Ausbau des Zugnetzes

Bahn baut Verbindungen aus: XXL-ICE von Hamburg über Hannover nach München

  • Mirja Mader
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Mit dem seit Sonntag gültigen Sommerfahrplan schickt die Bahn erstmals den neuen XXL-ICE auf die Reise durch ganz Deutschland, aber auch darüber hinaus.

Hannover/Bremen - Nachdem das Reisen nun sehr lange nur eingeschränkt möglich war, hat die Deutsche Bahn (DB) mit ihrem seit gestern gültigen Sommerfahrplan, ihr Angebot stark ausgebaut. In knapp einer Woche starten die Sommerferien in den ersten Bundesländern und nach Angaben des Unternehmens steigt die Nachfrage nach Bahnreisen. Mehr als 10.000 zusätzliche Sitzplätze sind die Antwort auf das große Interesse am Reisen insgesamt, aber eben auch per Bahn.

Unternehmen:Deutsche Bahn AG
Rechtsform:Aktiengesellschaft
Gründung:1. Januar 1994
Mitarbeiterzahl:322.768 (2020)

Erstmals geht mit dem neuen Plan auch der angekündigte XXL-ICE mit mehr als 900 Plätzen in den regelmäßigen Einsatz. Dabei geht die Reise für den rund 374 Meter langen Zug auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Von Hamburg aus geht es über Hannover und Frankfurt am Main bis nach Basel, Zürich und Chur, oder von Hamburg aus über Bremen bis nach München.

Zusätzliche Verbindungen in Feriengebiete zum Start der Ferien

Vier zusätzliche Routen stehen kurz vor den Ferien mit auf dem Plan. Diese führen unter anderem aus Frankfurt, München oder Dresden an die Nord- und Ostsee sowie auf die nord- und ostfriesischen Inseln. Außerdem geht es von Berlin aus nach Tirol und an den Bodensee. Die Strecken werden ab Juli bis September an bestimmten Wochenendtagen befahren, heißt es von der DB.

Ab Mitte Juni sollen die Lang-Züge den Regelbetrieb zwischen Hamburg und München über Dortmund und Köln aufnehmen sowie zwischen Hamburg und Chur in der Schweiz.

Neben den Strecken für den im Sommer erhöhten touristischen Bahnverkehr, weiter das Unternehmen auch sein Angebot an täglichen Zügen aus. Bis zu 44 Fahrten soll es zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin geben und somit fünf neue ICE- und IC-Verbindungen. Zwischen Berlin und Frankfurt am Main soll es ab Mitte Juli 15 statt elf, zwischen Hamburg und Köln sieben statt fünf Verbindungen geben, wie das Unternehmen ankündigt.

Für Bahnreisende zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin wächst das tägliche Zugangebot um fünf neue ICE- und IC-Verbindungen auf täglich bis zu 44 Fahrten. Zwischen den Metropolen in Deutschland setzt die DB wieder mehr ICE-Sprinter ein. Zwischen Berlin und Frankfurt (Main) sind es ab Mitte Juli 15 statt elf, zwischen Hamburg und Köln sieben statt fünf. Insgesamt will die Deutsche Bahn AG ihre Hochgeschwindigkeitsstrecken um gut 50 Prozent ausbauen. Auch davon betroffen ist die Strecke von Hannover nach Hamburg.

Taufe eines neuen ICE4 beim Festakt zum 30-jährigen Einsatz der Intercity-Express-Flotte

In der vergangenen Woche erst hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einen der neuen ICE4 auf den Namen „Bundesrepublik Deutschland“ getauft. Anlass war der Festakt zum 30-jährigen Einsatz der Intercity-Express-Flotte der Deutschen Bahn. Bahn-Chef Richard Lutz bezeichnete den ICE als „das Symbol der Mobilitätswende“. Der Zug habe das Bahnfahren in Deutschland „neu definiert“.

In der vergangenen Woche hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einen der neuen ICE4 auf den Namen „Bundesrepublik Deutschland“ getauft. Anlass war der Festakt zum 30-jährigen Einsatz der Intercity-Express-Flotte der Deutschen Bahn.

Der erste ICE-Hochgeschwindigkeitszug der Bahn nahm am 2. Juni 1991 den regulären Betrieb auf. Aktuell besteht die Flotte aus rund 330 Zügen. Bis 2026 soll sie laut Bahn auf 421 Fahrzeuge wachsen. Die ICE4-Generation ersetzt dabei nach und nach ältere Baureihen. Mehr als die Hälfte der neuen 7-, 12-, und 13-teiligen Züge sind bereits ausgeliefert. Die 13-Teiler sind seit Februar auf verschiedenen Strecken im Einsatz und sind auf ihren rund 375 Metern mit 918 Sitzplätzen ausgestattet. Mit Material der dpa. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

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