1. Fehmarnsches Tageblatt
  2. Welt

Corona-Zahlen in Deutschland: RKI meldet Inzidenz von 528

Erstellt:

Von: Martina Lippl

Kommentare

„Impfen to go gegen BA4, BA5 und Grippe“ ist auf einer Schaufensterscheibe in der Münchner Fußgängerzone zu lesen.
„Impfen to go gegen BA4, BA5 und Grippe“ ist auf einer Schaufensterscheibe in der Münchner Fußgängerzone zu lesen. © Masha Mitchell/imago

Stabilisiert sich die Corona-Lage in Deutschland? Das RKI meldet am Mittwoch (26. Oktober) fast 95.000 neue Corona-Fälle. Die Zahl der Todesfälle bleibt mit 242 auf hohem Niveau.

Berlin – Die Zahlen liefern nur ein unvollständiges Bild des Corona-Infektionsgeschehens in Deutschland ab. Viele Corona-Fälle werden nicht erfasst. Nicht jeder lässt einen PCR-Test machen. Dazu sind aktuell in einigen Bundesländern gerade Herbstferien. Beim Robert-Koch-Institut (RKI) sind von den Gesundheitsämtern binnen 24 Stunden 95.787 Neuinfektionen gemeldet worden. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 528,0 (Vortag: 570,2; Vorwoche: 670,5; Vormonat: 293,6). Das geht aus den Daten des Covid-19-Dashboards am Mittwochmorgen hervor.

Corona in Deutschland: RKI-Fallzahlen vom 26. Oktober 2022

Coronavirus-Neuinfektionen94.787
Corona-Inzidenz528,0
Todesfälle242
Covid-19-Patienten auf Intensiv1.756 - davon werden 562 künstlich beatmet

Corona in Deutschland: Druck auf die Kliniken wächst – Charité in Sorge

In den Kliniken sorgt die Corona-Welle für Stress. Pflegepersonal ist knapp, dazu kommen krankheitsbedingte Ausfälle. In den Notaufnahmen in München (Bayern) spielen sich zum Teil groteske Szenen ab. Auf den Intensivstationen müssen derzeit 1.756 Corona-Infizierte behandelt werden. Davon werden 562 künstlich beatmet. Anfang Oktober ist die Patientenzahl in die Höhe geschnellt.

Berlins Universitätsklinik Charité sieht das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen mit Sorge. „Wir laufen an der Charité möglicherweise in eine Situation hinein, in der wir die reguläre Versorgung wieder einschränken müssen“, sagte Charité-Vorstandsmitglied Prof. Martin E. Kreis, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. „Wenn der Infektionsschutz mit der Maskenpflicht in Innenräumen intensiviert würde, hätten wir eine gute Möglichkeit, der schwierigen Lage in den Krankenhäusern gegenzusteuern“, sagte Kreis.

„Viele Beschäftigte fallen wegen positiven Corona-Tests oder Erkrankungen aus“

Nach Einschätzung des Mediziners gibt es für die Kliniken zwei Belastungen: „Zum einen liegen wir im Krankenstand deutlich höher als sonst, viele Beschäftigte fallen wegen positiven Corona-Tests oder Erkrankungen aus“, erläuterte Kreis. In der vergangenen Woche sei die Anzahl der belegten Intensivbetten noch einmal nach oben gegangen. „Ein Viertel der Patientinnen und Patienten, die mit einem positiven Corona-Test bei uns aufgenommen werden, müssen dort versorgt werden.“ Vor allem aber laste auf den Normalstationen und Notaufnahmen ein erheblicher Druck.

„Viele Menschen kommen mit Sars-CoV-2-Infektionen in die Notaufnahmen. Dort müssen sie isoliert werden“, sagte Kreis. „Wenn die Kapazitäten ausgelastet sind und die Menschen nicht weiter verlegt werden können, müssen sich die Notaufnahmen einschränken.“ Das sei in der vergangenen Woche deutlich zu beobachten gewesen.

Maskenpflicht-Diskussion – Länder wollen im November über einen Schwellenwert beraten

Während Mediziner eine Maskenpflicht in Innenräumen fordern, lässt sich die Politik weiter Zeit. Die Gesundheitsminister der Länder kündigten am Montag an, bei einer Einführung der Maskenpflicht in Innenräumen geschlossen vorgehen zu wollen. Dafür solle eine Arbeitsgruppe nun klären, „wie man zum Beispiel Maskenpflicht in Innenräumen einführen könnte, welche Schwellenwerte da gelten sollten“, sagte eine Sprecherin von Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden soll am 9. und 10. November über die Schwellenwerte beraten. (ml/dpa)

Auch interessant

Kommentare