Mehrere Festnahmen

In Deutschland: „Jahrhundert-Überfall“ auf Geldtransporter vereitelt

Eine Bande Krimineller soll in Rheinland-Pfalz einen Überfall mit Sturmgewehren auf einen Geldtransporter geplant haben. Doch die Polizei hat die Pläne durchkreuzt.

Rom/Neuwied - Sie sollen einen „Jahrhundert-Überfall“ mit Kalaschnikows auf einen Geldtransporter in Rheinland-Pfalz ausgeheckt haben. Aber noch rechtzeitig ließ die Polizei in Italien und Deutschland einen Ring Krimineller hochgehen, die Überfälle auf Geldtransporter oder Banken planten oder bereits begangen hatten. Bei der Operation „Last Day“ (Letzter Tag) wurden mehrere Verdächtige in Italien festgenommen, einer auch in Rheinland-Pfalz, wie die italienische und die deutsche Polizei am Montag mitteilte.

Laut italienischen Medien wollten die Räuber im Raum Andernach zuschlagen und mit Sturmgewehren einen gepanzerten Transporter mit „mehreren Millionen“ überfallen. Während ihrer Ermittlungen zu anderen Überfällen in Süditalien habe die Polizei im Mai von dem Plan in Deutschland Wind bekommen, hieß es unter anderem in der Zeitung „Corriere della Sera“.

Der Koblenzer Oberstaatsanwalt Rolf Wissen bestätigte eine Razzia mit rund 100 Polizisten und einem Staatsanwalt in der Nacht zum Montag im Raum Neuwied, Frankfurt/Main und Butzbach. Bei Neuwied nahmen die Polizisten demnach einen Mann aufgrund eines von italienischen Behörden erlassenen Europäischen Haftbefehls fest. Ein zweiter Beschuldigter in Hessen blieb vorerst auf freiem Fuß.

„Die beiden Beschuldigten sind verdächtig, in Deutschland einen Überfall geplant zu haben“, sagte der Oberstaatsanwalt. Dem Polizeipräsidium Koblenz zufolge ging es um ein „Werttranportfahrzeug im südwestdeutschen Raum“. Weitere Details wurden nicht genannt. Insgesamt gab es 19 Festnahmen, wie die italienische Polizei mitteilte. Betroffen waren in Italien die Provinzen Salerno, Foggia, Neapel und Verona.

Bei einem anderen spektakulären Raub konnten Verbrecher in Paraguay eine Millionenbeute ergattern.

dpa

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