RAF-Mitglieder erfolgreich untergetaucht

50 Hinweise nach Fahndungsaufruf - doch gesuchte Ex-Terroristen sind weiter auf der Flucht

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Es gibt 50 neue Hinweise bei der Suche nach Ex-RAF-Terroristen.

Ein Überfall in Stuhr brachte die Ermittler auf die Spur von drei Linksterroristen, die sich offenbar mir mehreren Überfallen über Wasser halten. Seit Jahren fahnden Ermittler intensiv nach den Gesuchten - in den vergangenen Wochen sind Dutzende neue sachdienliche Hinweise eingegangen.

Hannover - Nach einem neuen Fahndungsaufruf nach drei früheren Mitgliedern der Rote Armee Fraktion (RAF) sind bislang rund 50 neue Hinweise eingegangen. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) in Hannover mit, ohne weitere Details zu nennen. 

Anfang Juni hatte die Behörde neue, allerdings mehr als 30 Jahre alte Fotos von Daniela Klette veröffentlicht. „Zu den noch laufenden Ermittlungen können wir aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben machen“, sagte LKA-Sprecher Matthias Eichler auf Anfrage.

Gemeinsam mit den Ex-Terroristen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg soll Klette teils mit schwerer Waffengewalt vor allem in Norddeutschland Geldtransporter, Kassenbüros und Supermärkte überfallen haben.

Mitglieder der dritten RAF-Generation gesucht

Garweg (50), Klette (61) und Staub (65) gehören zur sogenannten dritten Generation der RAF. Die drei Gesuchten sollen für mehrere Morde verantwortlich sein - unter anderem an Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991).

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Nach Jahrzehnten im Untergrund gerieten die drei Linksterroristen nach einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter im Juni 2016 in Stuhr bei Bremen wieder ins Visier der Polizei. Von den dreien wurden nach der Tat Fingerabdrücke gefunden. Gefahndet wurde im Anschluss in Norddeutschland, den Niederlanden, wohin eine Spur wies, sowie in Spanien, Frankreich und Italien.

dpa

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