Ungewöhnliches Ereignis

Erde bebt in Niedersachsen in ungekannter Stärke - brisante Ursache gefunden

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Erdbeben haben Anwohner in Niedersachsen aufgeschreckt.

Erdbeben haben die Anwohner in Niedersachsen aufgeschreckt. Innerhalb kurzer Zeit gingen 30 Notrufe bei der Polizei ein. Die Ursache der Erdstöße ist brisant.   

  • Drei Erdbeben haben den Landkreis Verden (Niedersachsen) - ein Gebiet zwischen Bremen und Hannover am Mittwoch (20. November) erschüttert.
  • Die Erdbeben ereignete sich zwischen 18.30 Uhr und 22.30 Uhr.
  • Anwohner berichten von einem Grollen und wählten den Notruf.

Erdbeben erschüttert Verden in Niedersachsen  

Update vom 21. November, 15.24 Uhr: Die Erdbeben im Landkreis Verden (Niedersachsen) hatten eine ungewöhnliche Stärke. Von einem „Rekord-Beben“ berichtet kreiszeitung.de*. 

Vor allem der erste Erdstoß am Mittwoch gegen 18.32 Uhr brach eine Rekordmarke. Mit einer Magnitude von 3,2 ist das Erdbeben das bislang stärkste gemessene Erdbeben in der Region, teilten Experten des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover (LBEG) mit. Am 22. April 2016 war ein Erdbeben mit einer Stärke von 3,1 registriert worden.

Landkreis Verden (Niedersachsen)

20. November 2019 18.32 Uhr 

Magnitude 3,2

Landkreis Verden (Niedersachsen)

22. April 2016

Magnitude 3,1

Erde bebt in Niedersachsen - brisante Ursache gefunden

Erstmeldung vom 21. November, 10.30 Uhr:

Verden - Drei Erdbeben haben die Gegend zwischen Bremen und Hannover erschüttert. Das erste Beben schreckte die Menschen in der Region Verden am Mittwochabend auf. Um 18.32 Uhr ging der erste Anruf aus Kirchlinteln (Landkreis Verden) nach Angaben der Polizei Verden in der Dienststelle ein.  

Erdbeben in Niedersachsen: Anwohner wählen Notruf 

Innerhalb weniger Minuten meldeten sich dann zahlreiche weitere Anrufer bei der Polizei und der Rettungsleitstelle. Allein auf der Wache der Polizei Verden zählten die Beamten 30 Meldungen. Ein Einwohner habe sogar Schäden an seinem Haus entdeckt. Verletzte seien jedoch keine gemeldet worden. 

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover (LBEG) bestätigte noch am Mittwochabend, dass die Erde um 18.28 Uhr gebebt hat, teilte die Polizei mit. Das Erdbeben habe nach ersten Erkenntnissen eine Stärke 3.2 gehabt.

In der Nacht zum Donnerstag bebte es ein weiteres Mal. Das Nachbeben war nach Angaben der Polizei mit einer Stärke von etwa 3,1 ähnlich stark wie der vorangegangene Erdstoß. Ein drittes Beben erreichte um 20.52 Uhr eine Stärke von 1,5.

Erdbeben in Verden - Ungewöhnliches Ereignis

Das Gebiet gilt nach Einschätzung des Deutschen Geoforschungszentrums kaum als erdbebengefährdet.

Die Ursache für die Erdstöße in Verden (Niedersachsen) sind nun klar. Das Beben wurde, wie anfangs vermutet, durch die Erdgasförderung in einem benachbarten Ort hervorgerufen. Nach dem Erdbeben hat sich die Firma Wintershall Dea  einem Schreiben, wie keiszeitung.de* berichtet, bei den Bürgern für alle Unannehmlichkeiten entschuldigt, die durch die seismischen Ereignisse bei Verden entstanden sind. 

Offenbar hat eine Absenkung der Gesteinsschichten über einer leeren Gaslagerstätte das Erdbeben ausgelöst.

Wintershall Dea hat, laut kreiszeitung.de*, vorläufige Daten zu den Erdbeben veröffentlicht. An der Erdoberfläche soll es zu Schwingungen um 18.30 Uhr und um 22.30 Uhr gekommen sein. Das hätten Auswertungen von Messgeräten, die in der Region montiert sind ergeben. 

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ml

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