Glimpflicher Ausgang

Streit nach Handwerksarbeiten - VW-Kleinwagen rast in Menschengruppe

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Wagen rast in Menschengruppe. Zwei Menschen wurden bei dem Vorfall leicht verletzt.

Ein Autofahrer (33) ist mit seinem Wagen gezielt in eine Gruppe von acht Menschen gefahren. Die Polizei hatte einen schlimmen Verdacht. Nun sind die Hintergründe geklärt.

Update von 13.20 Uhr: Am Sonntag war ein 33-jähriger Mann in Iserlohn in eine Menschengruppe gefahren. Dabei wurden zwei Personen verletzt. Der Fahrer konnte noch am Sonntag festgenommen werden. Die Hintergründe waren zunächst jedoch unklar.

Nun hat die Polizei die Zusammenhänge geklärt. Wie die dpa berichtet, habe sich der Mann bei Handwerksarbeiten mit acht Mitarbeitern des Auftraggebers gestritten. Im Zuge des Streits sei er mit seinem Wagen in die Gruppe gefahren. Nach diesen Erkenntnissen wurde der Mann nun wieder freigelassen, schreibt die dpa in Bezug auf die Polizei. Statt eines versuchten Tötungsdelikts wird nun wegen Körperverletzung und gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr ermittelt.

Die beiden Verletzten wurden wohl ebenfalls aus der Klinik entlassen. Sie waren zunächst ambulant behandelt worden.

VW Lupo rast in Menschengruppe - Mordkommission ermittelt

Update vom 01. Oktober um 10.20 Uhr: Dass der mutmaßliche Fahrer und die Verletzten sich gekannt haben sollen, könne er „weder bestätigen noch dementieren“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Es bestehe der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts, eine Mordkommission ermittele.

Erste Zeugen seien befragt worden. Weitere Angaben machten die Ermittler nach dem Vorfall von Sonntagabend zunächst nicht. Auch zu den beiden Verletzten, zu Zeugen, genauem Ablauf oder Motiv könne man sich noch nicht äußern, sagte der Polizeisprecher.

Wagen rast gezielt in Menschengruppe - Polizei hat schlimmen Verdacht

Erstmeldung vom 30. September 2019: Iserlohn - Der 33-jährige Mann aus Hagen ist am Sonntag (29. September) gegen 17.57 Uhr mit seinem VW Lupo in die Menschengruppe gefahren. Zwei Menschen wurden bei dem Vorfall leicht verletzt, teilte die Polizei Iserlohn am Montag in einer Pressemitteilung mit. 

Der Autofahrer kosovarischer Abstammung flüchtet zunächst, konnte aber dann in seiner Wohnung in Hagen festgenommen werden. Das mutmaßliche Tatfahrzeug wurde sichergestellt, teilte die Polizei weiter mit.

Iserlohn: Mann (33) rast mit seinem VW Lupo in Menschengruppe

Polizei und Staatsanwaltschaft haben nach eigenen Angaben die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes aufgenommen. Eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Hagen sei im Einsatz.

Einen politischen Hintergrund schließen Polizei und Staatsanwaltschaft nach dem derzeitigen Ermittlungsstand aus. 

Gegenwärtig finden unter anderem Vernehmungen von Zeugen und des Tatverdächtigen statt.

Ein schwerer SUV-Unfall Mitten in Berlin hat vier Menschen in den Tod gerissen. Ein Porsche-Fahrer hatte die Kontrolle über seinen Wagen verloren.

In Münster raste in April 2018 ein Deutscher seinem Wagen mit voller Absicht in eine Menschenmenge. Der Vorfall erschütterte Deutschland.

ml

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