Vor Gericht

Wegen Glockengeläut: Mann drohte mit Kirchensprengung 

Westerburg - Das Glockengeläut zweier Kirchen in seiner Nachbarschaft soll einen 39-Jährigen so sehr gestört haben, dass er mit der Sprengung der Gotteshäuser drohte.

Wegen einer Droh-Mail an die katholische Kirchengemeinde Hachenburg in Rheinland-Pfalz muss sich der Mann seit Mittwoch vor dem Amtsgericht Westerburg verantworten. Er hatte Einspruch gegen einen Strafbefehl über acht Monate auf Bewährung eingelegt, sodass es nun zum Prozess kommt, wie ein Sprecher des Gerichts sagte.

In der Mail soll der 39-Jährige gedroht haben, die Kirchen in Hachenburg in die Luft zu jagen, wenn das „Gebimmel“ nicht aufhöre. Man solle sich nicht mit einem „Sprengstoffexperten“ anlegen, schrieb er laut Anklage, „denn dann liegen beide Kirchen in Staub und Asche“. Ein Pfarrer hatte Strafanzeige gestellt. Der Angeklagte wohnt nach Angaben des Gerichts ganz in der Nähe der Kirchen.

Der Prozess sollte bereits in der vergangenen Woche beginnen. Da hatte sich der 39-Jährige aber krankgemeldet. Zuvor hatte der SWR über den Prozessauftakt berichtet.

dpa

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