen in Niedersachsen wieder öffnen durften. Jetzt drohen diese jedoch in der Gemeinde Stuhr am 16. Juli wieder geschlossen zu werden. Grund sind die Sommerferien. Traditionell wird hier der Hallenbetrieb eingestellt. Doch an dieser Regel soll jetzt gerüttelt werden.

Vor allem die Sportvereine würden derzeit an strengen Hygienekonzepten arbeiten, um das Training schnell wieder aufnehmen zu können, so Ann-Kathrin Dannemann von der Gemeinde Stuhr. „Die Sportvereine freuen sich, das habe ich schon deutlich vernommen, dass es wieder losgehen kann“, so die Fachdienstleiterin. Eine der Vorgaben wird jedoch sein, dass die Trainingsgruppen bei Bedarf verkleinert, die Trainingszeiten somit ausgedehnt werden müssen.

Entgegen kommt den Vereinen hier, dass der Schulsport derzeit ausgesetzt ist, sodass die Sporthallen in der Gemeinde Stuhr schon umfangreich nutzbar sind. Aber reicht das? Jetzt soll geprüft werden, ob die Sporthallen, vor allem den Vereinen zuliebe, auch in den Sommerferien geöffnet bleiben können.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Keine Neu-Infektion von Dienstag auf Mittwoch

Update, 28. Mai, 10.30 Uhr: Gute Nachrichten bezüglich der Covid-19-Pandemie im Landkreis Diepholz: Von Dienstag auf Mittwoch hat es keine Neu-Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 gegeben, wie die Behörde am späten Mittwochabend mitteilte. Die Zahl der akut Infizierten Patienten ist von 13 auf 11 gesunken und erreicht damit einen neuen Tiefststand. Zwei weitere Personen gelten also als genesen. Insgesamt 15 Kontaktpersonen befinden sich weiterhin zur Abklärung einer Infektion in häuslicher Quarantäne. Vier Corona-Patienten müssen stationär in den Kliniken des Landkreises Diepholz behandelt werden.

Von einer Entspannung der Lage kann jedoch mit Blick auf die sinkenden Infektionszahlen nur bedingt gesprochen werden. „Trotz sinkender Fallzahlen und zunehmender Lockerungen besteht weiterhin eine Infektionsgefahr“, warnt Landrat Cord Bockhop. Das legitimiere auch die Erfassung von persönlichen Daten, etwa vor einem Friseur- oder Restaurantbesuch. „Die Erfassung der Kontaktdaten dient ausschließlich dazu, sich selbst und andere zu schützen. Nur so lässt sich ein mögliches Infektionsgeschehen nachvollziehen und die Infektionskette unterbrechen“, erläutert der Landrat.

Wer seine Daten nicht herausgeben wolle, müsse dieser Tage auf den Friseur- oder Restaurantbesuch verzichten, heißt es. Laut den aktuellen Vorgaben müssen die gesammelten Daten nach spätestens vier Wochen vernichtet werden. Außerdem genügt es bei mehreren Personen aus einem Hausstand, nur die Daten von einer Person zu notieren, so die Kreisverwaltung.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Auch Steller See für Badebetrieb gesperrt

Update, 18.25 Uhr: Die Gemeinde Stuhr hat auf Nachfrage der Kreiszeitung ihre Hinweise zum Badeverbot am Silbersee (Update 14.30 Uhr) weiter ausgeführt. „Der Silbersee hat ein frei zugängliches Areal und wir müssten dafür Sorge tragen, dass nicht zu viele Menschen auf einmal vor Ort sind“, so Ann-Kathrin Dannemann, Leiterin des Stuhrer Fachdienstes Bildung, Sport und Jugend. „Wir haben im Moment noch keine Möglichkeit, das zu kontrollieren.“

Auch das Schwimmen im Steller See sei zur Zeit noch verboten. Wer sich über die Regelung hinwegsetze, begehe eine Ordnungswidrigkeit, heißt es aus der Gemeindeverwaltung. Die Polizei würde das Geschehen an den Badeseen überwachen.

Auch in der Gemeinde Weyhe müssen sich Freunde des kühlen Nass noch gedulden. Das Freibad sowie die Badestelle an der Alten Weser sollen frühestens ab dem 15. Juni freigegeben werden, wie aus dem Weyher Rathaus zu erfahren ist.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Soforthilfe für Solo-Selbstständige nicht ohne Hürden

Update, 16.30 Uhr: Die staatliche Corona-Soforthilfe soll neben kleinen und mittelständischen Betrieben auch Solo-Selbstständigen durch die Krise helfen. Der Kunsthandwerker Dieter Danowski aus Martfeld ist einer von denjenigen, die durch die Soforthilfe unterstützt wurden. Nur eine Woche, nachdem er einen Antrag gestellt hatte, wurden dem Martfelder, der Schmuckstücke aus alten Münzen fertigt, 3.000 Euro überwiesen – finanziert aus einem Fördertopf des Landes Niedersachsen. Doch dieses Programm ist nun ausgelaufen, der Bund hat die Auszahlung der Corona-Soforthilfe übernommen. Was nach einer kleinen Änderung klingt, ist für Dieter Danowski entscheidend. Das Soforthilfe-Programm ist für ihn vom einen auf den anderen Tag nutzlos geworden.

Im neuen Corona-Soforthilfe-Programm gilt, dass das Geld nur für Betriebskosten und nicht zum Bestreiten des Lebensunterhalts verwendet werden darf. Für Danowski, der kein festes Ladengeschäft hat, eine prekäre Situation. Seine Betriebskosten sind äußerst gering. Als ihn die Erkenntnis einholte, sei er zuerst sehr frustriert geworden, so Danowski. „Ich bin in so eine Art Loch gefallen“, berichtet er. Doch dann habe er sich entschieden zu kämpfen. Er startete einen Onlineshop und informierte sich über weitere Unterstützungsmöglichkeiten für Solo-Selbstständige in der Corona-Krise. Bei der Suche nach Alternativen mit dabei: die Wirtschaftsförderin der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, Uta Seim-Schwartz.

Dieter Danowski, Kunsthandwerker

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Kulturprogramm in Bassum fällt dieses Jahr ins Wasser

Update, 15.30 Uhr: Es sollte eigentlich ein veranstaltungsreiches Jahr für Groß und Klein in Bassum werden. Die neue Kulturbeauftragte der Stadt, Claudia Voss, hatte viel Energie in ihr erstes Veranstaltungsprogramm gesteckt. Doch dann kam Corona – und ihr sorgfältig zusammengestelltes Kulturangebot fiel zusammen wie ein Kartenhaus.

„Das war wirklich schade, weil ich ja dieses Jahr durchstarten wollte“, bedauert Voss. „Nachdem wir in den ersten Wochen ja nach und nach alle Veranstaltungen bis Ende August abgesagt und versucht haben, die Informationen sowie Richtlinien für alle Betroffenen zusammenzutragen, und zur Verfügung zu stellen, befinde ich mich gefühlt im Stand-By-Modus“, so die Mitarbeiterin der Stadt Bassum, die sich nun überwiegend im Homeoffice befindet.

Und wie geht es jetzt weiter? Claudia Voss fährt auf Sicht. Langfristige Veranstaltungsplanungen vermeidet sie zur Zeit. Keiner weiß, wie sich die Corona-Pandemie in den kommenden Monaten noch entwickelt. Das Kulturprogramm in Bassum fällt dieses Jahr dünn aus. Beliebte Corona-Veranstaltungen wie ein Autokino seien zwar grundsätzlich denkbar, würden allerdings viel Vorbereitung bedeuten. Deutlich besser lassen sich zur Zeit etwa bürokratische Angelegenheiten klären – oder Bewerbungsgespräche führen. Bis Ende Mai will die Stadt Bassum einen neuen FSJler für den Bereich Kultur gefunden haben. Er würde dann im September anfangen und guter Dinge das Kulturprogramm 2021 mitgestalten.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Gemeinde Stuhr sperrt Silbersee für Badebetrieb

Update, 14.30 Uhr: Der Silbersee in Stuhr bleibt trotz der aktuellen Lockerungen der Corona-Maßnahmen weiterhin für den Badebetrieb gesperrt. Darauf weist die Gemeinde Stuhr als Betreiberin der Badestelle in einer Pressemitteilung hin. „Eine Eröffnung der Badesaison würde mit umfangreichen Hygienevorgaben sowie Maßnahmen zur Steuerung des Zutritts, der Beachtung des Abstandsgebotes und der Vermeidung von Personenansammlungen einhergehen müssen. Eine Umsetzung dieser Vorgaben ist am Silbersee nicht ohne weiteres möglich und bedarf der weiteren Planung“, heißt es.

Gerade an Tagen mit schönem Wetter sei das Infektionsrisiko bei starkem Besucherandrang zu hoch, so die Behörde. Daher sei in Absprache mit der Stuhrer Ortsgruppe der DLRG das Badeverbot beschlossen worden. Freizeitaktivitäten wie Spazierengehen oder Fahrradfahren sowie ein Besuch der Gastronomie rund um den Silbersee sind weiterhin möglich.

Das Land Niedersachsen empfiehlt derzeit, die Badesaison frühestens ab dem 16. Juli wieder aufzunehmen. Die Gemeinde Stuhr wolle sich an dieser Empfehlung orientieren, heißt es abschließend.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Summer Festival statt Stadtfest

Update, 12.40 Uhr: Auch das Diepholzer Stadtfest ist der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Ganz auf ihre Sommer-Party verzichten müssen die Bewohner der Kreisstadt und alle Interessierten jedoch nicht. Die Organisatoren rund um die Fördergemeinschafts-Gruppe „Grafenkind“ haben kurzerhand umdisponiert und laden nun zum „Grafenkind-Summer-Festival“ am Samstag, 6. Juni, auf den Marktplatz in Diepholz ein. Das Motto lautet „Autoparty statt Stadtfest“. Bis zu 280 Autos können sich vor der großen Bühne aufstellen. Dort werden die Live-Bands „Big Maggas” und „The Smile Experience” sowie die DJs Onkel David und Ernesto ein rund dreistündiges Programm abfeiern, heißt es.

„Der Ton ist nur auf der Bühne und in den Radios zu hören“, erklärt Musiker und Mit-Organisator Sebastian „Basti“ Fabick das bereits vom Autokino bekannte Konzept. Damit alle Besucher des „Grafenkind-Summer-Festivals“ in Diepholz auch optisch der Show auf der Bühne folgen können, soll es zwei große LED-Leinwände geben. Für Snacks und Getränke ist gesorgt, es dürfen jedoch auch eigene Speisen mitgebracht werden, heißt es. Tickets können ab sofort online erworben werden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Freibäder in Siedenburg und Sulingen stehen kurz vor der Öffnung

Update, 27. Mai, 11.15 Uhr: Im Südkreis haben die ersten Freibäder ihre Wiedereröffnung angekündigt. Während es im Freibad Siedenburg am Dienstag losgehen soll, startet das Freizeitbad Sulingen schon am kommendem Samstag. Was die beiden Schwimmbäder dabei verbindet, ist ein strenges Hygienekonzept. Die Regel „Zehn Quadratmeter pro Schwimmgast“ bedeuten im Freibad Siedenburg maximal 54 Besucher gleichzeitig, in Sulingen sind es höchstens 105. Ansonsten gilt das Einbahnstraßen-Prinzip in den Eingangsbereichen. Außerdem sollten die bekannten Abstandsregeln eingehalten und natürlich auch die Hände regelmäßig desinfiziert werden.

Die beiden Schwimmbäder erstrahlen derweil in Hochglanz. In Siedenburg wurden nicht nur Becken und Gebäude gereinigt, auch neues Spielgerät wurde aufgestellt. In Sulingen sind die Verantwortlichen nun ebenfalls froh, dass die Freibad-Saison im Landkreis Diepholz startet: „Vor vier Wochen haben wir noch überlegt, ob wir das Bad ohne Besucher betreiben, damit die ganze Technik nicht anderthalb Jahre stillsteht...“, so Bäderbetriebsleiter Bernhard Ehrich.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Gemeinde Weyhe startet Aktion für mehr positives Denken

Update, 18.15 Uhr: Auch wenn die Zahl der Neu-Infektionen langsam abflacht: Die Corona-Pandemie gilt noch lange nicht als überwunden. Täglich gibt es etwa neue Schreckensnachrichten über den Zustand der Wirtschaft in Deutschland. Worüber hingegen weniger gesprochen wird, ist der mentale Zustand der Bürger. Sei es die Nachrichtenlage oder der eintönige Alltag in den eigenen vier Wänden: Die Corona-Krise kann durchaus zermürbend sein. Dagegen will die Gemeinde Weyhe nun etwas unternehmen und ihren Bürgern Hoffnung und ein paar positive Gedanken mit auf den Weg geben.

Umgesetzt werden soll die Aktion „Weyhe bleibt munter“ aber nicht von den Rathaus-Mitarbeitern, sondern von den Bürgern selbst. Per Videonachricht sollen sie festhalten, was sie dieser Tage munter und bei Laune hält. Die Gemeinde Weyhe kuratiert die Videos anschließend und spielt sie über ihre Social-Media-Kanäle aus.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Weiterer Todesfall im Nordkreis bestätigt

Update, 17.30 Uhr: Im Landkreis Diepholz hat es erneut einen Todesfall nach einer Coronavirus-Infektion gegeben. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, ist eine 89-jährige Frau aus dem Nordkreis an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Zahl der Corona-Toten im Landkreis Diepholz steigt damit auf 26. Da es außerdem erneut eine Infektion in der Gemeinde Stuhr gegeben hat, liegt die Zahl der akut Infizierten weiterhin bei 13. Zusätzlich befinden sich 15 weitere Personen zur Abklärung einer Infektion in häuslicher Quarantäne.

Während insgesamt 334 Corona-Patienten bereits wieder genesen sind, kämpfen acht Personen noch mit einem schweren Krankheitsverlauf von Covid-19 in den Kliniken im Landkreis Diepholz. Die Zahl der Intensivpatienten hat sich im Vergleich zum Wochenstart deutlich auf nunmehr vier Personen erhöht. Eine von ihnen muss beatmet werden, heißt es.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Autokino in Stuhr-Brinkum stellt den Betrieb ein

Update, 16.30 Uhr: Obwohl der Hype rund um die Autokinos in der Corona-Pandemie noch anhält, streichen die Betreiber des Autokinos in Stuhr-Brinkum jetzt die Segel. Die Genehmigung ist seit Anfang dieser Woche ausgelaufen, am Sonntag lief der letzte Film. Fünf Wochen lang hatten die Organisatoren um Servet Mutlu für einen festen Anlaufpunkt zahlreicher Kino-Fans in Stuhr-Brinkum gesorgt. Fast jede Vorstellung war in diesem Zeitraum ausverkauft. Jetzt soll das Gelände hinter der BMÖ-Tankstelle an der Bremer Straße jedoch wieder zu dem werden, als was es eigentlich gedacht ist: ein Autohof.

„Es war im Grunde immer ein Autohof, und soll künftig wieder stärker als solcher genutzt werden“, so Olaf Mittelmann, geschäftsführender Vorstand der Straßenverkehrs-Genossenschaft Bremen (SVG), der die Fläche gehört.

Erfreut über den großen Erfolg des Autokinos in Stuhr-Brinkum kann sich Projektmanager Servet Mutlu gut vorstellen, das Autokino auch im kommendem Jahr wieder in Stuhr-Brinkum aufzubauen, allerdings an einer anderen Stelle. Das Thema Autokino ad acta legen kann er nach dem Abbau des Autokinos in Stuhr-Brinkum jedoch nicht. Mutlu hängt auch bei der Organisation des Autokinos an der Waterfront in Bremen mit drin – und da geht es gerade erst richtig los.

So ein Autokino könnte es in Zukunft wieder in Brinkum geben – allerdings nicht auf dieser Fläche.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Stadt Syke sagt Veranstaltung „Dorfmarkt in der City“ ab

Update, 15.30 Uhr: Bis Ende August gilt noch das Verbot für Großveranstaltungen. So gesehen, hätte die Stadt Syke durchaus am ersten September-Wochenende mit der zweiten Auflage ihres Dorfmarkts in der City loslegen können. Aber den hat sie jetzt trotzdem abgesagt.

„Alle hätten Gewehr bei Fuß gestanden, aber die Unwägbarkeiten waren uns einfach zu groß“, erklärt Bürgermeisterin Suse Laue. „Wird das Verbot vielleicht verlängert? Und wenn nicht: Welche Auflagen gelten dann? Haben die Leute überhaupt Lust auf so eine Veranstaltung dicht an dicht in der Innenstadt? Das war uns alles viel zu unsicher.“ Also lautet der Beschluss, dass man das verschieben muss. Um ziemlich genau ein Jahr. Neuer Termin für den zweiten Dorfmarkt in der City ist jetzt der 5. September 2021. (mwa)

Update, 15 Uhr: Das Internet weckt derzeit eine falsche Erwartungshaltung bei Empfängern von Arbeitslosengeld II. Diese Beobachtung macht das Jobcenter im Landkreis Diepholz laut einer Pressemitteilung. Zahlreiche Formulare würden dort bereitstehen, um einen Sonderbedarf zur Bevorratung von Hygieneartikeln zu beantragen. Ein solcher Sonderanspruch sei durch die Covid-19-Pandemie aber nicht gegeben. Aus diesem Grund würden entsprechende Anträge abgelehnt.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: 20 Millionen Euro Soforthilfe für heimische Unternehmen

Update, 14.30 Uhr: 20 Millionen Euro an staatlicher Soforthilfe wurden an Unternehmen im Landkreis Diepholz bereits ausgezahlt. Dies geht aus einer Mitteilung der Verwaltung hervor. So seien bislang 2.900 Anträge bei der für die Bewilligung zuständigen Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) eingegangen. Das befördert den Landkreis Diepholz mit Blick auf die Ausschüttung an Soforthilfen auf den zehnten Platz unter den insgesamt 47 Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen.

Während die berechtigten Antragsteller allesamt zeitnah ihr Geld erhalten hätten oder noch bekommen, stünden derzeit nur noch einige Fälle aus, bei denen die Datenlage unzureichend sei, heißt es. In der Vergangenheit habe es zudem Verzögerungen bei der Antragsbearbeitung seitens der NBank gegeben, weil unter anderem mit Phishing-Angriffen und Betrugsmaschen kriminelle Aktivitäten festgestellt worden waren.

All jene, die jetzt noch von der staatlichen Soforthilfe für Unternehmen im Landkreis Diepholz profitieren möchten, sollten sich beeilen. Der Förderzeitraum für das Programm läuft am 31. Mai ab. Bis dahin müssten entsprechende Anträge bei der NBank eingegangen sein, heißt es.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Polizei sprengt Coronaparty in Sulingen

Update, 12.30 Uhr: Die Polizei im Landkreis Diepholz musste am Montagabend gegen 22.50 Uhr eine sogenannte Coronaparty in einer Wohnung an der Kantstraße in Sulingen auflösen. Wie die alarmierten Beamten mitteilen, hatten sich insgesamt fünf junge Leute „ohne jegliche Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln“ in der Wohnung aufgehalten und dort gefeiert. Die amtsbekannten Personen seien zum wiederholten Male wegen ähnlicher Sachverhalte aufgefallen, sodass erneut ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet wurde, heißt es.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Kino-Betreiber üben scharfe Kritik an Corona-Maßnahmen

Update, 11.30 Uhr: Während bereits zahlreiche Einrichtungen und Betriebe im Landkreis Diepholz nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen wieder öffnen durften, blicken Kino-Betreiber und Film-Fans bislang in die Röhre. Außer im Autokino dürfen derzeit nur in den eigenen vier Wänden Bewegbilder über den Bildschirm flackern. Doch jetzt regt sich Widerstand gegen die Beschränkungen. „Wir können die gebotenen Abstandsregeln locker einhalten, weil wir nur den großen Saal und nur zu einem Drittel wieder öffnen würden“, sagt etwa Beate Möller-Dumschat vom Filmhof Hoya.

Mit dieser Einstellung ist sie nicht alleine. Zuspruch gibt es auch von Silvia Kahle, Betreiberin des Hansa-Kinos in Syke. Sie kritisiert auch die Informationspolitik von Bund und Ländern. „Wenn wir einen Termin hätten, dann könnten wir gezielt mit den Vorbereitungen beginnen“, sagt sie. Aber weder eine Erlaubnis für die Öffnung der Kinos im Landkreis Diepholz noch ein ungefährer Zeitraum für eine Erlaubnis liegt derzeit vor. Das einzige was liegt, sind die Nerven der Kino-Betreiber – und zwar blank. Das hat auch Sophie Weisbecker gemerkt. Sie ist Auszubildende in einem Kino in Osnabrück. In ihrem Ärger über die geltenden Corona-Maßnahmen und der Angst um die Kino-Branche hat sie jetzt eine Petition im Internet gestartet. Das Motto: „Kultur sollte nicht aussterben!“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Bäckerei Orlamünde aus Schwarme ist aufgrund der Pandemie insolvent

Update, 26. Mai, 10.40 Uhr: Die Corona-Pandemie sorgt für erste Insolvenzanträge im Landkreis Diepholz. Wie am Montag bekanntgeworden ist, wurde bei der Bäckerei Orlamünde aus Schwarme (Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen) ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Die Traditionsbäckerei, die insgesamt acht Filialen in Schwarme, Bruchhausen-Vilsen, Langwedel und Thedinghausen, Baden, Daverden und Riede betreibt, war in wirtschaftliche Schieflage geraten, nachdem die Corona-Maßnahmen für die zeitweise Schließung der drei Kaffeehäuser gesorgt hatten. Dort werde ein Großteil des Umsatzes erzeugt, wie von dem Familienunternehmen zu erfahren war.

„Im Rahmen des Insolvenzverfahrens soll versucht werden, den Geschäftsbetrieb zu sanieren“, erklärt nun Geschäftsführer Holger Orlamünde. Dafür wurde die Kanzlei Kreuznacht Rechtsanwälte aus Münster vom Amtsgericht Syke zum Insolvenzverwalter bestellt. Die bisherigen Erkenntnisse rund um die Insolvenz der Bäckerei Orlamünde aus Schwarme aufgrund der Corona-Krise: Das Unternehmen ist grundsätzlich solide aufgestellt, der Geschäftsbetrieb läuft vorerst weiter, die Gehälter der rund 100 Angestellten sind über das Insolvenzgeld für die nächsten drei Monate gesichert und, ganz wichtig: Die Belegschaft steht auch in der Krise hinter der Geschäftsführung.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: 13 akut infizierte Patienten im Kreisgebiet

Update, 17.45 Uhr: Im Landkreis Diepholz hat es am Wochenanfang eine Neu-Infektion mit dem Coronavirus gegeben. Gleichzeitig ist die Zahl der akut Infizierten um eine Person auf nunmehr 13 Corona-Fälle gesunken. Die Zahl der Gesamt-Infizierten liegt jetzt bei 372, die der Genesenen bei 334. Zur Abklärung einer Covid-19-Erkrankung befinden sich derzeit zusätzlich zu den Infizierten noch 18 Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

Die Zahl der Corona-Patienten, die aufgrund eines schwereren Infektionsverlaufs stationär in den Kliniken im Landkreis Diepholz behandelt werden müssen, hat sich bei acht Personen eingependelt. Zwei von ihnen müssen intensivmedizinisch betreut werden.

Derweil informiert der Landkreis Diepholz in seiner Mitteilung darüber, dass seit dem heutigen Montag weitere Lockerungen in Niedersachsen in Kraft getreten sind. So seien nun zahlreiche Sporthallen unter der Einhaltung strenger Abstands- und Hygieneregeln wieder für die Benutzung freigegeben worden. Umkleide-, Dusch- und Waschräume bleiben vorerst gesperrt. Darüber hinaus hat möglicher Schulunterricht in den Sporthallen derzeit Vorrang vor sportlichen Aktivitäten, wie die Kreisverwaltung informiert.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Kreismuseum Syke muss wichtige Veranstaltungen absagen

Update, 16.30 Uhr: Der Pflanzenflohmarkt und der Kunsthandwerkermarkt sind für gewöhnlich Garanten für tausende Besucher im Kreismuseum Syke – erst recht, wenn das Wetter schön ist. Und während die Sonne in den vergangenen Tagen ihr Bestes gab, fanden die beiden Syker Attraktionen schlichtweg nicht statt. Die Corona-Pandemie macht dem Kreismuseum Syke arg zu schaffen.

„Das tut schon weh“, sagt Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding mit Blick auf die abgesagten Veranstaltungen und die ausbleibenden Besucher. „Nicht nur für uns, sondern auch für die Anbieter und die Kunsthandwerker“, fügt er hinzu. Auch wenn die Mitarbeiter des Museums weiterhin arbeiten und die Zeit zusammen mit einigen Handwerkern für Umbaumaßnahmen nutzen, können sie es alle kaum erwarten, wenn die strengen Corona-Maßnahmen endlich wieder gelockert werden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Stadtbibliothek Syke öffnet diesen Montag wieder

Update, 15.30 Uhr: Unter strengen Abstands- und Hygieneregeln öffnet die Stadtbibliothek Syke am heutigen Montag wieder für ihre Besucher. Nachdem die Bibliothek bereits am 5. Mai eingeschränkt wieder geöffnet hatte und die lesefreudigen Syker schon am ersten Tag ganze 1.200 Bücher ausgeliehen haben, erwarten die Mitarbeiter auch am heutigen Montag einen starken Andrang.

Ganz gewöhnlich ist der Besuch in der wieder geöffneten Stadtbibliothek Syke allerdings noch nicht. Es gelten Abstandsregelungen, eine Maskenpflicht, eine maximale Personenanzahl in der Bibliothek und sowohl Hände als auch Bücher und Oberflächen werden regelmäßig desinfiziert. „Das bedeutet gleichzeitig, dass unsere Bibliothek noch nicht wieder zum Aufenthaltsort werden kann, obgleich wir das natürlich so bald wie möglich anstreben“, erläutert die Leiterin der Syker Stadtbibliothek, Eva-Maria Meyer.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Hospiz Zugvogel in Sulingen derzeit ohne Ehrenamtliche

Update, 14.35 Uhr: Eine weitere Facette der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie lässt sich derzeit in Sulingen beobachten. Normalerweise arbeiten beim Hospiz Zugvogel neben den 32 festangestellten Mitarbeitern auch immer Ehrenamtliche mit. „Die Gespräche mit den Bewohnern geben mir viel. Sie vermitteln mir Lebensfreude – auch, wenn es eigentlich umgekehrt sein sollte“, erklärt etwa die hauptberufliche Pflegedienstleiterin Sabine Witte ihr Engagement. Doch mit diesem freiwilligen Einsatz ist nun erst einmal Schluss. Die Corona-Pandemie im Landkreis Diepholz verhindert die Mithilfe der Ehrenamtlichen.

„Wir vermissen euch.“ Das ist die Botschaft, die das Hospiz Zugvogel dieser Tage an die vielen ehrenamtlichen Helfer aussenden möchte. Die Freiwilligen kämen immer mit guter Laune, erinnert sich die Leiterin des Hospizes, Petra Brackmann, an vergangene Tage zurück. „Das tut nicht nur den Bewohnern gut, sondern auch uns.“ Jetzt hoffen sie und ihr Team, dass bald wieder viele Ehrenamtliche im Hospiz Zugvogel in Sulingen helfen können. Der zweijährigen Geburtstag der Einrichtung am 18. Mai konnte bereits lediglich in kleinem Rahmen gefeiert werden. Jetzt ist der größte Wunsch der Angestellten, dass sie schon bald wieder einen Grillabend mit Bewohnern und Angehörigen veranstalten können.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Autokino in Bruchhausen-Vilsen feiert gelungene Premiere

Update, 12.50 Uhr: Während es für viele Menschen unter 40 Jahren Neuland sein dürfte, ist es für alle darüber ein fast vergessenes Highlight aus vergangenen Tagen. Die Rede ist vom Autokino. Nach Bremen, Stuhr, Vechta und Lohne hat jetzt auch Bruchhausen-Vilsen ein Autokino vorzuweisen. Die mit Spannung erwartete Premiere vor einigen Tagen war ein voller Erfolg. Auch wenn es für viele erst einmal hieß: anstehen. Dann ging es jedoch alles ruckzuck und ehe man sich versah, stand man auch schon vor der Leinwand.

Dass die Zeiten, in denen man auf unbequemen Autositzen dem blechernen Klang aus dem geöffneten Fenster oder kleinen Lautsprechern lauscht vorbei sind, macht sich schnell bemerkbar. Im gemütlichen Auto kommt der Sound heute per UKW-Frequenz direkt aus dem Autoradio. Dazu gibt es Snacks und Erfrischungsgetränke und schon fühlt man sich direkt wie im richtigen Kino. Am Ende waren bei der Premiere des ersten Autokinos in Bruchhausen-Vilsen nicht nur die Besucher zufrieden, auch das Veranstalterteam zeigte sich erfreut über den gelungenen Auftakt. „Wenige Stunden nach dem Veröffentlichen des Programms waren für alle Tage Reservierungen da“, so Beate Möller-Dumschat vom veranstaltenden Filmhof Hoya.

Social Distance auch zwischen Autos und Leinwand. Maximal 100 Autos dürfen auf das Gelände am Marktplatz.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Goldhort-Ausstellung im Kreismuseum Syke kommt erst im Oktober

Update, 25. Mai, 11.15 Uhr: Wie kaum eine andere Syker Institution hängt das Kreismuseum von der Anzahl seiner Besucher ab. Die Corona-Pandemie macht dem Museum daher schwer zu schaffen. Wer allerdings denkt, dass im Kreismuseum derzeit alles brach liegt, der irrt. „Wir haben keine Besucher im Haus, aber die Tage sind so hektisch...“, so Museumsleiter Dr. Ralf Vogeding. Und das hat einen Grund: Eigentlich sollte im Juni die neue Goldhort-Ausstellung eröffnen. Doch die Corona-Pandemie sorgt jetzt dafür, dass die Handwerker noch ein paar Wochen mehr Zeit haben: Die Goldhort-Ausstellung soll erst am 2. Oktober öffnen.

Dennoch lohnt sich schon jetzt ein Besuch des Kreismuseums, wie eine erste Stippvisite zeigt. Auch von außen macht der Anbau am Kreismuseum schon was her. Ralf Vogeding schätzt, dass die Arbeiten an der neuen Goldhort-Ausstellung im Kreismuseum Syke bereits bei den letzten zehn Prozent angekommen sind. Und dennoch sorgt die Corona-Krise immer wieder für Unsicherheiten bei der Planung: So habe es laut Vogeding schon einige Male Lieferschwierigkeiten bei diversen Materialien gegeben. „Alles hängt“, so Vogeding mit Blick auf den Zeitplan.

Dennoch ist der Museumsleiter optimistisch und freut sich bereits, am 2. Oktober wahrscheinlich auch hohen Besuch in Syke zu empfangen. Sofern es nicht neue Corona-Maßnahmen gibt, hat sich der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler zur Eröffnung angekündigt.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Eine Neu-Infektion am Wochenende gemeldet

Update, 23. Mai: Die Kreisverwaltung Diepholz meldet am Samstag eine Coronavirus-Neuinfektion. Damit sind bislang 371 Corona-Fälle bestätigt worden. Die Zahl der Todesfälle mit Covid-19-Erkrankung stagniert bei 25.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Neuinfektion in der Gemeinde Stuhr

Update, 14.30 Uhr: Im Landkreis Diepholz hat es eine weitere Infektion mit dem Coronavirus in der Gemeinde Stuhr gegeben. Gleichzeitig ist jedoch auch eine Person wieder genesen, so die Kreisverwaltung. Die Anzahl der akut infizierten Personen liegt also nach wie vor bei 14, die der Gesamt-Infizierten bei jetzt 370. Die Zahl der Gesamt-Genesenen ist entsprechend auf 331 gestiegen.

An den Kliniken im Landkreis Diepholz hat es wieder eine positive Entwicklung gegeben. Die Zahl der stationär behandelten Corona-Patienten ist von acht auf fünf gesunken. Einer von ihnen muss intensivmedizinisch betreut, aber nicht beatmet werden, so die Kreisverwaltung.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Fitnessstudios und Tanzschulen klagen über mangelnde Infos

Update, 12 Uhr: Dürfen sie oder dürfen sie nicht? Die Lockerung der Corona-Maßnahmen im Landkreis Diepholz wird für Betreiber von Fitnessstudios und Tanzschulen zunehmend zum Ärgernis. Hieß es vor einigen Wochen aus Hannover erst noch, Fitnessstudios dürfen als Bildungseinrichtungen wieder öffnen, kam kurz darauf darauf die Korrektur: Fitnessstudios dürfen als Indoor-Sportstätten doch noch nicht öffnen. Jetzt gibt es erneut Hoffnung: Je nach Wortlaut der neuen Verordnung könnten Fitnessstudios in Niedersachsen am kommendem Montag wieder öffnen. Könnten. Es ist die Informationspolitik der Landesregierung, über die sich die Betreiber derzeit am meisten ärgern.

Frank Hömer, Betreiber der „aktiv & vital“-Fitnessstudios in Twistringen und Goldenstedt, hat jetzt einen Brief an Ministerpräsident Stephan Weil geschickt. Darin schreibt er: „Politische Verantwortung bedeutet nicht, dass man den Weg des geringsten Risikos geht.“ Die Wut ist groß. Nicht nur bei ihm. Auch Tanzschulen schauen dieser Tage in die Röhre. „Erst hieß es, wir dürfen ab dem 25. Mai öffnen, dann wieder nicht. Das nervt echt“, findet Britta Kirchner von der Tanzsschule Kirchner in Syke. Ein großes Thema gerade außerdem: Wie sieht es mit Paartanz aus? Auch hier gibt es immer wieder unterschiedliche Aussagen. Und als wäre der Ärger in den Fitnessstudios und Tanzschulen über die Corona-Maßnahmen nicht schon genug, beklagen einige Betreiber auch Probleme bei der Auszahlung der staatlichen Soforthilfe.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Polizei zufrieden mit Verhalten der Bürger am Vatertag

Update, 22. Mai, 10.45 Uhr: „Im gesamten Landkreis haben sich die Bürgerinnen und Bürger äußerst vorbildlich verhalten!“ Das ist das Fazit der Polizeiinspektion Diepholz mit Blick auf den vergangenen Vatertag. In einer Mitteilung ist von einem übersichtlichen Einsatzgeschehen die Rede. Das schöne Wetter im Landkreis Diepholz sei hauptsächlich von Familien für Ausflüge genutzt worden. Dabei seien die Abstands- und Hygieneregelungen in den meisten Fällen eingehalten worden, heißt es. Auf Twitter schreibt die Pressestelle der Polizeiinspektion: „Bewährungsprobe eindeutig bestanden“. 

Auch mit Blick auf das übliche Vatertags-Geschehen ziehen die Beamten ein positives Fazit: „Auf die klassischen Bollerwagentouren im Freundeskreis wurde in diesem Jahr verzichtet. Junge Menschen, die im öffentlichen Raum Alkohol konsumieren, hat es in diesem Jahr nicht gegeben.“ So seien lediglich am Abend einige Ruhestörungen gemeldet worden.

Auch die Gastronomie im Landkreis Diepholz habe sich vorbildlich verhalten, so die Polizei. Vielerorts seien Vorkehrungen zur Steuerung des Zutritts getroffen, Warteschlangen vermieden und die Tische im Abstand von zwei Metern zueinander angeordnet worden.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Fahrschulen nehmen schrittweise wieder den Betrieb auf

Update, 17.50 Uhr: Langsam fährt die Wirtschaft nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen wieder hoch. Wer auch wieder fährt, sind die Fahrschüler im Landkreis Diepholz. Nach mehreren Wochen Pause dürfen die Fahrschulen jetzt wieder öffnen – doch auch hier gelten strenge Hygiene- und Abstandsregeln. Eine Belastung, für Fahrlehrer wie auch für ihre Schüler.

„Das ist anstrengend und belastend“, sagt etwa Fahrlehrer Volker Reinholz, der Niederlassungen in Brinkum, Syke und Bassum betreibt. Neben der Mundschutzpflicht komme auch noch eine Mehrbelastung durch das regelmäßige Desinfizieren kompletter Auto-Cockpits hinzu – eine neue Herausforderung, die Reinholz und seine Mitstreiter bislang nicht kannten.

Dennoch zeigt sich der Brinkumer Fahrschullehrer zufrieden mit den neuen Lockerungen der Corona-Maßnahmen und darüber, dass er seinen Job wieder ausführen kann. Immerhin hatte er in den Wochen zuvor keine Einnahmen und dennoch weiter laufende Ausgaben. Während die Schüler schnell wieder in den Unterricht reingekommen seien, staue es sich jetzt an anderer Stelle: Der TÜV Nord kommt kaum mit den Fahrprüfungen hinterher, die sich mittlerweile angesammelt haben.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Zahl der akut Infizierten steigt leicht auf 14 Personen

Update, 16.40 Uhr: Die Anzahl der Coronavirus-Infizierten im Landkreis Diepholz stagniert auf niedrigem Niveau. Jetzt hat es erneut zwei Infektionen in der Gemeinde Stuhr gegeben. Akut an Covid-19 erkrankt sind somit 14 Personen. Die Zahl der ingesamt bestätigten Coronavirus-Infektionen liegt bei 369.

Deutlichen Zuwachs gab es derzeit bei den Corona-Patienten, die stationär in den Kliniken im Landkreis Diepholz behandelt werden müssen. Insgesamt sind es jetzt acht Personen mit einem schweren Krankheitsverlauf, vier mehr als am Vortag. Die Anzahl der Intensivpatienten bleibt bei einer Person.

Außerdem weist die Kreisverwaltung in einer Mitteilung darauf hin, dass seit dem heutigen Mittwoch wieder Besuche in Krankenhäusern, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, Heimen für ältere oder pflegebedürftige Menschen sowie Menschen mit Behinderungen möglich sind. Begrenzt bleibt die Besuchserlaubnis auf jeweils eine Person. Außerdem darf es kein aktives Covid-19-Infektionsgeschehen in der Einrichtung geben.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Gemeinde Weyhe spürt finanzielle Folgen der Pandemie

Update, 15.40 Uhr: Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft im Landkreis Diepholz weiterhin fest im Griff. Das spüren jetzt auch die Kommunen. Ihnen fehlen die Einnahmen aus der Umsatz- und Gewerbesteuer. Welche drastischen Auswirkungen das auf eine Gemeinde haben kann, zeigt sich dieser Tage in Weyhe. Dort muss nun ohne Umschweife geklärt werden, welche Projekte mit dem Finanzhaushalt noch umzusetzen sind und welche Projekte auf unbestimmte Zeit verschoben werden müssen. Droht in der Gemeinde Weyhe jetzt eine Haushaltssperre?

„Die Corona-Krise schlägt auch bei der Gemeinde durch und führt zu drastischen Einnahmeverlusten – insbesondere bei der Gewerbesteuer, beim Anteil an der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer“, erklärt der Gemeindevorstand auf Nachfrage der Kreiszeitung. Es sei allerdings derzeit noch nicht beabsichtigt, eine Haushaltssperre umzusetzen, heißt es weiter. Dass der Finanzhaushalt jedoch für die angestrebten Projekte in diesem und im kommendem Jahr nicht ausreichen könnte, darüber herrscht unter den Fraktionen im Gemeinderat im Grunde Einvernehmen. Unter ihnen geht es aktuell vielmehr um die Frage: Was soll dieses Jahr noch umgesetzt werden und was eher nicht?

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Stark gefragte Soforthilfe der NBank nur noch bis Ende Mai

Update, 14.30 Uhr: Mehr als 700 Millionen Euro an staatlicher Corona-Soforthilfe hat die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) bereits ausgezahlt. Von den über 110.000 Anträgen auf Unterstützung kamen rund 2.900 aus dem Landkreis Diepholz. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Kreisverwaltung hervor. „Viele kleine Unternehmen haben nach erfolgter Antragstellung innerhalb einer Woche ihren Förderzuschuss erhalten“, berichtet Landrat Cord Bockhop.

Aufgrund von betrügerischen Anträgen musste die NBank die wichtigen wirtschaftlichen Soforthilfen laut Mitteilung für einige Zeit pausieren. Mittlerweile seien allerdings alle fehlerfreien Anträge abgearbeitet worden. Alle weiteren Hilfesuchenden, die (noch) nicht antragsberechtigt sind, sollen in den kommenden Wochen bearbeitet werden, heißt es. Hierbei könne die NBank jetzt aufgrund der sich entspannenden Lage auch wieder „eine konkrete Sachstandsaufklärung“ durchführen. Bei Rückfragen ist neben der Homepage der NBank auch die E-Mail-Adresse beratung@nbank.de oder die Hotline 0511/30031-333 eine Anlaufstelle.

Abschließend weist die NBank daraufhin, dass Anträge aufgrund der aktuellen Förderrichtlinie nur noch bis Ende Mai eingereicht werden können. All jene, die jetzt noch vom Programm „Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes“ profitieren möchten, müssen sich also beeilen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Landtagsabgeordneter sorgt sich um Freiwillige Feuerwehr

Update, 11.20 Uhr: Wann dürfen ehrenamtliche Hilfsorganisationen wieder richtig trainieren? Das fragt der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Marco Genthe. Der rechtspolitische Sprecher der liberalen Landtagsfraktion hinterfragt in einer (schriftlich zu beantwortenden) kleinen Anfrage an den Landtag die Beschränkungen der Ehrenamtlichen in Corona-Zeiten – und verweist in seiner Anfrage auf den Bericht über die Lage der Kreisfeuerwehr in der KreiszeitungKreisbrandmeister Michael Wessels hatte darin deutlich gemacht, dass die aktuellen Vorgaben der Infektionsschutzverordnungen für die rund 5.000 Kräfte umfassende Kreisfeuerwehr praktisch nicht umsetzbar seien – und die Abstands-, Desinfektions- und Separationsvorschriften mit Fesseln verglichen.

So dürften Feuerwehrkräfte nicht Hand in Hand für das Verlegen einer Schlauchleitung oder den Umgang mit Schere und Spreizer, unverzichtbares Rettungsgerät bei schweren Unfällen, üben. Während die Bundesliga wieder spielen dürfe, sei die Feuerwehr noch Lichtjahre von ihrem Alltag entfernt, so Wessels. Genau deshalb will Marco Genthe wissen: „Wie bewertet die Landesregierung die geäußerte Kritik hinsichtlich der Vorgaben für Einsatzübungen von Hilfsorganisationen?“

Ebenso möchte der Liberale erfahren: „Wie bewertet die Landesregierung die Auswirkungen auf das Einsatzgeschehen durch fehlende Übungseinheiten insbesondere bei freiwilligen Einsatzkräften wie Freiwilligen Feuerwehren?“ Und schließlich: „Wird die Landesregierung Sondergenehmigungen für Einsatzkräfte und entsprechende Einsatzübungen erlassen?“ Wenn ja, will der Landtagsabgeordnete den Zeitpunkt wissen. (sdl)

Landtagsabgeordneter Marco Genthe sorgt sich um die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Verwaltung gibt Handlungsempfehlungen für Himmelfahrt

Update, 20. Mai, 10.35 Uhr: Der Feiertag Christi Himmelfahrt, für viele auch als Vatertag bekannt, rückt immer näher. Was damals häufig Grund zur Freude war, treibt jetzt den Verantwortlichen in der Politik und bei der Polizei die Sorgenfalten ins Gesicht. Die Corona-Pandemie ist in Niedersachsen zwar auf dem Rückzug, aber besiegt ist das Coronavirus noch nicht. Daher gelten nach wie vor strenge Hygiene- und Abstandsregeln – und zwar auch am für seine Vatertagstouren bekannten Feiertag Christi Himmelfahrt, wie die Verantwortlichen jetzt noch einmal unterstreichen.

„Wir fordern die Menschen auf, verantwortungsbewusst zu sein und auf die beliebte Vatertagstour zu verzichten“, empfiehlt etwa Polizei-Pressesprecher Thomas Gissing. Ganz so einfach ist das mit den Corona-Maßnahmen jedoch in vielen Fällen nicht. Immerhin handelt es sich bei den offiziellen Verordnungen um mehrseitige, komplexe Dokumente. Die Kreisverwaltung um Landrat Cord Bockhop hat daher versucht, Licht ins Dunkle zu bringen und den Bürgern konkrete Handlungsempfehlungen für Christi Himmelfahrt und die kommenden Tage an die Hand zu geben.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Eine Neu-Infektion in Stuhr

Update, 17.35 Uhr: Im Landkreis Diepholz hat es erneut eine Infektion mit dem Coronavirus gegeben. Wie aus den Daten der Kreisverwaltung hervorgeht, hat sich eine Person aus der Gemeinde Stuhr mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Da eine weitere Person zur gleichen Zeit genesen ist, liegt die Zahl der akut Infizierten weiterhin bei zwölf. Die Zahl derjenigen, die sich zur Zeit noch als potentiell infizierte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne befinden, ist um drei Personen auf 21 gesunken.

Die Kliniken im Landkreis Diepholz erfahren derweil eine weitere Entlastung. So konnten drei weitere Patienten das Krankenhaus verlassen und sich bei Bedarf zuhause auskurieren. Die Anzahl der Corona-Patienten in stationärer Behandlung liegt jetzt bei vier. Einer von ihnen muss intensivmedizinisch betreut werden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Online-Terminvergabe im Rathaus Sulingen boomt

Update, 17 Uhr: Schon weit vor der Corona-Pandemie hat die Stadt Sulingen im Rathaus einen großen Schritt in Richtung digitale Verwaltung gemacht. Wer einen Termin haben wollte, musste nicht zwangsläufig am Nummernautomaten ein kleines Zettelchen ziehen, er konnte sich bei der Online-Terminvergabe auch bequem von zuhause aus eine Zeit für die Sachbearbeitung reservieren.

Aber: Der digitale Vorstoß kam in Sulingen nicht an. Der Nummernautomat war bewährt und beliebt, die Online-Terminvergabe wurde daraufhin wieder eingestellt. Doch jetzt erlebt sie eine Wiederauferstehung wie auch schon das Autokino zuvor: Aufgrund des Kontaktverbots in der Corona-Pandemie ist die Online-Terminvergabe jetzt das erste Mittel der Wahl.

„Jetzt läuft es [...] gut, und wir erhoffen uns, dass dieses Angebot auch nach Corona weiter genutzt wird“, sagt Bürgermeister Dirk Rauschkolb mit Blick auf die nun gefragte Online-Terminvergabe in Sulingen. Die Frage, ob die Digitalisierung auch dauerhaft Halt im Rathaus Sulingen macht, könnte schon bald beantwortet werden. Während sich die Corona-Pandemie in Niedersachsen abschwächt, verkündet die Sulinger Stadtverwaltung bereits die Ausdehnung der Rathaus-Öffnungszeiten.

Nur mit Termin: Marina Dombrowski vom Bürgerservice der Stadt Sulingen kümmert sich um das Anliegen von Ayhan Uzma.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Bassum veranstaltet erste legale Corona-Party

Update, 15.45 Uhr: Die Corona-Pandemie führt zu allerlei Kuriositäten. Seien es die Hamsterkäufe von Toilettenpapier oder das Revival der Autokinos. Was allerdings durchaus als Neuheit in der Corona-Krise bezeichnet werden kann, ist die Autodisco. Anders als auf den illegalen Corona-Partys sitzen die Feierwütigen hier in ihren eigenen Autos. Die Wirtegemeinschaft Bassum will jetzt zeigen, dass ausgelassene Stimmung und große Partys auch ohne die zu dieser Zeit üblichen Volksfeste möglich sind.

Am Pfingstwochenende soll nun das erste „Bassumer Drive Inn“ mit bis zu 225 Autos auf dem Gelände an der Freudenburg stattfinden. Neben Musik von den DJ Toddy, Joe Metzenmacher, Timo Maas, Strichkot und Micha z soll auch ein gastronomisches Angebot bereitgehalten werden. Musik, Snacks und Getränke kommen durch das geöffnete Wagenfenster zu den „Partygästen“. Aussteigen ist nur im Notfall erlaubt oder wenn ein Toilettenbesuch ansteht – dann gilt allerdings eine Maskenpflicht, so die Veranstalter.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Twistringen will Schwimmpark schon im Juni öffnen

Update, 14.20 Uhr: Die Badesaison geht in Twistringen trotz der Corona-Pandemie wohl schon im Juni wieder los. Ein Team arbeite derzeit an der praktischen Umsetzung der Abstands- und Hygieneregeln im Schwimmpark Twistringen, heißt es aus dem Rathaus. Generell seien Stadt und Förderverein bereits seit einiger Zeit damit beschäftigt, das Naherholungsangebot in Twistringen weiter auszubauen. So sollen nicht nur das Schwimmbecken saniert und einige Bodenplatten ausgetauscht werden, es gibt auch Ideen für eine neue Aussichtsplattform für die Schwimmaufsicht sowie für mehrere neue Schattenplätze.

„Die Sanierungsarbeiten laufen auf Hochtouren“, bestätigt der Erste Stadtrat Harm-Dirk Hüppe und macht Hoffnung auf einen baldigen Beginn der Badesaison in Twistringen. Öffentlichkeitswirksam dürfte dieser nicht nur nach den Entbehrungen durch die Corona-Pandemie werden, mit einer neuen Internetseite und einem Imagefilm will die Stadt auch „Nicht-Twistringer“ in den Schwimmpark locken.

Geht die Badesaison in Twistringen nach einer coronabedingten Pause schon im Juni wieder los? Im vergangenen Jahr wurde schon Ende April angebadet, wie hier auf dem Foto zu sehen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Autokino in Bruchhausen-Vilsen steht in den Startlöchern

Update, 12.55 Uhr: Mit einer „schönen Mischung aus Kino und Vergnügungsmarkt“ startet am Mittwoch das erste Autokino in Bruchhausen-Vilsen. Den Auftakt liefert der Film „Das perfekte Geheimnis“ ab etwa 21 Uhr auf dem Marktplatz. Hinter dem Projekt stehen wie so oft diejenigen, denen derzeit ein Großteil ihrer Einnahmen weggebrochen sind. Neben Beate Möller-Dumschat und Elke Brümmer, die als Betreiberinnen des Filmhofs Hoya für die Programmauswahl zuständig sind, ist Manuel Recker für das Projekt verantwortlich. Der Schausteller aus Osnabrück hatte nach eigenen Worten eines Nachts die Idee für das Autokino. Bruchhausen-Vilsen kennt er dabei nicht nur gut, weil seine Frau aus der Region kommt: Der Schausteller ist auch regelmäßig auf dem Brokser Markt am Start.

Cineasten, Nostalgiker und alle anderen Film-Freunde erwartet ab Mittwoch nach Worten der Betreiber ein hochmodernes Autokino. Die Zeiten, in denen noch Boxen mit Kabel ins Auto verlegt werden mussten, sind vorbei. Heute kommt der Ton per UKW-Frequenz ins private Automobil. Neben Pommes, Bratwurst, Burger, Crepes und Zuckerwatte will das neue Autokino in Bruchhausen-Vilsen mit einem besonderen Merkmal Zuschauer anziehen: Es soll vor allem Filme geben, die es in anderen Autokinos nicht zu sehen gibt.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Bundespolitiker Axel Knoerig im Interview

Update, 11.40 Uhr: Corona, Corona, seit Wochen nichts als Corona. Das geht derzeit nicht nur vielen Bürgern in Deutschland und im Landkreis Diepholz so, gerade Politiker müssen dieser Tage ihre langfristigen politischen Ziele hintenanstellen und sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Das Coronavirus verlangt die Aufmerksamkeit von allen, und es sorgt bei manchem Politiker gar für einen Sinneswandel. „Früher habe ich gesagt, Krisen sind immer auch eine spannende Zeit. Spannend ist diesmal aber das falsche Wort. Ich empfinde diese Krise als immense Herausforderung, die wir nur alle gemeinsam bewältigen können“, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig im Gespräch mit der Kreiszeitung.

Seien es Kulturförderprogramme oder die Schaffung neuer Kaufanreize, um die Autoindustrie durch die Corona-Krise zu bringen: Die Politiker in Berlin lassen sich derzeit allerlei einfallen, um die Auswirkungen der Pandemie abzufedern. Doch wie steht es zum Beispiel um das Thema erneuerbare Energien? Ist der Klimawandel durch die Corona-Pandemie weniger drängend geworden? Knoerig entgegnet: „Das Thema Fotovoltaik ist aktuell wieder dran, nachdem einiges in den letzten Wochen krisenbedingt auf Eis gelegt werden musste. Wir werden in den kommenden Wochen weitere Zubaumöglichkeiten beschließen.“ Eines unterstreicht der Bundestagsabgeordnete am Ende deutlich: Politik ist auch in Corona-Zeiten eine „sehr gestalterische Aufgabe“.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: „Café Kinderwagen“ in Sulingen berät jetzt telefonisch

Update, 19. Mai, 10.55 Uhr: Beim „Café Kinderwagen“ in den Räumen des Familiengesundheitszentrums (FGZ) Sulinger Land treffen sich Mütter mit ihren Babys zum Austausch mit einer Hebamme und einer Erzieherin: „Aufgrund der Corona-Pandemie ist derzeit kein persönlicher Austausch möglich. Damit die Mütter mit ihren Fragen rund ums Kind nicht allein gelassen werden, bietet das ,Café Kinderwagen‘ zu den üblichen Öffnungszeiten einen Telefonservice an“, teilt Monika Jahnke, Koordinatorin der Einrichtung in Sulingen, mit. „Jeden Dienstag ist die Hebamme Swantje Kornau unter der Telefonnummer 0173/8932904 in der Zeit von 9 bis 11 Uhr erreichbar.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Landrat Bockhop übt Kritik an Landesregierung

Update, 18.35 Uhr: Erneut gibt es dicke Luft in der Kreisverwaltung. Laut einer Mitteilung wollte Landrat Cord Bockhop Anfang der Woche eigentlich mitteilen, dass Tanzschulen unter strengen Hygieneregeln wieder öffnen dürfen. So habe eine Vorabinformation aus Hannover vergangene Woche gelautet. „Allerdings wurde uns heute seitens der Landesregierung mitgeteilt, dass eine Tanzschule nicht als Bildungseinrichtung gewertet wird, sondern nun doch als Indoor-Sportstätte“, so Landrat Cord Bockhop. Und weiter: „Für solch widersprüchliche Aussagen fehlt mir jedes Verständnis. Mir tut es auch persönlich leid, den Tanzlehrern und -Schülern im Landkreis mitteilen zu müssen, dass der Unterricht in Tanzschulen weiterhin untersagt ist.“

Es ist bereits das zweite Mal, dass Landrat Cord Bockhop öffentlich Kritik am Kurs der Landesregierung übt. Bereits vor etwa einer Woche hatte der Verwaltungschef kritisiert, dass etwa Informationen zu weiteren Lockerungen nicht mit ausreichend Vorlaufzeit an die Landkreise weitergegeben wurden. Außerdem seien viele Regelungen sehr schwammig. Häufig stelle sich die Frage, ob alles verboten ist, was nicht ausdrücklich erlaubt ist oder ob alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist.

Im Fall der Tanzschulen verhält es sich jetzt wohl bis auf Weiteres so wie mit den Fitnessstudios: Sie bleiben geschlossen. „Ich würde mir wünschen, dass sowohl Tanzschulen als auch Fitnessstudios, die ausreichend Abstand und die Einhaltung der Hygienemaßnahmen sicherstellen können, ihren Betrieb wieder aufnehmen können“, so Landrat Cord Bockhop abschließend.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Polizei meldet nach wie vor Verstöße gegen Corona-Maßnahmen

Update, 17.45 Uhr: Obwohl die Abstands- und Hygieneregeln gegen die Ausbreitung Coronavirus nun schon seit mehreren Wochen in Kraft sind, zählt die Polizei im Landkreis Diepholz immer wieder klare Verstöße gegen die Maßnahmen – so auch am vergangenen Wochenende. So mussten die Beamten etwa eine Party mit sieben Personen in Ströhen auflösen und eine Ansammlung von mehreren Personen vor einem Imbiss in Syke unterbinden.

Ein besonders drastischer Verstoß ereignete sich in der Schlesierstraße in Diepholz, wo sich zum wiederholten Mal eine Gruppe von mindestens zehn Personen versammelt hatte. Die Polizei erteilte Platzverweise und leitete zum Teil Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

In ihrer Pressemitteilung weist die Polizeiinspektion Diepholz erneut darauf hin, dass kommenden Donnerstag, an Christi Himmelfahrt, verstärkt Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen vorgenommen würden. „Wir fordern die Menschen auf, verantwortungsbewußt zu sein und auf die beliebte Vatertagstour zu verzichten. Auch die bekannten Ausflugsziele an solchen Tagen sollten nicht aufgesucht werden“, erklärt Polizei-Sprecher Thomas Gissing. Ausflüge mit der Familie oder Radtouren seien hingegen erlaubt.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Keine Neu-Infektionen und immer weniger Kontaktpersonen in Quarantäne

Update, 17.15 Uhr: Anders als am Wochenende, wo noch eine Neu-Infektion in der Stadt Bassum verzeichnet wurde, hat es am Montag keine weiteren Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Diepholz gegeben. Wie die Verwaltung mitteilt, sind nach wie vor 366 Personen im Kreisgebiet mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert worden. Die Zahl der akut Infizierten liegt jetzt nur noch bei zwölf Personen. Die Zahl derer, die sich als Kontaktpersonen in Quarantäne befinden ist auf ein Allzeit-Tief von 36 gesunken. Insgesamt konnten 329 Corona-Patienten die Quarantäne gesund wieder verlassen.

Schließlich teilt der Landkreis Diepholz allerdings mit, dass sich noch sieben Corona-Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf in den Kliniken des Landkreises Diepholz befinden. Zwei davon müssen intensivmedizinisch betreut werden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: 2.500 Liter Desinfektionsmittel gespendet

Update, 14.10 Uhr: Die Kyffhäuser-Kameradschaft Seckenhausen sagt aufgrund der Corona-Pandemie alle eigenen Veranstaltungen sowie Einladung für dieses Jahr ab. Dies geht aus einer Mitteilung des Vereinsvorstands hervor.

Update, 12.30 Uhr: Der Landkreis Diepholz hat eine Spende über 2.500 Liter Desinfektionsmittel vom Energieunternehmen ExxonMobil und dessen Chemiesparte Brenntag erhalten. Das hat die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Insgesamt wurden 75 20-Liter-Kanister und ein 1.000-Liter-Tank des Desinfektionsmittels „Isopropanol 70“ (IPA) übergeben, heißt es. „Das Desinfektionsmittel wird von Brenntag mit dem Rohmaterial der ExxonMobil Chemiesparte hergestellt und erfüllt die hohen medizinischen Qualitätsanforderungen“, so die Mitteilung.

Während der große Tank an die Krankenhäuser im Landkreis Diepholz geht, sollen die kleinen Kanister per Bedarfsabfrage an Pflegeeinrichtungen und niedergelassene Ärzte verteilt werden, heißt es.

Erfreut über die Spende von Desinfektionsmittel an den Landkreis Diepholz zeigte sich nicht nur Landrat Cord Bockhop, auch die kaufmännische Direktorin der Kliniken im Landkreis Diepholz, Brigitte Bösch, lobte die Aktion und unterstrich: „Persönliche Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel sind in der Krisenzeit nicht nur besonders gefragt, sondern auch in ihrem Marktwert enorm gestiegen. Umso mehr freuen wir uns über die großzügige Spende, mit der wir Versorgungsengpässen vorbeugen können.“

Neben dem Landkreis Diepholz erhielten neun weitere Landkreise in Niedersachsen Desinfektionsmittel-Spenden von ExxonMobil.

Landrat Cord Bockhop (v.l.), Klaus Torp von ExxonMobil, Kreisschirrmeister Stephan Feldmann und Brigitte Bösch von den Kliniken im Landkreis Diepholz bei der Übergabe der Desinfektionsmittel-Spende vor der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Wehrbleck.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Ticket-Kauf bald wieder direkt im Bus möglich

Update, 11.40 Uhr: Nach der Rückkehr zum regulären Fahrplanangebot öffnen die 1.150 Linienbusse, die im Gebiet des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) unterwegs sind, allmählich wieder ihre Fahrertüren. Einstieg vorn und Ticketkauf beim Fahrer waren seit Mitte März wegen des Coronavirus nicht möglich. Inzwischen werden alle Fahrerkabinen der Busse im VBN mit sogenannten Hygieneschutzscheiben oder Folien ausgestattet. Nach und nach wird so ein kontrollierter Einstieg und Ticketverkauf bei den Verkehrsunternehmen des VBN wieder möglich, heißt es in einer Pressemitteilung. Für den sicheren Ticketkauf gelte bis dahin weiterhin: Tickets können über die FahrPlaner-App, bei Fahrkarten-Automaten, privaten Vorverkaufsstellen sowie den Kundencentern des VBN erworben werden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Eine Neu-Infektion über das Wochenende

Update, 18. Mai, 10.55 Uhr: Am Wochenende hat es im Landkreis Diepholz erneut eine Infektion mit dem Coronavirus gegeben. Nähere Angaben macht die Verwaltung hierzu nicht. Die Zahl der insgesamt an Covid-19 Erkrankten im Kreisgebiet ist damit auf 366 gestiegen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Autokino in Stuhr-Brinkum verlängert Lizenz

Update, 18.05 Uhr: Das Autokino in Stuhr-Brinkum geht in die Verlängerung. Wohl unter anderem wegen des großen Erfolgs hatten die Betreiber um Cinespace-Chef Bernd Aurin bei der Gemeinde Stuhr um eine Verlängerung der Genehmigung gebeten. Dieser wurde nun stattgegeben. Das Autokino soll noch bis mindestens 27. Mai hinter der BMÖ-Tankstelle an der Bremer Straße in Brinkum-Nord stehen. In den vergangenen Tagen war jede Film-Vorführung innerhalb weniger Stunden ausverkauft, heißt es.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Reload Festival gibt Veranstaltungs-Datum für 2021 bekannt

Update, 16.30 Uhr: Nachdem das Reload Festival in Sulingen dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, haben die Veranstalter jetzt das Datum für das Reload 2021 auf Facebook mitgeteilt. „Vom 19. bis zum 21. August 2021 sehen wir uns endlich wieder auf dem Battlefield!“, schreiben die Festival-Macher, nachdem sie sich bei den Fans zuerst für ihre „Löwen-Geduld“ bedankt hatten. In der kommenden Woche soll es nun weitere Details und Infos zu den Tickets geben. Ob dann auch schon die ersten Bands bekanntgegeben werden, haben die Organisatoren nicht verraten.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Verwaltung warnt vor Leichtsinnigkeit am Vatertag

Update, 16.10 Uhr: Mit deutlichen Worten warnt der Landkreis Diepholz davor, die aktuellen Corona-Maßnahmen an Christi Himmelfahrt nächste Woche Donnerstag zu ignorieren. Der Feiertag wird von vielen Menschen üblicherweise auch für Vatertags-Touren oder Ausflüge genutzt. Die müssen dieses Jahr ausfallen, so der Landkreis. „Bei Verstößen gegen die Rechtsverordnung drohen Geldbußen, die es in sich haben“, warnt die Kreisverwaltung in einer Mitteilung. „Das Bier mit den besten Freunden kostet da schon mal zwischen 50 und 400 Euro – für jede beteiligte Person.“

Grund für die mahnenden Worte sind die aktuellen Corona-Zahlen für den Landkreis Diepholz – die sehen nämlich sehr gut aus. Waren es am 8. April noch 141 akut Infizierte, sind es heute nur noch 15, rechnet die Behörde vor. Auch die Anzahl der Neu-Infektionen gehe zurück. Grund zur Entwarnung und Nachlässigkeit gebe das aber nicht. „Trotz aller Lockerungen gelten weiterhin strikte Auflagen und Regelungen für den Aufenthalt in der Öffentlichkeit“, heißt es. Die Polizei werde in der kommenden Woche verstärkt die Einhaltung der Corona-Maßnahmen kontrollieren.

Insgesamt habe es bislang 221 Bußgeld-Verfahren wegen Verstößen gegen die Maßnahmen gegeben, so der Landkreis. 27 davon wurden wieder eingestellt. Außerdem weist die Behörde darauf hin, dass es sich häufig um Gruppen gehandelt habe und somit nur von 54 Vorfällen gesprochen werden könne. Generell würden die Maßnahmen im Landkreis Diepholz in den meisten Fällen eingehalten.

Auch Landrat Cord Bockhop findet lobende Worte: „Die Bürgerinnen und Bürger haben sich die Corona-Lockerungen mit Disziplin und Solidarität hart erarbeitet. Für dieses vorbildliche Verhalten möchte ich mich bedanken.“ Jedoch warnt auch der Verwaltungschef noch einmal: „Ich kann durchaus verstehen, dass der Reiz groß ist, sich nach Wochen voller Entbehrungen mal wieder mit Freunden zu treffen, um einfach nur Spaß zu haben. Jedoch kann aus dieser vermeintlichen Leichtigkeit insbesondere im Zusammenspiel mit Alkohol auch schnell ein Leichtsinn werden, der letztendlich sogar Leben kosten kann.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Weniger Kontaktpersonen in Quarantäne und weniger akut Infizierte

Update, 13.55 Uhr: Im Landkreis Diepholz hat es erneut eine Infektion mit dem Coronavirus gegeben. Laut den Daten der Kreisverwaltung ist eine Person in der Stadt Syke erkrankt. Die Zahl der akut Infizierten ist dennoch weiter gesunken auf nunmehr 15. Das sind vier Corona-Patienten weniger als am Vortag. Entsprechend stieg der Anteil der Genesenen um fünf Personen auf 325.

Die Zahl der Kontaktpersonen, die sich zur Abklärung einer Infektion noch in häuslicher Quarantäne befinden, ist erheblich gesunken. Laut Mitteilung der Behörde sind es nur noch rund 50 Personen, das wären etwa 30 weniger als am Vortag.

Der Anteil der akut Infizierten mit einem schweren Krankheitsverlauf hat sich jedoch erhöht. Von den aktuell 15 an Covid-19 Erkrankten sind mittlerweile neun in stationärer Behandlung, zwei davon auf einer Intensivstation. Das sind insgesamt drei Krankenhaus-Patienten mehr als am Vortag.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Jusos stellen sich gegen Kurzarbeit für Azubis

Update, 15. Mai, 10.30 Uhr: Kein Kurzarbeitergeld für Auszubildende: Das ist die Forderung der Jusos im Landkreis Diepholz. In einer Pressemitteilung stellt sich die Jugendorganisation der SPD deutlich gegen den jüngsten Vorschlag des Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig (CDU), die Kurzarbeitsregelung auch für Azubis geltend zu machen. Die Idee, Betriebe durch die Senkung der Personalkosten weiter zu entlasten und damit potentiell Ausbildungs-Plätze zu erhalten, sei in diesem Fall nicht förderlich. „Das übliche Kurzarbeitergeld von lediglich 60 Prozent für Kinderlose würde bei der so oder so schon geringen Mindestausbildungsvergütung von zur Zeit 515 Euro im ersten Ausbildungsjahr gerade einmal 309 Euro für einen Azubi pro Monat bedeuten“, rechnen die Jungsozialisten vor. „Eines steht dabei aber fest: Gespart werden darf nicht bei den Auszubildenden!“, fordern sie.

Unter anderem auf seinen Social-Media-Kanälen hatte Axel Knoerig zuvor gefordert: „Kurzarbeitergeld für Azubis muss kommen!“ Die Jusos melden nun mit Blick auf das damit deutlich geringere Gehalt der Berufseinsteiger klare Bedenken an: „Mit einem solchen Gehalt würden die Azubis nicht nur vor finanziellen Herausforderungen, sondern vor dem finanziellen Aus stehen.“ Dennoch sei es positiv zu bewerten, dass Axel Knoerig sich in diesen Zeiten auch Gedanken um die Lage der Auszubildenden mache, heißt es abschließend.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Ikea in Stuhr-Brinkum öffnet unter strengen Auflagen wieder

Update, 18.40 Uhr: Unter strengen Abstands- und Hygieneregelungen hat Anfang der Woche die Ikea-Filiale in Stuhr-Brinkum wieder geöffnet. Der Kunden-Ansturm war jedoch nicht so stark, wie von der Geschäftsleitung erwartet. „Die längste Wartezeit waren etwa 20 Minuten“, berichtet Daniela Seidlich, kaufmännische Leiterin der Brinkumer Filiale, mit Blick auf die Schlangenlinien aus Absperrband, die extra im Erdgeschoss des Parkhauses eingerichtet wurden.

Und obwohl derzeit nur ein Drittel der üblichen Kunden-Menge in Zehner-Gruppen durch das Einrichtungshaus geleitet wird, sind die Hygienemaßnahmen deutlich ausgeweitet worden. Die Toiletten werden mindestens alle 90 Minuten gereinigt und desinfiziert, offen ausgestellte Kuscheltiere und Puppen wurden weggeräumt und Probeliegen auf der Matratze geht nur noch mit Papier-Unterlage.

Die Hygiene-Maßnahmen scheinen die Ikea-Kunden jedoch wenig zu stören. „Es ist so, wie es ist“, sagt Andrea aus der Nähe von Soltau, während sie mit ihrem Mann Hans-Dieter die erworbene Lampe im Einkaufswagen schiebt.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Nur noch 19 akut Infizierte gemeldet

Update, 17.25 Uhr: Der Landkreis Diepholz meldet erstmals seit Langem keine Neu-Infektionen mit dem Coronavirus. Der Anteil der akut Infizierten sei weiter gesunken auf nunmehr 19 Erkrankte, heißt es. Die Zahl derjenigen, die wieder als genesen gelten und die Quarantäne verlassen konnten, ist derweil auf 320 gestiegen. Rund 80 Kontaktpersonen befinden sich zur Abklärung einer Infektion noch in häuslicher Absonderung, sechs Corona-Patienten werden mit schwerem Krankheitsverlauf in den Kliniken des Landkreises Diepholz behandelt. Ein Corona-Fall befindet sich nach wie vor auf der Intensivstation.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Stuhrer Unternehmer setzt jetzt auf Video-Telefonie

Update, 16.30 Uhr: Not macht erfinderisch. So passiert beim Stuhrer Unternehmen Medien-Systemtechnik (MST). Weil ihm die Aufträge aufgrund der Corona-Pandemie weggebrochen sind, hat sich Geschäftsführer Ralf-Peter Franz auf einen neuen Geschäftszwei eingelassen: Er vermietet jetzt Laptops zur Video-Telefonie an Alten- und Pflegeheime. „Wer das drei oder vier Mal gemacht hat, wird damit entspannt umgehen. Die Hemmschwellle fällt weg“, ist sich Franz mit Blick auf die von seinem Unternehmen entwickelte Software-Lösung sicher.

Bedenken bezüglich der Hygiene will der Geschäftsführer gleich im Vorfeld zerstreuen. Die Geräte würden vor der Lieferung desinfiziert, für alle Senioren gäbe es eigene Kopfhörer. Die Video-Telefonie könnte in den Altenheimen sofort Einzug halten. Die einzige Unwägbarkeit ist derzeit also nur noch das Coronavirus beziehungsweise die Corona-Maßnahmen. Lockerungen in Alten- und Pflegeheimen sind in vielen Bundesländern immerhin schon in Aussicht gestellt.

Berichtet per Skype über Möglichkeiten des Skypens: MST-Chef Ralf-Peter Franz.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Weyher Theater steht vor einem Desaster

Update, 15.15 Uhr: Nicht nur die Förderbänder in den Fabriken und die Espressomaschinen in den Cafés stehen dieser Tage still, auch auf den Theaterbühnen im Landkreis Diepholz herrscht eine unheimliche Stille. Kulturschaffende sind durch die Corona-Pandemie wie kaum ein zweiter Berufszweig betroffen. „Seit dem 13. März sind unsere Einnahmen gleich Null“, sagt Kay Kruppa, Intendant des Weyher Theaters. Das hat drastische Folgen – nicht nur für den Spielbetrieb, sondern auch für die Angestellten und Schauspieler. Als die Theaterleitung schließlich für die meisten der Beschäftigten die Kurzarbeit ausrief, habe „der ganze Saal geheult“, so der Dramaturg Frank Pinkus.

Über die finanzielle Soforthilfe des Staates können er und Kay Kruppa derzeit nur lachen. Während die Staatstheater weiter finanziert würden, gingen die Privattheater leer aus. „Das ist ein zynischer Schlag ins Gesicht für alle, die Privattheater machen“, so Kruppa. Abstandsregelungen sowie eine reduzierte Maximalanzahl von Personen im Theater, das sei in Weyhe nicht machbar. Das Theater müsse mindestens zu 85 Prozent ausgelastet sein für eine schwarze Null, so der Intendant. Unter den aktuellen Corona-Maßnahmen ist das unmöglich.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Reise-Unternehmer aus Stuhr demonstriert in Berlin

Update, 14. Mai, 10.30 Uhr: Wenn ein Reisebus-Unternehmen vier von fünf Bussen bei der Versicherung abmelden muss, dann steht es nicht fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf für die Reisebranche. Das würde zumindest Frank Cordes so sagen. Er ist Inhaber von Sausner Reisen in Stuhr und die Corona-Pandemie hat ihm den Beruf in diesem Jahr nicht erschwert, sondern praktisch unmöglich gemacht. „Touristisch gesehen, ist das Jahr für uns gelaufen“, stellt er fest.

Unpraktisch, wenn dann die neben der Kurzarbeit beantragte staatlichen Soforthilfe einfach nicht ankommen will. Um seinem Unmut Ausdruck zu verleihen und auf die prekäre Situation der Reisebus-Unternehmen hinzuweisen, demonstriert Cordes am heutigen Donnerstag mit zahlreichen anderen Busfahrern in Berlin. Denn was viele vergessen: Das Geschäft von Reisebus-Unternehmen stützt sich vielerorts zu einem großen Teil auf Fahrten mit Menschen, die heute der Risikogruppe zugeordnet würden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Bürgertelefon wird über das Wochenende wieder abgeschaltet

Update, 17.45 Uhr: Der Landkreis Diepholz weist in einer Mitteilung darauf hin, dass Werkstätten für Menschen mit Behinderung weiterhin geschlossen bleiben. Auch das Besuchsverbot für Krankenhäuser, Pflege- und Seniorenheime habe weiterhin Bestand, heißt es. Die Kreisverwaltung warte auf weitere Informationen seitens der Landesregierung.

Außerdem informiert die Behörde, dass das Bürgertelefon aufgrund des Rückgangs der Neu-Infektionen mit dem Coronavirus seinen Wochenend-Dienst ab sofort einstellt. Montags bis freitags stehe das Bürgertelefon allerdings weiterhin zwischen 8 Uhr und 12 Uhr sowie zwischen 13 Uhr und 16 Uhr unter der Telefonnummer 05441/9762020 für nichtmedizinische Fragen zum Coronavirus zur Verfügung.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Zahl der akut Infizierten sinkt auf 25

Update, 17 Uhr: Im Landkreis Diepholz hat es seit Dienstag nur eine Neu-Infektion mit dem Coronavirus in der Gemeinde Weyhe gegeben. Das teilt die Kreisverwaltung am Mittwochnachmittag mit. Die Zahl der Gesamt-Infektionen steigt somit auf 364. Ebenfalls gewachsen ist jedoch der Anteil derjenigen, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben. Die Zahl der Genesenen liegt am Mittwochnachmittag bei 314.

Während derzeit nur noch 25 Personen akut an Covid-19 erkrankt sind, befinden sich noch rund 60 Kontaktpersonen zur Abklärung einer Infektion in Quarantäne. Sechs Corona-Patienten werden in den Kliniken des Landkreises Diepholz zur Zeit behandelt, davon einer auf der Intensivstation.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Barnstorfer Schule unterrichtet unter strengen Auflagen

Update, 16.30 Uhr: Nachdem bereits die Schulen in Sulingen und Syke ihre Hygiene- und Abstandsregelungen für den Schulbetrieb präsentiert und den Unterricht wieder aufgenommen haben, zeigt nun auch die Christian-Hülsmeyer-Schule in Barnstorf, wie Präsenzunterricht in Zeiten von Corona funktionieren kann.

Der Konrektor der Barnstorfer Oberschule, Andreas Beine, erklärt, dass man jetzt im Grunde von zwei Schulen unter einem Dach sprechen könne. Das hat seinen Grund: Mit Absperrband und zahlreichen Markierungen sind zwei komplett voneinander getrennte Bereiche im Schulgebäude entstanden. „Wir haben momentan noch den glücklichen Fall, dass uns genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen und wir die Klassen räumlich trennen können“, so Beine.

Zusätzlich kommen Mundschutz und Handdesinfektion für Schüler wie auch Lehrer ins Spiel. Außerdem gilt in der Schule das Einbahnstraßen-Prinzip. Und natürlich gilt in der Christian-Hülsmeyer-Schule in Barnstorf das, was wohl für die meisten öffentlichen Einrichtungen dieser Tage gilt: Betrieb nur mit halber Besetzung. An der Schule heißt das: Während die eine Hälfte der Klasse im Schulgebäude Frontalunterricht bekommt, sitzt die andere zuhause im Homeoffice.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Handwerker profitieren zum Teil von der Pandemie

Update, 15 Uhr: Während sich viele Arbeitnehmer derzeit in Kurzarbeit befinden oder zuhause im Homeoffice sitzen, ist eine Branche auf den ersten Blick kaum von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen: die der Handwerker. Munter hört man dieser Tage die Hämmer auf den Baustellen im Lande klopfen und die Sägen kreischen. Doch stimmt das wirklich: Ist die Bau- und Ausbau-Branche gar nicht von den Corona-Maßnahmen betroffen?

Bei einer Umfrage in Bassum wird schnell klar: Von echten Einschränkungen und Einbußen durch das Coronavirus können die Handwerker im Bau- und Ausbaubereich in Bassum bisher tatsächlich nicht sprechen. Es herrscht jedoch eine erhöhte Sensibilität dem Thema gegenüber. „Die Mitarbeiter haben immer eine Maske dabei, wenn sie zum Kunden fahren“, so Lars-Tino Bobek, Vorsitzender der Ortshandwerkerschaft und Inhaber von Bobek Möbel Innenausbau. Auch seien die Handwerker dazu angehalten, wenn möglich die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten.

Auch bei der Materialbeschaffung spüren die Betriebe die Auswirkungen der Pandemie. „Eine Weile mussten wir bis zu vier Wochen auf Leder aus Italien warten“, berichtet Carsten Wiegmann vom „Dekoratör“. Und dennoch: Generell sei die Lage auf den Baustellen eher entspannt. Und es gibt sogar Positives zu berichten: „Die Leute lassen jetzt viele Dinge in ihrem Urlaub machen, die sie sonst nicht haben machen lassen, weil sie in der Zeit lieber weggefahren sind“, so Bobek.

Hoffen, dass die Branche weiterhin gut durch die Corona-Krise kommt: Lars-Tino Bobek (links) und Carsten Wiegmann.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Elterngeld-Anträge werden weiterhin bearbeitet

Update, 11.55 Uhr: Anträge auf Elterngeld werden auch während der Corona-Pandemie zeitnah vom Landkreis Diepholz bearbeitet. Darauf weist die Behörde in einer Mitteilung hin. „Aktuell gibt es keine Rückstände [bei der Bearbeitung]“, so Landrat Cord Bockhop. Die monatlich stattfindenden Elterngeld-Sprechtage seien jedoch bis auf Weiteres ausgesetzt. Telefonisch sei die Elterngeldstelle des Landkreises Diepholz aber weiterhin erreichbar.

Mit Spannung blicke die Verwaltung auch auf die bereits im Bundestag beschlossene Anpassung des Elterngeldgesetzes in Bezug auf die Corona-Pandemie. Da sich die Leistung nach dem Einkommen der Eltern vor der Geburt ihres Kindes richtet, hätte eine etwaige Kurzarbeitsregelung negative Auswirkungen auf die Höhe der Elterngeld-Ausschüttung. Die Gesetzesänderung hat nun zum Ziel, mögliche Kurzarbeitsregelungen bei der Berechnung des Elterngeldes außen vor zu lassen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Freibäder in Barenburg und Kirchdorf bleiben 2020 geschlossen

Update, 13. Mai, 11.25 Uhr: Die Freibäder in Barenburg und Kirchdorf werden in diesem Jahr nicht öffnen. Schuld ist neben einigen anderen Faktoren auch die Ausbreitung des Coronavirus. Wie die Kommunen berichten, sei es in diesem Jahr eine unglückliche Kombination aus nötigen Wartungsarbeiten, fehlenden finanziellen Mitteln, Personalengpässen und der Pandemie.

Hygiene- und Abstandsregelungen, regelmäßige Desinfektion sowie die Überwachung einer maximalen Anzahl an Badegästen: All das bedeutet einen erheblichen personellen Mehraufwand. „Den können wir nicht leisten“, bilanziert Barenburgs Bürgermeister Hermann Dencker. Vereinzelt sei in den Kommunen die Idee geäußert worden, man könne doch zumindest die Frühschwimmer ins Freibad lassen. Da kontert Kirchdorfs Bürgermeister Holger Könemann: „Dann müssten auch die Abendschwimmer rein dürfen.“

Fest steht: Die Lage ist verzwickt. Um ein freibadfreies Jahr 2020 scheint derzeit kein Weg herumzuführen. „In diesem Jahr werden die Bürger erleben, wie es ist, wenn es kein Freibad gibt“, sagen die beiden Bürgermeister unisono – und hoffen, dass genug Leute ihr Freibad vermissen und vielleicht selbst im kommenden Jahr als Freiwillige mit anpacken wollen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Nur eine Neu-Infektion in Stuhr gemeldet

Update, 17.10 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Diepholz nimmt weiter ab. Wie die Verwaltung am Dienstagnachmittag mitteilt, sind nur noch 31 Personen akut an Covid-19 erkrankt. Das sind sechs weniger als am Vortag. Auch die Zahl der Patienten, die mit schweren Symptomen stationär behandelt werden müssen, ist um eine Person auf fünf gesunken. Einer von ihnen ist jedoch nach wie vor in intensivmedizinischer Behandlung.

Seit Montag hat es außerdem eine weitere Neu-Infektion in der Gemeinde Stuhr gegeben. Die Zahl der insgesamt Infizierten im Landkreis Diepholz klettert somit auf 363. Zur Abklärung einer möglichen Infektion befinden sich laut Behörde aktuell noch mehr als 70 Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Polizei will bei Corona-Maßnahmen mit gutem Beispiel vorangehen

Update, 15.55 Uhr: In den vergangenen Wochen stand die Polizei im Landkreis Diepholz vor allem für eine ihrer Aufgaben im Mittelpunkt: die Kontrolle zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen. Doch dass die Beamten auch selbst auf Hygiene- und Abstandsregeln im Dienst achten müssen und wollen, geht dabei oft unter. „Innerhalb der Polizei gibt es diverse interne Anpassungen, um den Regeldienst durchgängig aufrecht zu erhalten“, erklärt Franziska Mehlan, die das Polizeikommissariat in Weyhe leitet.

Konkret heißt das für die Polizei: Es gibt derzeit deutlich weniger Besprechungen und keine Fortbildungen mehr. Außerdem sind die Besuchsmöglichkeiten an der Polizeiwache derzeit stark eingeschränkt. Im Idealfall sollten diese die Polizei telefonisch oder über die Online-Wache kontaktieren.

Sorgt wegen der Corona-Krise für eine Reduktion der Kontakte im Rahmen des Dienstes im Polizeikommissariat: die Leiterin Franziska Mehlan.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Notbetreuung im Kindergarten Kinderreich in Bassum

Update, 15 Uhr: Notbetreuung. Schon seit einigen Wochen geistert dieser Begriff durch die Berichterstattung rund um die Corona-Pandemie. Doch wie läuft die notdürftig eingerichtete Betreuung der Kinder im Alltag ab? Zumindest in Bassum recht unspektakulär.

Der Ablauf im Kindergarten Kinderreich etwa ist fast identisch mit dem üblichen Alltag dort. Wäre da nur nicht das regelmäßige Händewaschen, Desinfizieren und das Tragen der Mundschutze. Und natürlich ist die Gruppe auch deutlich kleiner als sonst, da nur die Kinder der Eltern betreut werden, die in systemrelevanten Berufen arbeiten.

Und auch, wenn der Kindergarten-Alltag so erstmal recht trist klingt: „Die [Kinder] genießen diese Betreuungsform und fühlen sich hier pudelwohl“, so Einrichtungsleiter Franz Holsten. Die Kleinen können dort zusammen essen, draußen spielen und für ihre Freunde, die derzeit zuhause sind, wird auch schon mal eine Videobotschaft aufgenommen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Regelpatienten werden im Krankenhaus wieder operiert

Update, 12.35 Uhr: In den Kliniken im Landkreis Diepholz wird wieder operiert. Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen Anfang der Woche wurde auch die Erlaubnis erteilt, dass Krankenhäuser wieder Regelpatienten aufnehmen und behandeln dürfen. „Wir machen das schrittweise“, erläutert Uwe Lorenz als Geschäftsführer der Kliniken in Bassum, Diepholz und Sulingen das Prozedere nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen.

Patienten, die auf der Warteliste für eine Operation stehen, würden nun von den zuständigen Abteilungsleitern kontaktiert und „eingeladen“ ins Krankenhaus zu kommen. Es gibt nur eine Voraussetzung: Jeder Patient muss vorher einen Test auf das Coronavirus machen. Und auch sonst hat die Pandemie die Kliniken noch fest im Griff: So muss etwa jederzeit eine gewisse Anzahl an Betten für mögliche Covid-19-Patienten vorgehalten werden.

An den Kliniken im Landkreis Diepholz, wie hier auf dem Foto in Sulingen, sind jetzt auch reguläre Operationen wieder möglich.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Landrat erfreut über Ausbau der Notbetreuung

Update, 12. Mai, 12.05 Uhr: Seit Anfang der Woche gelten nicht nur zahlreiche weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen, auch die Notbetreuung in Kitas, Krippen und Hortgruppen wurde deutlich ausgeweitet. Eine Entscheidung, die auf viel Zuspruch in der Kreisverwaltung trifft. „Es ist besonders wichtig, dass Notbetreuungsplätze für die Kinder zur Verfügung stehen, deren Eltern in Berufen von allgemeinem öffentlichen Interesse tätig sind, oder wenn ansonsten eine Kindeswohlgefährdung droht“, so Landrat Cord Bockhop in einer Pressemitteilung.

Gerade aber auch die Eltern, die die Betreuung ihrer Kinder selbst übernehmen und so die dringend benötigte Notbetreuung freihalten, würden besonderen Respekt verdienen, so Bockhop weiter. „Die Kinderbetreuung, die viele Familien in den vergangenen Wochen von jetzt auf gleich privat gemeistert haben, verdient größte Anerkennung. Schon in ‚normalen‘ Zeiten ist es nicht immer einfach Familie zu organisieren.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: 95-Jährige aus dem Südkreis stirbt an Covid-19

Update, 17.50 Uhr: Es hat einen weiteren Corona-Todesfall im Landkreis Diepholz gegeben. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, ist eine 95-jährige Frau aus dem Südkreis an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Zahl der Corona-Toten erhöht sich somit auf insgesamt 25. Erst Ende vergangener Woche war nach längerer Pause eine Seniorin aus dem Südkreis am Coronavirus gestorben.

Während am Wochenende noch eine Neu-Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 aus der Samtgemeinde Barnstorf gemeldet wurde, sinkt die Zahl der akut Infizierten weiter und erreicht ein bisheriges Allzeit-Tief von 37. Zusätzlich befinden sich derzeit noch 43 Personen zur Abklärung einer Infektion in häuslicher Quarantäne. 300 einstige Corona-Fälle aus dem Landkreis Diepholz gelten heute wieder als gesund. Im Krankenhaus befinden sich derzeit nur noch sechs Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf, einer von ihnen muss intensivmedizinisch betreut werden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Hebammen kämpfen mit Folgen der Pandemie

Update, 17 Uhr: „Die Arbeit hat sich total verändert, es ist nichts mehr so wie vorher“ – ein Satz, der wohl für viele Berufstätige derzeit gilt. Und doch sind es bei Swantje Kornau noch einmal andere Umstände. Sie ist Hebamme und arbeitet so nah am Menschen, wie kaum ein anderer. Jetzt ist bei ihr durch die Corona-Pandemie alles anders. So darf sie etwa keine regulären Kurse mehr anbieten, sondern nur noch Live-Kurse im Internet. Hausbesuche hat die Hebamme aus Brünhausen bei Sulingen auf ein Minimum reduziert und natürlich sind Maske und Handschuhe ihre ständigen Begleiter.

Das gleiche gilt für Claudia Kramer. Die Marhorsterin ist ebenfalls selbstständige Hebamme und auch sie sagt: „Ich versuche, jeglichen Kontakt so kurz wie möglich zu halten.“

Während junge Eltern häufig die Ungewissheit quält, was Covid-19 für ihre Kinder bedeutet, sind Kornau und Kramer einer anderen Herausforderung ausgesetzt: Durch wegfallende Kurse spüren sie die Corona-Pandemie auch finanziell.

Claudia Kramer (l.) und Swantje Kornau sind selbstständige Hebammen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: AWG öffnet weitere Wertstoffhöfe

Update, 16.40 Uhr: Schon vor Wochen hatte die Abfallwirtschaftsgesellschaft Bassum (AWG) Schritt für Schritt, und mit den gebotenen Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus als Priorität, die Wertstoffhöfe wieder für Kunden geöffnet. Am Montag folgten die Mini-Wertstoffhöfe in Kirchdorf, Siedenburg, Stuhr, Wagenfeld und Weyhe. Die Sicherheit der Menschen habe weiterhin Vorrang, weshalb Mitarbeiter laut Pressemitteilung nicht beim Ausladen von Abfällen helfen werden. Eine kleine Einschränkung gibt es in Stuhr und Weyhe, wo der Behältertausch noch nicht wieder möglich ist, doch ansonsten ist „alles wieder normal und regulär geöffnet“, erklärt Matthias Kühnling, AWG-Pressesprecher, auf Nachfrage.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager 2021 in Cornau

Update, 15.40 Uhr: Das Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager musste dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Eine traurige Nachricht, nicht nur für alle Kinder und Jugendlichen, die daran teilnehmen wollten, auch die Veranstalter aus Cornau zogen lange Gesichter – immerhin hatten sie die Großveranstaltung mit mehreren Tausend Besuchern jahrelang vorbereitet. Turnusgemäß hätte das nächste Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager 2021 in Bruchhausen-Vilsen und 2022 in Weyhe stattgefunden. Doch jetzt wurde eine solidarische Entscheidung getroffen: Bruchhausen-Vilsen und Weyhe rutschen jeweils ein Jahr weit nach hinten und Cornau darf sich trotz Corona noch auf ein Zeltlager im kommenden Jahr freuen.

„Eine kameradschaftliche Aktion, wie man sie von uns kennt“, freute sich Feuerwehr-Pressesprecher Matthias Thom. „Ganz so einfach war die Umplanerei allerdings nicht“, fügte Kreis-Jugendfeuerwehrwart Lars Genthe hinzu. Immerhin waren zahlreiche Absprachen schon getroffen, Leitungen schon verlegt und Flächen schon gepachtet. Vor dieser kameradschaftlichen Entscheidung war also viel Arbeit von allen Beteiligten gefordert.

Dafür steht am Ende nicht nur die Freude darüber, dass es 2021 ein Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager in Cornau geben wird, auch für 2024 hat sich im Rahmen der Umplanungen ein Ausrichter gefunden: Kirchdorf.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Polizei meldet deutlich mehr Verstöße gegen Maßnahmen

Update, 14.23 Uhr: Die Polizei hat am Wochenende im Landkreis Diepholz deutlich mehr Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen festgestellt als in den Tagen zuvor. Wie die Beamten mitteilen, ließe sich nicht mit Sicherheit sagen, ob die Sorglosigkeit dem guten Wetter geschuldet war.

Im Bericht der Ordnungshüter wird etwa ein Spielplatz in Stuhr und die Grundschule Stuhr-Varrel erwähnt. Dort hätten sich jeweils Gruppen von sieben Jugendlichen getroffen, denen die Beamten einen Platzverweis erteilen mussten. In Syke erwartet vier Personen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren, weil sie zum wiederholten Mal gemeinsam in einem Auto erwischt wurden. 

Noch einmal deutlich sorgloser mutet das Verhalten von rund 15 bis 20 Personen an, die sich am Freitag mit sieben Fahrzeugen in der Schlesierstraße in Diepholz getroffen haben. Auch eine Geburtstagsfeier in Bassum mit elf Personen wird im Polizeibericht als Negativbeispiel aufgeführt.

Bedingt durch das gute Wetter seien auch die Ausflugsziele im Landkreis Diepholz gut besucht gewesen, heißt es weiter. Auch hier mussten die Beamten Verstöße feststellen. Sie betonen jedoch: „Die meisten Ausflügler hielten sich aber an die Regeln.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Bundesförderung für Kultureinrichtungen

Update, 11.20 Uhr: Nachdem ein erstes Förderprogramm für Kultureinrichtungen aufgrund hoher Nachfragen schnell an seine Grenzen gekommen ist, hat die Bundesregierung nun das Programm „Neustart“ aufgesetzt.

Zehn Millionen Euro werden ausgeschüttet, um eine rasche Wiedereröffnung kleiner und mittlerer Einrichtungen unter Einhaltung coronabedingter Schutzauflagen zu ermöglichen, berichtet Axel Knoerig, CDU-Bundestagsabgeordneter, in einer Pressemitteilung. Er erläutert: „Museen, Ausstellungshallen und Gedenkstätten sowie Veranstaltungsorte von Konzert- und Theateraufführungen, soziokulturelle Zentren und Kulturhäuser können Förderzuschüsse von jeweils 10.000 bis 50.000 Euro beantragen.“ Damit sollen Investitionen wie Umbau- und Ausstattungsmaßnahmen für den Infektionsschutz sowie die Einführung digitaler Vermittlungsformate unterstützt werden.

Heimatmuseen bietet sich noch eine zweite Möglichkeit, Geld zur Weiterentwicklung des Angebots zu erhalten. Die Stiftung „Lebendige Stadt“ sucht das beste Heimatmuseum. Preiswürdig sind Knoerig zufolge Einrichtungen, die zukunftsorientiert handeln. Insgesamt sei für den Wettbewerb ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro ausgelobt worden.

Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig im Interview mit der Kreiszeitung, zu einer Zeit, in der das Coronavirus noch nicht das alles beherrschende Thema war.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Viele Lockerungen, keine Neu-Infektionen

Update, 11. Mai, 10.40 Uhr: Seit diesem Montag gelten weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen im Landkreis Diepholz. So dürfen sich nun auch Personengruppen aus zwei verschiedenen Haushalten treffen und Gaststätten dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen. Auch im Tourismus gibt es weitere Lockerungen und die Notbetreuung für schulpflichtige Kinder wurde ausgeweitet.

Es wird jedoch bis auf Weiteres keine Lockerungen des Besuchsrechts in Krankenhäusern und Pflegeheimen geben, wie ursprünglich vergangene Woche angekündigt. Dies teilt der Landkreis Diepholz in einer Pressemitteilung mit. Weiterhin heißt es dort, dass es am Wochenende keine weiteren Covid-19-Fälle im Kreisgebiet gegeben hat.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Gastronomie sieht sich gut auf Lockerungen vorbereitet

Update, 9. Mai: Die Gaststätten im Landkreis Diepholz dürfen ab Montag wieder öffnen und müssen dabei natürlich besondere Bedingungen erfüllen. Insgesamt sehen sich die Gastronomen gut vorbereitet. Als Grundlage für die Arbeit hilft den Mitarbeitern das neue Gastro-Hygienekonzept des Landes Niedersachsen.

Update, 17.55 Uhr: Nach und nach werden auch im Landkreis Diepholz zahlreiche Corona-Maßnahmen wieder gelockert. Die meisten Geschäfte dürfen wieder öffnen, Friseure wieder frisieren, Kinder wieder auf Spielplätzen spielen und Hundeschulen wieder Einzeltrainings anbieten. Aber was ist eigentlich mit Hundespielplätzen? Da hat in Hannover offenbar niemand dran gedacht. Jetzt stellt sich beim Landkreis Diepholz die Frage: Ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist oder ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist? Landrat Cord Bockhop gibt zu, dass bei dieser Frage auch in der Kreisverwaltung derzeit die Köpfe rauchen.

Im Zweifel entschied man sich dort aber vorerst für ein Verbot. Das ist doof für Christian Eilers. Er betreibt einen solchen Hundespielplatz in Barrien und schaut nun die Röhre. Warum gelten für Hunde härtere Corona-Regeln als für Kinder?, fragt er sich. Eine Antwort auf diese Frage muss die Politik noch liefern.

Muss leider draußen bleiben: Christian Eilers an seinem Hundespielplatz.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Spielplätze in Sulingen wieder geöffnet

Update, 16.45 Uhr: Auf den Spielplätzen in Sulingen darf wieder gespielt werden. Das teilte die Stadtverwaltung bei der Ratssitzung am Donnerstag auf Anfrage von Tammo Schulze (Freie Wähler) mit. Noch am Abend der Veröffentlichung der Lockerungen sei das Flatterband entfernt worden, so Andreas Nordloh, Leiter des Fachbereichs III – Bauen, Planung und Ordnung.

Die Beschilderung mit den geltenden Regeln sei noch nicht überall angebracht, aber die seien ohnehin bekannt. Teilweise müsse noch Sand aufgefüllt werden, und der Wasserspielplatz im „Park der Generationen“ sei noch nicht ganz fertig. (hab)

Coronavirus im Landkreis Diepholz: 83-Jährige stirbt an Covid-19

Update, 15.50 Uhr: Im Landkreis Diepholz hat es das erste Mal seit mehreren Tagen wieder einen Corona-Todesfall gegeben. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, soll eine 83-jährige Frau aus dem Südkreis an Covid-19 gestorben sein. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten im Landkreis Diepholz auf 24.

Die Zahl der Infizierten ist derweil um drei Personen auf 361 Fälle gestiegen – ein neuer Fall in der Stadt Diepholz und zwei neue Fälle in der Gemeinde Stuhr. Weil allerdings 291 von ihnen bereits wieder genesen sind, gibt es nur noch 46 akut Infizierte. Die Zahl derer, die sich mit schweren Corona-Symptomen in den Kliniken des Landkreises Diepholz befinden, ist auf acht gesunken. Ein Infizierter befinde sich derzeit auf der Intensivstation, so die Kreisverwaltung.

Des Weiteren teilt die Behörde mit, dass das Corona-Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) in Diepholz wieder geschlossen wird. Ab Montag seien die Hausärzte die ersten und einzigen Ansprechpartner bei Covid-19-Symptomen. Das Gesundheitsamt sei nicht für die Tests zuständig, heißt es.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: SoVD kritisiert Kurzarbeits-Regelungen

Update, 15.30 Uhr: Der Fall in die Kurzarbeit kann für Arbeitnehmer erhebliche finanzielle Probleme mit sich bringen. Aber das Kurzarbeitergeld ist auch ein Rettungsschirm. Personen, die einen Minijob ausüben, haben diesen Rettungsschirm nicht. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Sulingen und Syke fordert in einer Pressemitteilung nun dringend notwendige Anpassungen.

„Das eigentliche Problem ist die fehlende Sozialversicherungspflicht für Minijobs“, wird SoVD-Kreisverbandsvorsitzender Bruno Hartwig zitiert. Der SoVD halte diese Regelung aus sozialpolitischer Sicht für äußerst bedenklich und fordere deshalb auch für Minijobs die volle Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro. „Für viele Rentnerinnen und Rentner, Studierende oder Frauen, die damit das Familieneinkommen aufbessern, bricht derzeit mit ihren Minijobs eine existenzsichernde Einnahmequelle weg“, betont Hartwig. Alternativ zu einer Kurzarbeitergeld-Sonderregelung hält der Verband staatliche Hilfe, ähnlich den Maßnahmen für Selbstständige, für praktikabel.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Deutlich weniger Gewerbesteuer-Einnahmen in Syke erwartet

Update, 15 Uhr: Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Haushalte so manch einer Kommune. Wie sich nun zeigt, stellt sich etwa die Stadt Syke auf deutlich geringere Gewerbesteuer-Einnahmen ein. Eigentlich hatte Kämmerer Peter Pawlik in diesem Jahr mit 13 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer gerechnet. „Stand jetzt sind es aber nur noch etwa zehn Millionen in der Vorauszahlung. Und morgen gehen bestimmt wieder neue Einträge auf Herabsetzung oder Stundung ein.“

Allgemein seien die finanziellen Folgen der Corona-Krise für die Stadt Syke jedoch noch schwer vorauszusagen. „Wir tappen da alle ziemlich im Dunkeln“, so Pawlik. Nur eines lässt sich schon sagen: Es wird vermutlich nicht nur einen, sondern gleich zwei Nachtragshaushalte geben.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Milow verschiebt Bassum-Konzert auf 2021

Update, 14.10 Uhr: Während das Bassum Open Air 2020 aufgrund der Corona-Pandemie leider abgesagt werden musste, hat Veranstalter Oliver Launer eine gute Nachricht mit Blick auf das kommende Jahr: „Das für dieses Jahr leider abgesagte Konzert von Milow konnten wir auf den 16. Juli 2021 verlegen“, heißt es auf der Facebook-Seite des Bassum Open Airs. Die Tickets aus diesem Jahr würden ihre Gültigkeit behalten, weitere Eintrittskarten gebe es bei Nordwesttickt und Eventim, so Launer.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Sulingen bekommt ein eigenes Autokino

Update, 11.45 Uhr: Ab sofort hat auch Sulingen ein Autokino. Mit dem Film „Das perfekte Geheimnis“ soll am heutigen Freitag um 21 Uhr auf dem Informa-Gelände der Auftakt stattfinden. „Wir freuen uns, dass es endlich losgehen kann“, so das Veranstalter-Trio Janin Hanstein, Holger Glandorf und Michael Suhr. Die Ticketbuchung für die Vorführung läuft ausschließlich online. Auch Snacks können dort bestellt werden.

Wer für den Autokino-Auftakt in Sulingen keine Tickets mehr bekommt, kann entweder auf die Vorstellungen in den kommenden Tagen ausweichen oder eines der anderen Autokinos rund um den Landkreis Diepholz ansteuern.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Kirchdorf startet wieder mit Gottesdiensten

Update, 8. Mai, 10.35 Uhr: Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Kirchdorf hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, ab Sonntag – unter Wahrung von Abstands- und Hygieneregeln – wieder regelmäßig sonntags um 10 Uhr Gottesdienste zu feiern.

Kirchenvorstandsmitglieder und Pastor Klaus-Joachim Bachhofer weisen auf Abstands- und Hygienemaßnahmen für den Gottesdienstbesuch hin, die beachtet werden müssen: Im Turm der St.-Nikolai-Kirche stehen Desinfektionsspender. Die Kirche darf nur mit Maske und nach einer Desinfektion der Hände betreten werden, Sitzplätze sind durch Markierungen klar ersichtlich. Im geräumigen Gotteshaus werde nur jede zweite Bank mit jeweils zwei Personen besetzt, heißt es in der Pressemitteilung. Es sind somit 56 Einzelbesucher im Mittelschiff und jeweils höchstens sechs Einzelbesucher in den Seitenschiffen zugelassen. Dadurch werde der Abstand von mindestens 1,50 Meter pro Besucher eingehalten. Die Gesamtzahl könne sich erhöhen, wenn Menschen aus einem gemeinsamen Haushalt den Gottesdienst besuchen, da diese nebeneinandersitzen dürfen.

Eine Anmeldung sei nicht notwendig, erklärt Pastor Bachhofer: „Mit unserer großen Kirche können wir 68 sichere Plätze bieten. Das sollte reichen.“

Pastor Bachhofer informiert über die Gottesdienste in der Kirchengemeinde Kirchdorf.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Besuch in Pflegeheimen wieder zugelassen

Update, 17.45 Uhr: Eine der Lockerungen, die ab kommendem Montag in Kraft treten sollen, will die Isolation von Alten und Pflegebedürftigen in Heimen entschärfen. So dürfe künftig eine vorher festgelegte Person unter strengen Hygienevorschriften wiederkehrend in einem Pflegeheim zu Besuch kommen, teilt die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung mit. Voraussetzung für diesen Besuch sei jedoch, dass es in dem Pflegeheim „kein aktives Covid-19-Infektionsgeschehen gibt“, so der Landkreis Diepholz.

Aufgrund der Kurzfristigkeit dieser neuen Lockerung bat Landrat Cord Bockhop um Verständnis dafür, dass nicht zwangsläufig alle Pflegeheime im Landkreis Diepholz bereits ab Montag die Besuchserlaubnis erteilen können. Auch zum Muttertag am kommenden Sonntag seien leider noch keine Besuche möglich, so Bockhop. „Dies bedauere ich auch persönlich sehr.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Nur eine Neu-Infektion – Landrat übt Kritik an Hannover

Update, 17.20 Uhr: Die Zahl der akut infizierten Corona-Patienten im Landkreis Diepholz ist leicht zurückgegangen auf 47 Personen. Dies geht aus den neusten gemeldeten Zahlen der Kreisverwaltung hervor. Insgesamt beläuft sich die Anzahl der Corona-Fälle im Kreisgebiet jetzt auf 358, das bedeutet eine Infektion mehr als am Vortag. Diese wurde für die Stadt Diepholz gemeldet, wie aus den Daten der Kreisverwaltung hervorgeht.

288 Menschen haben die Erkrankung Covid-19 derweil überstanden, 23 sind verstorben. Zehn Patienten werden derzeit mit einem Corona-Verdacht oder einer Erkrankung in den Kliniken des Landkreises Diepholz betreut. Zur Abklärung einer Infektion befinden sich darüber hinaus noch rund 80 Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

Unverständnis herrscht bei der Kreisverwaltung aktuell darüber, dass das Land Niedersachsen noch keine konkreten Informationen zu den angekündigten weiteren Lockerungen ab kommendem Montag mitgeteilt hat. Dazu habe die Verwaltung bereits mehrere Anfragen von Bürgern erhalten heißt es. Landrat Cord Bockhop geht derzeit davon aus, dass diese Informationen wohl auch bis Freitag noch nicht vorliegen werden. Er frage sich nun: „Wie sollen die Kommunen die neuen Regelungen noch bis Montag umsetzen und die Bürgerinnen und Bürgern darüber aufklären?“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Sozialverband VdK in Syke sagt Jubiläumsfeier ab

Update, 16.30 Uhr: Der Sozialverband VdK in Syke sagt seine Jubiläumsfeier zum 70-jährigen Bestehen ab. Das teilt Vorsitzende Cornelia Freitag mit. Die Feier sei zwar erst für den 13. Juni geplant gewesen. Angesichts der bevorstehenden Lockerungen hätte das also zumindest in einem abgespeckten Rahmen noch klappen können. „Aber das war uns alles zu ungewiss“, gibt Freitag die Überlegungen im Vorstand wieder. „Wir haben uns daher entschlossen, das Jubiläum im nächsten Jahr nachzufeiern.“ Ein Termin steht noch nicht fest.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Behörde verzeichnet mehr Schulversäumnisse

Update, 15.40 Uhr: Im Landkreis Diepholz schwänzen immer mehr Schüler den Online-Unterricht. Dies gibt die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung bekannt. Während seit dem 22. April die Schüler der 4., 9., 10. und 13. Klasse wieder ganz klassisch in der Schule unterrichtet werden, würden viele andere Kinder und Jugendliche noch via Home Learning betreut. „Mit zunehmenden Lockerungen im öffentlichen Leben kehren auch viele Eltern aus dem Homeoffice wieder an ihre Arbeitsplätze zurück. Für Kinder und Jugendliche ist der Reiz groß, einfach mal eine Stunde länger zu schlafen oder sich anderen Dingen zu widmen, als dem vereinbarten Online-Unterricht oder der geplanten Telefonkonferenz“, so Landrat Cord Bockhop.

Konkrete Zahlen, wie viele Schul-Versäumnisse es in den vergangenen Wochen genau gegeben hat, teilt die Behörde nicht mit. Nur so viel: Von August bis Dezember 2019 wurden 43 Bußgeldbescheide an Erziehungsberechtigte geschickt, weil ihre Schützlinge nicht zum Unterricht erschienen waren. Alleine in den ersten vier Monaten dieses Jahres waren es nun schon 147 Bußgeldbescheide, so die Kreisverwaltung.

Landrat Cord Bockhop unterstreicht, dass auch für das Lernen von Zuhause die Schulpflicht gelte. „Die Schulen betreiben einen enormen Aufwand, um allen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen“, so der Verwaltungschef, und fügt hinzu: „Eltern können häufig schon helfen, indem sie sich öfter nach den Hausaufgaben erkundigen oder an anstehende Unterrichtstermine erinnern. Denn für die Kinder und Jugendlichen ist das Home Learning nicht nur Pflicht, sondern auch wichtig, damit niemand den Anschluss verliert.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Syker Vorwerk öffnet wieder mit Ausstellung „Fluidity“

Update, 14.50 Uhr: Das Syker Vorwerk öffnet am kommenden Samstag wieder seine Türen für Besucher. Die Ausstellung „Fluidity“ wird bis zum 1. Juni verlängert. Darauf weist das Zentrum für zeitgenössische Kunst in einer Presseinformation hin. Es gelten die regulären Öffnungszeiten sonnabends 14 bis 18 Uhr, sonntags und feiertags 11 bis 18 Uhr, mittwochs 15 bis 18 Uhr. Wer zu einer Risikogruppe gehört, kann unter 04242/577410 einen Einzeltermin vereinbaren.

Um die Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu gewährleisten, werden die Besucher gebeten, auf die Abstands- und Hygieneregelungen zu achten. Es dürfen sich maximal zehn Besucher gleichzeitig im Vorwerk aufhalten. Maximal zwei Personen dürfen sich in jedem Ausstellungsraum befinden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Volksfest „Weyhe total“ abgesagt

Update, 14.05 Uhr: Das Volksfest „Weyhe total“ ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Das üblicherweise im September geplante Event sei zwar nicht durch das aktuelle Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August betroffen, das finanzielle Risiko durch ausbleibende Besucher sei ihm aber einfach zu groß, so Veranstalter Heinz-Hermann Kuhlmann„Ich glaube nicht, dass die Leute kommen“, so Kuhlmann.

Nicht zuletzt hofft der Weyher Veranstalter aber, dass zumindest der traditionelle „Weyhnachtsmarkt“ des Marktplatzvereins in diesem Jahr trotz Corona stattfinden kann.

Heinz-Hermann Kuhlmann

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Berufsmesse wandert ins Internet

Update, 11.20 Uhr: Die Diepholzer Berufsmesse schien anfangs ebenfalls durch die Corona-Pandemie gefährdet zu sein. Doch dann erinnerte sich Veranstalter Maik Schwenker an seinen alten Bekannten Ben Gondek aus Barnstorf, der in Köln die Digitalagentur Newroom Media GmbH gegründet hat – und es entstand eine konstruktive Zusammenarbeit. Jetzt soll die Diepholzer Berufsmesse im Juli doch noch stattfinden: als Online-Veranstaltung mit virtuellen Messeständen.

„Wie auf einer physischen Messe präsentieren sich die Aussteller auf einem virtuellen Messestand. Ansprechpartner stehen zur Verfügung und Unternehmen sowie Jobs werden mit Bildern, Dokumenten und / oder Videos präsentiert“, erklärt Schwenker das Konzept. Und weil die Diepholzer Berufsmesse vom 6. bis 8. Juli nun online stattfinden soll, gibt es auch einen weiteren Vorteil: Viele Beiträge können Interessierte sogar bis zum 18. Juli im „re-live“ sehen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Tierpark Ströhen öffnet nach Lockdown wieder für Besucher

Update, 7. Mai, 10.50 Uhr: Unter strengen Abstands- und Hygienemaßnahmen hat am Mittwoch der Tierpark Ströhen wieder seine Türen für Besucher geöffnet. „Es ist schön! Die Kinder haben sich schon sehr darauf gefreut, mal wieder etwas anderes zu sehen, als den eigenen Garten“, findet etwa Besucherin Ulrike Thielking.

Erleichterung über die Lockerungen der Corona-Maßnahmen war auch bei Tierpark-Betreiber Dr. Nils Ismer zu erkennen. „Für die ersten vier Wochen hatte ich absolutes Verständnis“, so Ismer. Als dann am 20. April jedoch kleine Geschäfte wieder aufmachen durften und der Tierpark Ströhen mit seinen 250.000 Quadratmetern Grundfläche geschlossen bleiben musste, habe er sich sehr geärgert. „Das hat uns traurig gemacht und ehrlich gesagt auch viel Geld gekostet“, sagt Nils Ismer.

Doch jetzt ist der Lockdown auch für den Tierpark Ströhen aufgehoben. Zwar werden derzeit noch keine Schauen in Ströhen angeboten, ein Rundgang quer durch den Zoo ist für Besucher jedoch wieder möglich.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Friseure sind mit strengen Hygieneauflagen konfrontiert

Update, 17.40 Uhr: Seit Anfang der Woche dürfen Friseursalons unter strengen Hygieneauflagen wieder öffnen. Aber wie lebt es sich mit den Maßnahmen? „Es ist anders als vorher, aber ich kann mich nicht beschweren“, sagt Alexandra Lanfermann. Sie ist Inhaberin des Salons „Alex and Friends“ in Seckenhausen. Vor allem eine Maßnahme macht ihr aktuell besonders zu schaffen: das verpflichtende Haarewaschen vor dem Schneiden. „Das ist ein unfassbarer Zeitaufwand“, so Lanfermann.

Um die Mehrarbeit aufzufangen, erhebt die Friseurin jetzt eine extra Hygienepauschale auf die üblichen Preise. Eine Herrenfrisur kann so schon mal um ein Drittel teurer werden. Aber anders geht es nicht. Die Situation bleibt für Friseursalons eine außerordentliche Belastung. Rückblickend sagt Lanfermann: „Wenn ich die Soforthilfe nicht bekommen hätte, wäre mein Laden jetzt zu.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Zahl der akut Infizierten pendelt sich ein

Update, 16.30 Uhr: Im Landkreis Diepholz hat es drei neue Corona-Fälle gegeben. Dies bestätigte die Kreisverwaltung am Mittwochnachmittag. Nach Abzug der nunmehr 283 Genesenen ergibt sich eine Anzahl von 51 akut infizierten Patienten. 13 davon liegen mit schweren Symptomen im Krankenhaus, ein Patient muss intensivmedizinisch betreut werden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Landwirte kämpfen mit den Folgen der Pandemie

Update, 16.20 Uhr: Weniger Erntehelfer, mehr Hygieneauflagen und wegen der geschlossenen Gastronomie weniger Abnehmer. Etwa so stellt sich die Situation der Landwirte im Landkreis Diepholz aktuell da. „Wie bei allen Menschen zurzeit, herrscht auch in unserem Berufsstand Unsicherheit, wie es weitergeht aufgrund der Corona-Pandemie“, bestätigt Theo Runge. Er ist Vorsitzender des Landvolks Diepholz. Zusammen mit seinem Kollegen Christoph Klomburg, Vorsitzender des Landvolks Mittelweser, hat er die wichtigsten Fragen zur Landwirtschaft in der Corona-Krise im Interview beantwortet.

Wer jedoch denkt, die Landwirte erfahren aktuell nur von einer Seite Druck, der irrt. Während sich auf Kopfhöhe das Coronavirus tummelt, kommt von oben: nichts. Ausbleibende Regenfälle sorgten in den vergangenen Wochen an vielen Orten für ausgedörrte Felder. Doch es ist Besserung in Sicht. „Der letzte Regen hat erst mal geholfen und wenn die Sommerfrüchte jetzt regelmäßig ausreichend Regen bis zur Ernte bekommen, sehe ich es positiv“, so Christoph Klomburg.

Update, 15.15 Uhr: Der Vorstand des Syker Schützenvereins hat sich dazu entschlossen, alle Vereinsveranstaltungen bis Ende August abzusagen. Dies teilte der Verein in einer Presseinformation mit. Unter anderem sind die traditionelle Kaffeetafel am 27. Mai und das Schützenfest am zweiten Juli-Wochenende davon betroffen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Unsicherheiten bei Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt

Update, 15 Uhr: Die Händler des Bassumer Wochenmarkts haben am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, dass bei der Marktkundschaft teilweise noch Unsicherheit über die Maßgaben für den Einkauf auf dem Markt besteht. Ein Teil der Kunden war ohne Gesichtsmaske auf dem Wochenmarkt unterwegs.

„Auf dem Wochenmarkt gelten die gleichen Regeln, wie in den Geschäften“, teilt Ordnungsamtsleiter Andreas Abelt mit. „Das bedeutet, dass ein Mindestabstand von 1,50 bis 2 Meter zu anderen Personen einzuhalten ist und geeignete Gesichtsmasken beziehungsweise Mehrweg-Alltagsmasken beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt zu tragen sind.“

Da das in den Einkaufsmärkten weitestgehend gut funktioniere und die bestehenden Regeln eingehalten werden, spreche das im Grunde für die Akzeptanz in der Bevölkerung. „Deshalb ist davon auszugehen, dass das auf dem Wochenmarkt ebenso funktionieren sollte, wenn alle Kundinnen und Kunden darüber informiert sind“, so Abelt.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ abgesagt

Update, 14.25 Uhr: Was dieses Jahr ausfallen muss, könnte nächstes Jahr umso intensiver werden. Diese Hoffnung verbindet der Landkreis Diepholz in einer Pressemitteilung mit dem Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Er muss in diesem Jahr ausfallen.

„Auch die Dörfer sind von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Eine ausreichende Vorbereitung in den einzelnen Gruppen ist daher kaum noch möglich und auch nicht zumutbar“, erklärt Landrat Cord Bockhop. „Doch diese Krise zeigt uns auch, wie wichtig Zusammenhalt, Miteinander und regionales Selbstverständnis auf Dorfgemeinschaftsebene sind. Ich bin mir sicher, dass die Ideen, Leitbilder und Handlungskonzepte der Dörfer in den nächsten Jahren wichtiger denn je sein werden.“

Der Landkreis Diepholz ruft daher schon jetzt zur Teilnahme im nächsten Jahr auf und hofft, dass die bereits angemeldeten Dörfer ihre Bewerbungen aufrechterhalten und sich 2021 in den Wettbewerb einbringen werden. Fragen zu „Unser Dorf hat Zukunft“ beantwortet Anne Flenker unter 05441/976 12 98 oder per E-Mail an anne.flenker@diepholz.de.

Landrat Cord Bockhop, hier auf einem Archivbild, übt erneut deutliche Kritik am Kurs der Landesregierung.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Spiel- und Sportplätze werden wieder geöffnet

Update, 11.15 Uhr: Die Lockerung der Corona-Maßnahmen im Landkreis Diepholz betrifft auch die Notbetreuung von Kindern. So dürfen ab sofort wieder bis zu fünf Kinder aus drei unterschiedlichen Haushalten privat betreut werden, informiert die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung. Neben den Kinderspielplätzen sind auch öffentliche und private Sportplätze im Freien wieder geöffnet. Bei der körperlichen Betätigung sei jedoch weiterhin ein Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Menschen zu wahren, heißt es.

Die ab sofort geltenden Lockerungen für Museen betreffen auch das Kreismuseum in Syke sowie das Dümmer-Museum in Lembruch. Auch diese werden nun unter Hygieneauflagen wieder geöffnet, informiert die Behörde. Weiterhin sei auch das Dauercamping, die Nutzung von Zweitwohnungen sowie die Veranstaltung von Gottesdiensten unter strengen Auflagen wieder erlaubt. Verboten bleiben Großveranstaltungen und Volksfeste, wie etwa Schützenfeste, so die Mitteilung.

Schlussendlich informiert der Landkreis Diepholz darüber, dass am Dienstag nun auch die Bußgeld-Höhe für eine Missachtung der Maskenpflicht festgelegt wurde. Sie beträgt nun 20 Euro.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Bassum öffnet Tierpark Petermoor wieder

Update, 6. Mai, 10.30 Uhr: Auch in Bassum wird es diese Woche, wie im Rest von Niedersachsen, einige Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben. So soll etwa der Tierpark Petermoor ab Donnerstag wieder von 10 bis 16 Uhr geöffnet werden. Hierbei gelten natürlich ebenfalls die bekannten Hygiene- und Abstandsregelungen, so Bassums Bürgermeister Christian Porsch. Wie das Hygienekonzept im Detail aussieht, soll am heutigen Mittwoch noch beraten werden. Der Tierpark Ströhen will bereits heute wieder seine Tore öffnen.

In Bassum haben außerdem seit dem heutigen Mittwoch die Kinderspielplätze wieder geöffnet. Neben den Abstandsregeln gilt hier auch ein Picknick-Verbot, betont die Bassumer Verwaltung. „Wir appellieren sowohl bei den Spielplätzen als auch beim Tierpark Petermoor an den gesunden Menschenverstand der Leute“, so Christian Porsch.

Eine weitere Öffnung in Bassum betrifft die Kleiderkammer. Anders als Anfang der Woche bekanntgegeben, soll die Kleiderkammer nun doch wieder öffnen. Ab sofort gelten die regulären Öffnungs- und Spendenzeiten, heißt es. Auch hier gelten jedoch noch besondere Corona-Maßnahmen.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Zahl der akut Infizierten pendelt sich bei 50 ein

Update, 19.30 Uhr: Im Landkreis Diepholz sind aktuell 50 Personen akut an Covid-19 erkrankt. Die Zahl der bisher bestätigten Corona-Infektionen steigt auf 354 Personen - zwei mehr als am Vortag. 23 Personen sind im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben. Zwölf Patienten werden stationär behandelt, eine Person muss intensivmedizinisch betreut und beatmet werden.

Corona im Landkreis Diepholz: Tafel in Syke öffnet wieder

Update, 17.15 Uhr: Die Corona-Pandemie hatte auch in Syke zur Schließung der Tafel geführt und damit eine unsichere Zeit für viele Bedürftige eingeläutet. Nachdem zahlreiche Engagierte mit ihren Spenden am Syker Gabenzaun die Zeit überbrückt haben, startet die Syker Tafel nun am 12. Mai wieder in den regulären Betrieb.

Wobei: Regulär sind nur die Zeiten der Lebensmittelausgabe. So wurden in den vergangenen Tagen nicht nur bauliche Änderungen an der Ausgabestelle vorgenommen, auch zahlreiche Maßnahmen zur Erfüllung der strengen Hygieneauflagen sollen zur Tafel-Wiedereröffnung umgesetzt werden. „Unsere Kunden werden sich zu ihrem und dem Schutz unserer Mitarbeiter auf längere Wartezeiten unter Einhaltung der Abstandsregeln einstellen müssen“, so Tafelsprecher Ralf Grey.

Und dennoch: Viele Bedürftige werden die Wiedereröffnung der Tafel nach der coronabedingten Schließung sehr begrüßen. Auch wenn sie durch die mehr als 650 Spendentüten bei der zweiten „Syker Gabenzaun“-Aktion zwischenzeitlich gut versorgt wurden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Tafel in Bassum startet wieder

Update, 16.20 Uhr: Im Leben vieler Menschen ist sie essentiell wichtig, jetzt öffnet sie wieder: Die Tafel in Bassum wird ab sofort wieder jeden Freitag zwischen 14 und 16.30 Uhr wieder Lebensmittel an ihre Kunden ausgeben. Die Corona-Pandemie hatte dem Unterfangen in den letzten Wochen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

„Wir freuen uns, wieder etwas Normalität in das Leben unserer Kunden bringen zu können“, zeigt sich nun der Vorsitzende der Tafel, Anders Niedenführ, begeistert.

Alles wie immer ist bei der Tafel jedoch auch nicht. Die Mitarbeiter haben einen Rundgang bei der Lebensmittel-Abgabe eingerichtet. „Die Kunden können dann nicht mehr hin und her laufen, sondern gehen nur einmal durch und nehmen dabei die Waren“, erklärt Niedenführ das Konzept. Unterstützung bei der Ausgabe gibt es auch diesmal wieder durch freiwillige Helfer. „Vor allem die Senioren wollen unbedingt wieder mit anpacken“, so Niedenführ über das Engagement der Helfer.

Anders sieht es jedoch gerade bei der Kleiderkammer aus. Hier könne aus Platzgründen das Abstands- und Hygienekonzept der Tafel nicht angewendet werden. Die Kleiderkammer muss weiterhin geschlossen bleiben.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Hohe Bußgelder für Quarantäneverstöße bei Erntehelfern

Update, 15.10 Uhr: Erntehelfer, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen, sind derzeit verpflichtet, 14 Tage in Quarantäne zu gehen. Das heißt, sie dürfen auf den Feldern zwar arbeiten, aber beispielsweise nicht einkaufen. Die Einhaltung dieser Vorschrift werde laut Landkreis Diepholz kontrolliert. Das Bauordnungsamt und das Ordnungsamt übernehmen diese Aufgabe. Nichteinhaltungen der Auflagen werden als Ordnungswidrigkeiten geahndet. Die Saisonarbeitskräfte erwarte dann ein Bußgeld zwischen 500 und 10.000 Euro pro Verstoß.

Für Saisonarbeitskräfte gilt für die ersten drei Monate keine gesetzliche Verpflichtung, den Wohnort zu melden. Dadurch würde das Auffinden eines Erntehelfers, der sich nicht in der verpflichteten Quarantäne befindet, erschwert werden. Die Polizei würde in so einem Fall hinzugeschaltet werden. (lmr)

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Kreative Lösungen gegen die Auswirkungen der Pandemie

Update, 14.20 Uhr: Kreative Ideen, neue Konzepte und die Digitalisierung: Das ist es, was Einzelhändler derzeit offenbar gut durch die Corona-Krise bringt. Zumindest, wenn man nach Twistringen blickt. Dort ist die einstige Geschäftemeile an der B51 mittlerweile stark ausgedünnt, aber die verbliebenen Betriebe warten derzeit mit zahlreichen und letztlich auch erfolgreichen Ideen auf, um die Corona-Pandemie zu überstehen.

Während Michael Geisler von M.G. Fashion etwa auf Gutscheine und ein „Stay at home“-T-Shirt setzt, bieten die Buchhandlung Dauelsberg am Markt und der Weinladen Beverino einen Lieferservice an. Buchverkäuferin Bettina Schwarze hatte mit dem Wettbewerb „KiCK! Kinder in der Corona Krise“ eine kreative Idee, um die Corona-Pandemie zu überstehen. Und Michael Poehlemann vom Weinladen Beverino? Der setzt seit Neustem auf Online-Weinproben.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Weyher Bürgermeister will Spielplätze wieder öffnen

Update, 11.30 Uhr: Weyhes Bürgermeister Frank Seidel hat sich am Montagabend mit einer Videobotschaft an die Bürger gewendet. Darin heißt es, in der Gemeinde Weyhe habe es über das Wochenende eine Neu-Infektion mit dem Coronavirus gegeben, sodass die Gesamtzahl nun bei 43 Corona-Fällen liegt. 41 davon seien jedoch bereits wieder genesen, so Seidel.

Darüber hinaus spricht sich der Weyher Bürgermeister dafür aus, dass zum Beispiel Kinderspielplätze bald wieder geöffnet werden sollten. Hier erwartet der Politiker eine Entscheidung auf der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch. Zum Abschluss mahnte er die Bürger, sich weiterhin an die Corona-Maßnahmen zu halten: „Man darf auch nicht vergessen, dass die Pandemie noch lange nicht besiegt ist.“

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Wochenmärkte erfahren starken Zulauf

Update, 5. Mai, 10.30 Uhr: Im Fokus der Berichterstattung rund um die Corona-Krise stehen häufig strauchelnde Unternehmen und rückläufige Umsätze. Doch es gibt auch Branchen, die gerade in der Corona-Pandemie wieder aufblühen. Dazu gehört der altbekannte Wochenmarkt. Viele Kunden schätzen dort die Freiheit an der frischen Luft im Gegensatz zum Gedränge durch verwinkelte Supermarkt-Gänge.

„Obgleich alle die Abstände einhalten, herrscht eine erstaunliche Nähe“, sagt Mario Kampe, der bereits seit vielen Jahren mit seinem Bio-Gemüsestand auf dem Wochenmarkt in Kirchweyhe verkauft. Dort herrscht seit einiger Zeit deutlich mehr Nachfrage als sonst. „Piet“ Wittrock verkauft Fisch auf dem Markt und vermutet, dass viele Menschen jetzt einfach wieder mehr kochen. Aber auch andere Hobbys sind gefragt. So bringt Jörn Petersohn aus Steyerberg nun neben Blumen und Kräutern auch vermehr Jungpflanzen zum Markt mit. Auch die Gartenarbeit hat während Corona nämlich offenbar Konjunktur.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Drei Neu-Infektionen im Vergleich zum Vortag

Erstmeldung, 4. Mai: Landkreis Diepholz - Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Diepholz hat sich auf 352 erhöht. Dies teilte die Kreisverwaltung am Montagnachmittag mit. Demnach gibt es drei Infektionen mehr als am Vortag. Akut infiziert sind derzeit nur noch 49 Personen, die Zahl der Corona-Todesfälle hat sich nicht erhöht und liegt bereit seit mehreren Tagen konstant bei 23.

Gestiegen hingegen ist die Zahl der Genesenen. So konnten mittlerweile laut Kreisverwaltung 280 Menschen symptomfrei ihre Quarantäne wieder verlassen. Ihnen gegenüber stehen 90 Personen, die sich derzeit zur Abklärung einer Covid-19-Erkrankung noch in Quarantäne befinden und zwölf Patienten, die mit schweren Symptomen im Krankenhaus liegen – einer von ihnen muss intensivmedizinisch betreut und beatmet werden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Lokale Unternehmen schwer von Pandemie getroffen

Derweil teilte die Wirtschaftsförderung im Landkreis Diepholz mit, dass zahlreiche hiesige Unternehmen schwer von der Corona-Pandemie getroffen wurden. So hätten nach aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit bis Ende April 1.780 der insgesamt 5.919 Betriebe im Landkreis Diepholz Kurzarbeitergeld beantragt. Viele Unternehmen versuchen, ihre Kosten so weit wie möglich zu reduzieren. Um das Infektionsrisiko zu senken, arbeiten Mitarbeiter im Homeoffice. Wie viele es im Landkreis Diepholz sind, darüber gibt es keine Zahlen. Per Telefon- und Videokonferenzen halten sie Kontakt zur Firmenzentrale.

Wie die Wirtschaftsförderung im Landkreis Diepholz weiter berichtet, können kleine und mittelständische Unternehmen für die erforderliche Technik vom Digitalbonus des Landes Niedersachsen profitieren. Weitere 15 Millionen Euro sind demnach vor dem Hintergrund der Coronakrise für das Förderprogramm „Digitalbonus.Niedersachsen“ freigegeben worden.

Coronavirus im Landkreis Diepholz: Weitere Lockerungen in Aussicht

Dabei geht es inzwischen für viele Unternehmen langsam wieder bergauf. Am Montag wurde bekannt, dass es in Deutschland ab dem 11. Mai weitere Lockerungen geben soll. So sollen auch Geschäfte mit über 800 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder öffnen dürfen. Hinzu kommen erste Lockerungen für Restaurants, Gaststätten, Cafés sowie Kosmetik- und Nagelstudios. Auch Hotels sollen schrittweise wieder hochgefahren werden.

Wie die neuen Regelungen genau aussehen und unter welchen Bedingungen die Geschäfte wieder öffnen, wird das Land Niedersachsen vermutlich nach der Bund-Länder-Beratung am Mittwoch mitteilen. Hier dürfte sich auch entscheiden, wie die Regelungen im Landkreis Diepholz umgesetzt werden.

Rubriklistenbild: © Tierpark Ströhen

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