Klare Kante gegen Nena und Co.

Matthias Reim ätzt gegen Nena: „Möchte für keine Toten verantwortlich sein“

Auf Konzerten Corona-Regeln missachten? Für Matthias Reim das Letzte. Der Schlagerstar sagt nun deutlich, was er über die Haltung von Nena und Co. denkt.

Stockach – Matthias Reim ist einfach nur superhappy: Endlich darf er nach langen Monaten der Corona-Zwangspause wieder auf der Bühne stehen. Am Freitag trat der Musiker im Gelsenkirchener Amphitheater auf. Ganz anders als bei den jüngsten Skandal-Auftritten von Nena, die schon seit Juli 2020 durch ihre Anti-Corona-Agenda auffällt, war der Schlagersänger besonders darauf bedacht, die Corona-Regeln einzuhalten.

Wie wichtig ihm die Gesundheit seiner Fans ist – und was er von den Aufforderungen von Musikerkollegen wie Nena und Co. hält, die die Konzertbesucher bei ihren Auftritten zum Regelbrechen anstacheln, dafür fand er vor seinem Konzert sehr eindeutige Worte.

Popsänger:Matthias Reim
Geboren:26. November 1957 (Alter 63 Jahre),
Partnerin:Christin Stark (seit 2017)
Größter Hit:Verdammt, ich lieb' Dich (1990)
Kinder:Julian, Marie, Bastian, Romy, Romeo, Marie-Louise

In deutlicher Anspielung auf die Ereignisse auf den Konzerten der Sängerin Nena grenzte sich Reim klar ab. Die setzte sich zum einen in Berlin über die Corona-Regeln hinweg und hetzte ihre Fans auf mit den Worten: „Die Frage ist nicht, was wir dürfen, sondern die Frage ist, was wir mit uns machen lassen“ auf, woraufhin die Freiluft-Veranstaltung abgebrochen werden musste. Auf ihrem Konzert auf Rügen posaunte die 61-Jährige heraus, dass sie „keinen Millimeter zurückrudern werde“. Auch bei ihrem letzten Auftritt auf Mallorca schließlich mischte sich wieder in die Menge und fragte „Findet ihr das alles richtig?“.

Nena gegen Corona-Regeln: Unverständnis bei Matthias Reim

„Mir persönlich ist immer wichtig, dass niemand gefährdet wird. Ich möchte für keine Kranken oder Toten verantwortlich sein“, erklärte der Sänger vor seinem gefeierten Auftritt in Gelsenkirchen am letzten Freitag gegenüber „Der Westen“. Damit gab der Musiker ein eindeutiges Statement dazu ab, was er von Corona-Verschwörungsmythen hält: Nichts.

Corona-Regeln: Auch Johannes Oerding positionierte sich bereits gegenüber Nena

Matthias Reim ist nicht der Einzige, dem das Verhalten seiner Sangeskollegin mächtig gegen den Strich geht. Nachdem bereits Heinz Rudolf Kunze mit Nena abgerechnet hatte, bezog auch schon Johannes Oerding, Moderator der letzten „Sing mein Song“-Staffel, klar Stellung. „Ich sehe das anders“, lautete der Kommentar des 37-jährigen zu den Eskapaden von Nena, „Ich bin keiner, der auf der Bühne zu Ungehorsam aufruft“.

Wegen Corona-Aussagen: Matthias Reim kritisiert Nena heftig. (24hamburg.de-Montage)

Nena feierte zuletzt sogar mit prominenten Corona-Querdenkern

Dabei waren die Appelle der Sängerin an ihr Publikum noch nicht einmal das Ende der Fahnenstange: Zuletzt tanzte Nena gemeinsam mit prominenten Querdenkern auf einer Party, um die „neue Welt“ zu genießen. Es war nicht das erste Mal, dass die Sängerin aus Hamburg ihre Sympathien für die Querdenker-Szene, die inzwischen sogar vom Berliner Verfassungsschutz als neue Form des Extremismus beobachtet wird, eindeutig erkennen ließ.

Matthias Reim zu Corona-Regeln: „Natürlich gibt es auch eine gewisse Wut“

Für den Ärger der Kultur-Branche, dass ihre Belange lange nicht erhört wurden, hat Reim zwar auch volles Verständnis, denn „bei vielen Künstlern gab es natürlich eine gewisse Wut und auch eine konkrete Beraubung der Existenz“, erklärt er in dem Interview. Dennoch sei es keine Option, die Pandemie oder die Gefährlichkeit des Virus infrage zu stellen. Damit teilt er die Meinung mit sehr vielen seiner Musikerkollegen, die zuletzt gerade die Online-Kampagne „#impfenschützt“ gestarten haben – und einen gewaltigen Shitstorm von Impfgegnern ernteten.

„Es war ein kleines bisschen wie eine Wiedergeburt!“

In Zeiten, in denen Virologen bereits wieder härtere Corona-Regeln in Deutschland fordern, bleibt nur zu hoffen, dass die Bemühungen der überwiegenden Mehrheit der Kulturschaffenden, das Corona-Virus einzudämmen, mit der Chance auf ganz viele Live-Erlebnisse belohnt werden. „Das war unglaublich. Ich hätte am gleichen Abend auch noch drei Konzerte spielen können, als ich von der Bühne kam. Da gab es keine Erschöpfung, das war pures Adrenalin, pure Euphorie. Es war ein kleines bisschen wie eine Wiedergeburt“, schwärmt der 63-jährige Künstler Reim jedenfalls über seinen ersten Auftritt. Klingt doch wesentlich ansprechender als eine Party unter Verschwörungsschwurblern ... *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Rubriklistenbild: © M. Kremer/Marco Steinbrenner/imago

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