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Attacke mit Gasbrenner: Deutsche greift in der Schweiz Hotel-Angestellte an

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Von: Christoph Gschoßmann

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Ein Gasbrenner (Symbolbild).
Ein Gasbrenner (Symbolbild). © IMAGO/imageBROKER/Lilly

Schlimmer Angriff in Lausanne: In einem Hotel hat eine Deutsche eine Rezeptionistin attackiert - mit einem Gasbrenner. Das Opfer kämpft um sein Leben.

Lausanne/München - Furchtbare und ungewöhnliche Attacke in der Schweiz: Eine Deutsche hat in einem Hotel in Lausanne eine Angestellte mit einem Gasbrenner angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Die aus Estland stammende 38-jährige Rezeptionistin wurde nach dem Angriff am Mittwoch (12. Oktober) ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Demnach erlitt sie schwere Verbrennungen im Gesicht und am Oberkörper. Das Opfer schwebt in Lebensgefahr.

Die Rezeptionistin wurde nach ersten Ermittlungen der Polizei mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und dann mit dem Gasbrenner angezündet. Die Tatverdächtige, eine 44-jährige Deutsche, wurde kurz nach dem Angriff in der Innenstadt von Lausanne festgenommen.

Verbrannte Rezeptionistin läuft sofort auf die Straße

Die Beamten leiteten Ermittlungen zum Hergang und zum Motiv des Angriffs ein. Die Angreiferin war am Vortag des Hotels verwiesen worden, berichteten Schweizer Medien unter Berufung auf Zeugenaussagen. Als sie das Hotel verließ, habe sie zu der Angestellten gesagt, „Du, ich werde dich töten“. Das erklärte Hoteldirektor Eric Fassbind dem Nachrichtenportal 24Heures. Die Attacke ereignete sich in der Nähe der Bessières-Brücke nahe dem historischen Zentrum.

Die Rezeptionistin hatte „sofort ihren Pullover ausgezogen. Sie stand im BH auf dem Bürgersteig und rief um Hilfe“, berichtete ein Zeuge. Zusammen mit anderen Passanten versuchte dieser zwar, die Täterin zu stoppen, „aber jedes Mal drehte sie sich um und bedrohte uns mit ihrem Schneidbrenner. Wir haben es aufgegeben.“

Den Berichten zufolge war die Frau zuvor schon öfter in das Hotel eingedrungen. Das Hotel habe dies auch mehrmals der Polizei gemeldet, so Fassbind. „Am Dienstag haben wir sogar ein Foto von ihr gemacht.“ Die Frau sei stets heimlich durch den Notausgang in das Hotel gekommen. Die mutmaßliche Täterin habe manchmal im Treppenhaus oder in einem Gepäckraum geschlafen, und sei erst später beim Frühstück entdeckt worden. Dies habe sie auch in anderen Hotels so gemacht. (cg mit afp)

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