Quarantäne

Lungenpest auf den Seychellen: Quarantäne für Besucher aus Madagaskar

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Mit Mundschutz-Masken versucht man in Madagaskar die Lungenpest einzudämmen.

Ein Urlauber hat die gefährliche und leicht übertragbare Lungenpest aus Madagaskar in den bei Touristen beliebten Inselstaat Seychellen eingeschleppt.

Victoria - 

Das Gesundheitsministerium hatte am Dienstag bestätigt, dass ein Urlauber die Lungenpest aus Madagaskar eingeschleppt hatte. Dem jüngsten Ausbruch der Lungen- und Beulenpest in Madagaskar sind bereits mindestens 48 Menschen zum Opfer gefallen. Rund 449 Erkrankungen wurden gemeldet, 322 davon mit Lungenpest. Die Fluggesellschaft Air Seychelles hat bereits ihre Flüge von und nach Madagaskar eingestellt.

Die Lungenpest tritt deutlich seltener auf und ist gefährlicher als andere Formen der Krankheit. Verursacht wird sie durch das Bakterium Yersinia pestis. Der Erreger wird oft durch Flöhe von Ratten übertragen, auch eine Übertragung durch Tröpfchen ähnlich wie bei einer Grippe ist möglich. Bei Lungenpest droht vor allem in dicht besiedelten Gegenden eine schnelle Ausbreitung. Kleinere Ausbrüche der Beulenpest hingegen sind auf Madagaskar vor der südöstlichen Küste Afrikas nicht ungewöhnlich.

dpa

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