Nach "Irma"

Jacksonville kämpft weiter gegen Überschwemmungen

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Das Wasser in Jacksonville könnte sogar noch steigen. Foto: Will Dickey

Viele Amerikaner kämpfen noch mit den verheerenden Folgen der jüngsten Hurrikane - gleichzeitig gibt es Lob für den Katastrophenschutz vor "Irma" und "Harvey". Präsident Trump wird das gerne hören vor seiner Reise ins Krisengebiet in Florida.

Washington/Jacksonville (dpa) - Die vergleichsweise niedrige Zahl von Todesopfern durch die Hurrikane "Harvey" und "Irma" in den USA geht Experten zufolge auch auf Verbesserungen im Katastrophenschutz zurück.

"Es gibt keinen Zweifel, dass wir besser geworden sind", sagte Brian Wolshon, Spezialist für Bevölkerungsschutz von der Louisiana State University, der "New York Times". "Was wir tun, ist nicht kompliziert, es geht nur um den politischen Willen und die Notwendigkeit, es zu tun."

Vor allem die Terroranschläge des 11. September 2001 und der Hurrikan Katrina hätten Verbesserungen bei US-Behörden angestoßen. "Für so eine Situation (wie Hurrikan "Irma") üben unsere Mitarbeiter seit 16 Jahren", zitierte das Blatt Richard Serino, Ex-Koordinator der nationalen Katastrophenschutzbehörde.

Andere Experten nennen zudem bessere Wettervorhersagen, neue Vorschriften für Hurrikan-sicheres Bauen und bessere Mobiltechnologie als Gründe für die geringere Opferzahl - als "Katrina" 2005 New Orleans traf, gab es noch keine Smartphones. Damals starben mehr als 1800 Menschen, durch "Irma" und "Harvey" zusammen sind es in den USA bislang weit unter 100. Eine offizielle Bilanz gibt es angesichts der anhaltenden Überschwemmungen noch nicht. Allerdings hatten die betroffenen Bundesstaaten Florida und Texas noch Glück im Unglück: So zog "Irma" an der stark besiedelten Küstenregion um Miami vorbei, und eine vorhergesagte tödliche Flutwelle an der Golfküste blieb weitgehend aus.

Jedoch stehen weiterhin Gebiete im Südosten der USA unter Wasser. Die Großstadt Jacksonville im Nordosten Floridas war am Dienstagabend (Ortszeit) noch überflutet, wie US-Medien berichteten. Meteorologen warnten zudem vor einer Verschlimmerung der Lage - der in der Großstadt mündende St. Johns-Fluss bringe viel Wasser.

Die Zahl der Toten in den USA stieg in der Nacht zu Mittwoch auf 13, wie die "New York Times" berichtete. Insbesondere auf der Inselgruppe Florida Keys könne ihre Zahl aber noch steigen. Dorthin kehrten am Dienstag die ersten Anwohner zurück. 90 Prozent der Häuser auf den Inseln wurden zerstört oder schwer beschädigt. Bei seinem Zug durch die Karibik hatte "Irma" zuvor mindestens 37 Menschen getötet.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, Florida am Donnerstag besuchen zu wollen. Stars wie Beyoncé, George Clooney, Julia Roberts und Stevie Wonder warben am Dienstagabend (Ortszeit) indes mit einem TV-Spendenmarathon um Geld für die Opfer. Bei der Veranstaltung kamen nach ersten Angaben rund 15 Millionen Dollar (etwa 12,5 Millionen Euro) zusammen.

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